idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
09/03/2009 14:52

Den Schwankungen im Nordatlantischen Subpolarwirbel auf der Spur

Angelika Rockel Pressestelle
Universität Bremen

    Universität Bremen und Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
    kooperieren in neuem BMBF-Verbundprojekt

    Der Subpolarwirbel des Nordatlantiks spielt für das Klima eine wichtige Rolle. Eine offene Frage ist, inwiefern Änderungen in der Bildung von nordatlantischem Tiefenwasser die Stärke der Zirkulation im Subpolarwirbel und der atlantischen meridionalen Umwälzbewegung beeinflussen. Das gerade gestartete Verbundprojekt "Nordatlantik - Teil des Erdsystems" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) widmet sich in seinem Vorhaben "Großräumige Schwankungen im Subpolarwirbel" in den kommenden drei Jahren dieser Aufgabe. Im Rahmen des Verbundprojektes wird das BMBF die Arbeiten der Universität Bremen mit rund 670.000 Euro für drei Jahre unterstützen.

    Wenn der Nordatlantikstrom als Fortsetzung des Golfstromes in unsere Breiten gelangt, führt er warmes und salziges Wasser mit sich, das seinen Ursprung in den Subtropen hat. Auf seinem Weg nach Norden wird die im Ozean gespeicherte Wärme an die Atmosphäre abgegeben. Sie beschert uns in Europa ein vergleichsweise mildes Klima. Das abgekühlte Wasser sinkt zwischen Kanada und Grönland in die Tiefe ab und breitet sich als sogenanntes Tiefenwasser im Weltozean aus. Die Umweltphysiker der Universität Bremen untersuchen in diesem Zusammenhang drei Schlüsselprozesse: die Änderung in der Tiefenwasserproduktion, den Export des Tiefenwassers nach Süden sowie die Stärke des Subpolarwirbels.

    In enger Kooperation mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg wird die Bremer Arbeitsgruppe in jährlichen Abständen Temperatur- und Salzsensoren sowie Strömungmessgeräte in verschiedenen Schlüsselregionen des Nordatlantiks installieren. "Wir wollen in einem umfangreichen Feldexperiment klären, ob etwaige Änderungen der Zirkulation eher am westlichen Rand oder im Beckeninneren des Subpolarwirbels stattfinden", sagt Professorin Monika Rhein von der Universität Bremen. Ihre Arbeitsgruppe legte als Vorleistung bereits in diesem Sommer drei Tiefseeverankerungen aus. Sie sollen die Stärke und Variabilität des Ausstroms aus der Tiefenwasserbildungsregion zwischen Kanada und Grönland vermessen. Erste Ergebnisse werden für den Sommer 2010 erwartet, wenn die Instrumente wieder geborgen werden.

    Das BSH wird im November 2009 drei Verankerungen nahe der Faraday-Bruchzone am Mittelatlantischen Rücken auslegen. Die Messinstrumente dienen der Erfassung des Nordatlantikstroms durch diese wichtige Tiefseepassage. Die Bremer Arbeitsgruppe erfasst die Stärke des Subpolarwirbels am Mittelatlantischen Rücken mit Langzeitmessungen. Hier befinden sich seit 2006 verankerte Bodenecholote, deren Daten Aufschlüsse über die Zirkulationsschwankungen liefern. Durch das Messfeld des BSH werden diese Beobachtungen in idealer Weise erweitert.

    Achtung Redaktionen: In der Uni-Pressestelle kann unter Tel.: 0421 218 60150 oder E-Mail presse@uni-bremen.de eine geographische Abbildung angefordert werden.

    Weitere Informationen:

    Universität Bremen
    Fachbereich Physik/Elektrotechnik
    Institut für Umweltphysik
    Prof. Dr. Monika Rhein
    Tel. 0421 218 62160
    E-Mail mrhein@physik.uni-bremen.de


    More information:

    http://www.ocean.uni-bremen.de


    Images

    Erste Ergebnisse werden für den Sommer 2010 erwartet, wenn die Instrumente wieder geborgen werden.
    Erste Ergebnisse werden für den Sommer 2010 erwartet, wenn die Instrumente wieder geborgen werden.


    Criteria of this press release:
    Environment / ecology, Geosciences, Oceanology / climate
    transregional, national
    Research projects
    German


     

    Erste Ergebnisse werden für den Sommer 2010 erwartet, wenn die Instrumente wieder geborgen werden.


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).