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08/13/2009 08:30

Niedersächsische Technische Hochschule: Dagmar Schipanski und Sigmar Wittig werden Präsidiumsmitglieder

Dr. Elisabeth Hoffmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

    BRAUNSCHWEIG/CLAUSTHAL/HANNOVER. Die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) hat mit Dagmar Schipanski und Sigmar Wittig zwei hochkarätige Wissenschaftler als externe Mitglieder des Präsidiums gewinnen können. Die Präsidentin des Thüringer Landtags und frühere Vorsitzende des Wissenschaftsrats sowie der vormalige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt komplettieren künftig das Leitungsgremium.

    Der entsprechende Vorschlag des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur wurde heute vom Senat der NTH im Einvernehmen mit den drei Präsidenten der Mitgliedshochschulen der NTH, Professor Jürgen Hesselbach, Technische Universität Braunschweig, Professor Thomas Hanschke, Technische Universität Clausthal sowie Professor Erich Barke von der Leibniz Universität Hannover bestätigt.

    "Mit Dagmar Schipanski und Sigmar Wittig haben wir zwei herausragende Persönlichkeiten der deutschen Wissenschaftslandschaft für das NTH-Präsidium gewinnen können. Beide sind als brillante wissenschaftliche Köpfe ebenso wie als erfolgreiche Forschungs- und Hochschulmanager international bekannt", erklärte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann.

    "Frau Professor Schipanski und Herr Professor Wittig werden durch ihr fundiertes Wissen und ihre Erfahrung zum Erfolg der Niedersächsischen Technischen Hochschule beitragen",sagte der Vorsitzende des NTH-Präsidiums, Professor Jürgen Hesselbach.

    Nach Bestätigung des Vorschlags des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur durch den NTH-Senat erfolgt die Bestellung der beiden externen Mitglieder des Präsidiums durch das Wissenschaftsressort, für eine Amtszeit von vier Jahren.

    Das Ziel der NTH ist es, innerhalb einer gemeinsamen Entwicklungsplanung ein noch stärkeres Profil in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Architektur, Informatik, Naturwissenschaften und Mathematik an den drei Mitgliedshochschulen zu etablieren. Die NTH entwickelt zukunftsgerichtete Forschungsschwerpunkte und -zentren und sorgt für die Abstimmung der Studienangebote. Sie bündelt die gemeinsame Strategie aller drei Mitgliedshochschulen in einer übergeordneten universitären Struktur mit dem Recht der Selbstverwaltung. Mit der NTH wird Niedersachsen auch im Wettbewerb um überregionale und europäische Forschungsfördermittel leistungsfähiger werden, etwa durch gemeinsame Graduiertenkollegs, Sonderforschungsbereiche und Forschungszentren.

    ***

    Hintergrund:

    Prof. Dr. Dagmar Schipanski

    (* 3. September 1943 in Sättelstädt/Thüringen), Wissenschaftlerin und Politikerin, ist Präsidentin des Thüringer Landtags. Sie war Rektorin der Technischen Universität Ilmenau und Vorsitzende des Wissenschaftsrats.

    Nach ihrem Abitur 1962 studierte sie Angewandte Physik an der Technischen Hochschule Magdeburg, wurde 1967 Diplomingenieurin und war dann bis 1985 Assistentin bzw. Oberassistentin an der TH Ilmenau. 1976 promovierte sie auf dem Gebiet der Festkörperelektronik, 1985 Habilitation. 1985 wurde sie in Ilmenau Dozentin und 1990 C4-Professorin. Bis 1993 war sie Dekanin der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der 1992 zur Technischen Universität erhobenen Einrichtung sowie 1995/1996 Rektorin der TU Ilmenau. Prof. Schipanski war Mitglied des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland von 1992 bis 1998 und dessen Vorsitzende von 1996 bis 1998.

    1999 bis 2004 war sie Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Thüringen und wurde am 8. Juli 2004 Präsidentin des Thüringer Landtags.

    1991 wurde Prof. Schipanski Gutachterin der EU für wissenschaftliche Programme. Sie war 1995 bis 2000 Senatorin der Fraunhofer-Gesellschaft und ist seit 1999 Senatorin der Max-Planck-Gesellschaft. Von 1998 bis 2003 war sie Mitglied der UNESCO-Weltkommission für Ethik in Wissenschaft und Technologie und von 2001 bis 2007 Mitglied des Internationalen Beirats der Universität der Vereinten Nationen-Tokyo. Prof. Schipanski wurde in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (Halle an der Saale), in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, in die Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt und in die acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, berufen. Sie ist Ehrendoktor der Slowakischen Technischen Universität Bratislava. Prof. Schipanski ist Mitglied in verschiedenen Stiftungskuratorien und seit 1999 Präsidentin der Deutschen Krebshilfe e. V.

    Prof. Dagmar Schipanski ist evangelisch, verheiratet und hat drei Kinder.

    Preise und Auszeichnungen:

    1996 erhielt Prof. Schipanski das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. 1999 folgte der Arthur-Burkhard-Preis. 2000 erhielt sie den Preis Frauen Europas - Deutschland vom Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland.

    ***

    Prof. Dr. Sigmar Wittig

    (* 25. Februar 1940 in Nimptsch, Niederschlesien) war Rektor der Universität Karlsruhe (TH) und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

    Prof. Wittig studierte Maschinenbau an der RWTH Aachen und promovierte 1967.
    Darauf folgte ein neunjähriger Aufenthalt in den USA, u. a. als Associate Professor an der Purdue University, West Lafayette, Indiana und bei der Westinghouse Electric Corporation in Pittsburgh, Pennsylvania. 1976 erhielt Prof. Wittig einen Ruf an die Universität Karlsruhe und übernahm die Leitung des Instituts für Thermische Strömungsmaschinen. Mehr als zehn Jahre war er Sprecher eines Sonderforschungsbereichs und eines Graduiertenkollegs.

    Von 1994 bis 2002 war er Rektor der Universität Karlsruhe, zwei Jahre Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg und von 2002 bis 2007 Vorstandsvorsitzender des DLR. Zudem war Wittig Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1990 bis 1995), Mitglied des Senats der Fraunhofer Gesellschaft (1993 bis 1998), Mitglied des Senats der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren (1995 bis 1999) und ist seit 2001 Mitglied des Hochschulrats der TU Darmstadt.

    Er ist Mitglied in weiteren nationalen und internationalen Aufsichtsratsgremien, Beiräten und Kuratorien und war Leiter der deutschen Delegation bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) sowie Vorsitzender des ESA-Rates. Prof. Wittig wurde in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (Halle an der Saale), die Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Baden-Württemberg) und in die acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, berufen.

    Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

    Preise und Auszeichnungen:

    Prof. Wittig ist Ehrendoktor der Technischen Universitäten Darmstadt, Budapest (Ungarn), Ufa (Russland), der Purdue University (West Lafayette, USA) und der Aristoteles-Universität Thessaloníki (Griechenland). Prof. Wittig ist Träger des Karl Heinz Beckurts-Preises der Helmholtz-Gemeinschaft, der Heisenberg-Medaille der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, des R. Tom Sawyer Awards der American Society of Mechanical Engineers und des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Seit 2006 ist Prof. Sigmar Wittig Träger des L'Ordre national de la Légion d'Honneur.


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    Prof. Dr. Dagmar Schipanski
    Prof. Dr. Dagmar Schipanski

    Prof. Dr. Sigmar Wittig
    Prof. Dr. Sigmar Wittig


    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Personnel announcements, Science policy
    German


     

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