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09/07/2009 14:18

Entzündungsforschung: Rheuma bei Kindern verstehen und behandeln

Dr. Cornelia Rufenach Geschäftsstelle
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.

    Köln/Berlin - Bei Kindern verlaufen entzündlich-rheumatische Erkrankungen mitunter schwerer als bei Erwachsenen. Entsprechend aggressiver muss deshalb häufig auch die Therapie sein. Neueste Erkenntnisse aus der Entzündungsforschung bei Kindern mit rheumatischen Erkrankungen stellen Experten auf dem 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Köln vor. Die DGRh tagt dort vom 23. bis 26. September 2009 gemeinsam mit der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO) und der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR).

    Etwa 20.000 Kinder in Deutschland leiden unter entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Auslöser unkontrollierter Entzündungen kann unter anderem eine Überproduktion des Botenstoffs Interleukin-1beta in den Zellen sein. In einem gesunden Immunsystem sorgt dieser dafür, dass die körpereigene Abwehr feindliche Zellen wie etwa Bakterien bekämpft. Wird die körpereigene Abwehr mobilisiert, ohne dass fremde Erreger vorhanden sind, entwickelt sich diese Entzündung selbst zur Krankheit, zur Autoinflammation: "Der Körper unterhält bei autoinflammatorischen Syndromen ständig ungerichtete Abwehrreaktionen", erläutert Professor Dr. med. Dirk Föll vom Universitätsklinikum Münster im Vorfeld des Kongresses.

    Gerade bei jungen Patienten verlaufen entzündlich-rheumatische Erkrankungen nicht selten aggressiv. Sie ziehen neben den Gelenken häufig auch innere Organe in Mitleidenschaft. "Rheumakranke Kinder müssen daher medizinisch nicht - wie man meinen könnte - sanfter, sondern häufig sogar aggressiver als Erwachsene behandelt werden", betont Kinderrheumatologe Föll. Das heißt, sie bekommen dieselben Medikamente und wenn nötig sogar in kürzeren Abständen. Fortschritte der Entzündungsforschung in der Kinderrheumatologie diskutiert er im Rahmen des 37. Kongresses der DGRh in Köln. Weitere Informationen zum Kongress und zum wissenschaftlichen Programm finden Interessierte um Internet unter www.dgrh.de

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    Unter dem Begriff Rheuma fassen Experten mehr als 100 verschiedene entzündliche
    Erkrankungen des Bewegungsapparates zusammen. Auch die verschleißbedingten Krankheiten wie Arthrose zählen zum sog. "rheumatischen Formenkreis". Menschen jeden Alters sind von diesem oft schweren, schmerzhaften und vielgestaltigen Leiden betroffen: Etwa 1,5 Millionen Deutsche leiden allein an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung. Durchschnittlich dauert es 13 Monate bis Betroffene mit einer rheumatoiden Arthritis zu einem Rheumatologen gelangen und dort Hilfe finden.
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    Ansprechpartner für Journalisten:
    Kongress-Pressestelle
    Anna Julia Voormann
    Postfach 30 11 20
    70451 Stuttgart
    Telefon: 0711 8931-552
    Telefax: 0711 8931-167
    spirgat@medizinkommunikation.org


    More information:

    http://www.dgrh.de/kongress2009.html - Kongresshomepage der DGRh


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    Criteria of this press release:
    Medicine
    transregional, national
    Scientific conferences, Transfer of Science or Research
    German


     

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