idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
09/10/2009 10:16

TU Dortmund sichert sich Sieg beim 4. ChemCar-Wettbewerb: CO2-getriebene Tesla-Turbine glänzt durch Zuverlässigkeit und Präzision

Dr. Kathrin Rübberdt Öffentlichkeitsarbeit
DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

    Das Team der TU Dortmund hat beim 4. ChemCar-Wettbewerb der kreativen jungen Verfahrensingenieure (kjVI) im VDI die Siegesserie der TU Clausthal beendet. Ihr Fahrzeug legte die geforderte Strecke von 11 m in zwei Durchgängen mit Abweichungen von nur 63 bzw. 20 cm am exaktesten zurück und sicherte sich damit den Pokal und die Siegprämie von 2000 Euro vor dem "Autu" der TU Berlin. Den dritten Platz belegte der sPRINTEr der RWTH Aachen. Besondere Aufmerksamkeit fand der "Apokalyptische Schreiter" des Teams von der TH Karlsruhe, der als Geher konzipiert war und auf die Räder verzichtete.

    Insgesamt waren 7 Teams nach Mannheim gereist, um im Rahmen der ProcessNet-Jahrestagung ihre Fahrzeuge gegeneinander antreten zu lassen. Erstmals war dabei durch die WUT Warschau auch das nicht-deutschsprachige Ausland vertreten.

    Nach den diesjährigen Regeländerungen war die Herausforderung, ein Fahrzeug zu bauen, dass eine zuvor geloste Distanz inklusive Ballast möglichst genau erreichen soll, noch größer: Elektromotoren waren dieses Mal nicht erlaubt. Die meisten Teams setzten daher auf chemische Reaktionen, bei denen CO2-Gas freigesetzt wurde. Der dadurch aufgebaute Druck wurde auf unterschiedliche Weise für den mechanischen Antrieb genutzt: Während die Dortmunder Sieger auf eine Tesla-Turbine setzten, betrieben die Berliner ihr Fahrzeug mit einem klassischen Kolben-Hub-Motor. Welche Tücken die Konzeption und Konstruktion eines neuartigen Fahrzeugs bietet, hatten mehrere Teams am eigenen Leib erfahren: Ihre ChemCars waren bei Wettbewerbsbeginn nicht fahrtauglich. Der Beifall und die Anerkennung des fachkundigen Publikums auf der größten deutschsprachigen Konferenz zu Verfahrenstechnik und Chemieinge-nieurwesen waren ihnen trotzdem sicher.

    Der ChemCar-Wettbewerb soll jungen Chemikern und Verfahrenstechnikern nicht nur Spaß am praktischen wissenschaftlichen Arbeiten vermitteln und die Team- und Projektarbeit an den Hochschulen fördern. Er bietet auch die Gelegenheit, den "alten Hasen" der Branche zu zeigen, welche frischen und kreativen Ideen von der neuen Generation erdacht, geplant und umgesetzt werden. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, den "Autoantrieb der Zukunft" zu erfinden, sondern darum, die vielfältigen Möglichkeiten der Chemie und der Verfahrenstechnik intelligent für einen Fahrzeugantrieb einzusetzen. In das Ergebnis fließen neben der Leistung im praktischen Teil auch das Konzept und die Präsentation mit ein.

    Folgende Teams nahmen am 4. ChemCar Wettbewerb teil:

    ·sPRINTEr / RWTH Aachen, 3-facher Teilnehmer
    ·AuTu / TU Berlin, 3-facher Teilnehmer
    ·Grüne Welle / TU Clausthal, 4-facher Teilnehmer
    ·TDI-Dortmund / TU Dortmund, 2-facher Teilnehmer
    ·Der apokalyptische Schreiter / Universität Karlsruhe, erste Teilnahme
    ·Peroximinator / FH Köln, erste Teilnahme
    ·Team Magdeburg, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, 3-facher Teilnehmer
    ·WUT Steam Car / TU Warschau, erste Teilnahme

    Das Autorennen der etwas anderen Art wurde 2006 von den kreativen jungen Verfah-rensingenieuren (kjVI) mit Unterstützung der VDI-GVC Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen und der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. ins Leben gerufen. Die Sponsoren BASF, Bayer Technologies Service, Evonik, Lonza und Merck unterstützen diesen Wettbewerb und haben geholfen, ihn als festen Bestandteil der ProcessNet-Jahrestagung als einen der Programmhöhepunkte zu etablieren. Das Rennen fand im Rahmen des Studenten- und Doktorandenprogramms während der ProcessNet-Jahrestagung 2009 vom 08. bis 09. September in Mannheim statt.


    More information:

    http://www.chemcar.de - Ausführliche Informationen zum Wettbewerb
    http://www.dechema.de/Presse/Fotoarchiv.html - Weiteres Bildmaterial


    Images

    Die Teilnehmer des ChemCar-Wettbewerbs 2009 mit ihren Fahrzeugen
    Die Teilnehmer des ChemCar-Wettbewerbs 2009 mit ihren Fahrzeugen
    Source: DECHEMA/Celik

    Messung der gefahrenen Distanz: Das ChemCar der TU Dortmund glänzte durch Präzision
    Messung der gefahrenen Distanz: Das ChemCar der TU Dortmund glänzte durch Präzision
    Source: DECHEMA/Celik


    Criteria of this press release:
    Chemistry, Mechanical engineering
    transregional, national
    Contests / awards, Miscellaneous scientific news/publications
    German


     

    Die Teilnehmer des ChemCar-Wettbewerbs 2009 mit ihren Fahrzeugen


    For download

    x

    Messung der gefahrenen Distanz: Das ChemCar der TU Dortmund glänzte durch Präzision


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).