Alle diesjährigen Absolventen in internationalen Forschungseinrichtungen positioniert
Das Doktorandenzentrum der Universität Mannheim bildet exzellenten Wissenschaftsnachwuchs aus. Die Graduate School of Economic and Social Sciences (GESS) hat im Sommer sechs ihrer Absolventinnen und Absolventen in die nächste Karrierestufe entlassen; die frischgebackenen Doktoren sind sehr gut in die internationale Wissenschaftsgemeinschaft aufgenommen worden. Die fünf Doktorandinnen und Doktoranden aus dem volkswirtschaftlichen Zweig (Center for Doctoral Studies in Economics, CDSE), die im abgelaufenen akademischen Jahr ihre Promotion abgeschlossen haben, werden an internationalen Universitäten und Forschungsinstitutionen weiterforschen. Auch der erste Absolvent des sozialwissenschaftlichen Zweigs (Center for Doctoral Studies in Social and Behavioral Sciences, CDSS), der gerade seine Doktorarbeit in einer Rekordzeit von zwei Jahren fertig gestellt hat, bekam noch vor der Abschlussprüfung ein Postdoc-Angebot eines Max-Planck-Instituts.
Der Direktor der Graduiertenschule, Professor Ernst-Ludwig von Thadden, freut sich über die Erfolge der Absolventen: "Die Qualität einer Graduiertenschule lässt sich daran messen, wie die Nachwuchswissenschaftler nach ihrer Promotion in der Forschungsgemeinschaft Fuß fassen. Die Tatsache, dass unsere Absolventinnen und Absolventen Stellen an sehr guten internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen bekommen, spricht für unsere Doktoranden und für unser Programm."
Von den fünf Absolventen des CDSE werden drei an europäischen Spitzenuniversitäten eine Juniorprofessur antreten: an der Université Toulouse in Frankreich, an der Université Libre de Bruxelles in Belgien und an der Universität Tilburg, Niederlande. Ein vierter Absolvent wird in der Forschungsabteilung der Federal Reserve Bank of Kansas City in den USA arbeiten, und die einzige weibliche Absolventin, Alia Gizatulina, die von Kirgistan über Toulouse nach Mannheim kam, forscht nun am Max-Planck-Institut für Gemeinschaftsgüter in Bonn. Die anderen vier Absolventen sind Franzosen, Polen und Deutsche.
Die Jungwissenschaftler haben ein vielfältiges Themenspektrum in ihren Dissertationen untersucht. Im Bereich der Finanzmarktökonomik z.B. wurde erforscht, welche Einkommensgruppen die besten Kreditrisiken darstellen und wie dies zum Funktionieren von Mikrokrediten in Entwicklungsländern beiträgt (Michal Kowalik); es wurden statistische Methoden entwickelt, mit denen sich die Ursachen für die sich erweiternde Einkommensschere untersuchen lassen (Christoph Rothe); es wurde nachgewiesen, auf welche Weise und aus welchen Gründen die wirtschaftliche Globalisierung lohndrückende Wirkungen haben kann, wenn die Politik nicht gegensteuert (Gonzague Vannoorenberghe); es wurde untersucht, wie Institutionen aussehen müssen, die die Bereitstellung von Gemeinschaftsgütern organisieren, also z.B. eine internationale Behörde, die Maßnahmen gegen den globalen Klimawandel koordinieren soll (Alia Gizatulina); und schließlich ging es um die optimale Struktur von Anreizmechanismen, z.B. der richtigen Setzung von Gehältern von Fußballtrainern (Heiko Karle).
Ebenfalls nach Bonn ans Max-Planck-Institut für Gemeinschaftsgüter wechselt Benjamin E. Hilbig. Diesen August hat er als erster Doktorand im sozialwissenschaftlichen Zweig der Graduiertenschule (CDSS), in dem 2007 mit der englischsprachigen Doktorandenausbildung begonnen wurde, seine Dissertation erfolgreich verteidigt. In nur zwei Jahren verfasste Hilbig seine Doktorarbeit in Psychologie im Bereich Entscheidungsforschung. So hat er herausgefunden, dass ängstliche Menschen häufiger einfache Daumenregeln zur Entscheidungsfindung nutzen, dabei aber auch häufiger Fehler machen. Der Akademische Leiter des CDSS, Professor Bernhard Ebbinghaus, beglückwünscht Hilbig: "Wir freuen uns darüber, dass unser erster Doktorand am CDSS den neuen Doctor of Philosophy (Ph.D.) der Fakultät für Sozialwissenschaften mit summa cum laude verteidigte".
Die Mannheimer Graduate School of Economic and Social Sciences (GESS) ist bundesweit die erste Doktorandenschule, die für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler eine gemeinsame Doktorandenausbildung bietet. Die GESS bietet eine strukturierte Doktorandenausbildung in empirischen und quantitativen Methoden und deren Anwendungen in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und den Sozialwissenschaften (Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie). Ihr Ziel ist es, akademischen Nachwuchs nach besten internationalen Standards auszubilden mit dem Schwerpunkt auf exzellenter Forschung. Organisatorisch ist die GESS in drei Zentren unterteilt: das Center for Doctoral Studies in Business (CDSB), das Center for Doctoral Studies in Economics (CDSE) und das Center for Doctoral Studies in Social and Behavioral Sciences (CDSS). Im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder wird die GESS über fünf Jahre mit sechs Millionen Euro gefördert.
Kontakt:
Dr. Helga Gebauer (Center Manager CDSE)
Steffen Klosterhalfen (Center Manager CDSB)
Dr. Barbara Waldkirch (Center Manager CDSS)
Graduate School of Economic and Social Sciences
Universität Mannheim
68131 Mannheim
Tel. 0621/181-2034
Fax 0621/181-2042
gess@uni-mannheim.de
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Advanced scientific education
German

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