Nach dem Prinzip "Neues Jahr. Neues Studium. Neue Biographiephase." startet das nächste Frühjahrssemester der Zeppelin Universität Friedrichshafen (ZU) zum 11. Januar 2010. Die ZU ist mit ihren Bachelor-Studiengängen in Politikwissenschaften, in Kommunikations- und Kulturwissenschaften sowie in Wirtschaftswissenschaften die einzige deutsche Universität, die einen Studienstart Anfang Januar anbietet.
Die ZU hat sich bereits vor drei Jahren zur Einführung der international üblichen Semesterzeiten entschieden, um Studierenden und Wissenschaftlern eine höhere internationale Mobilität zu ermöglichen. "Das hat sich absolut bewährt", so Präsidiumsmitglied Tim Göbel über den akademischen Kalender der ZU, "auf diese Weise entsteht beispielsweise kein Zeitverlust bei Auslandssemestern. Mit dem Ergebnis, dass 94 Prozent der ZU-Studierenden in der Regelstudienzeit von sechs Semestern ihren Abschluss machen."
Gleich dreifach profitieren Studierende von dem Januar-Studienstart: Den Studiengangswechsel könnte man zwar bei einer Quote von fast 40 Prozent beinahe als Normalfall in Deutschland bezeichnen, die generell starren Studienstarttermine zwingen Wechselwillige jedoch, viel Wartezeit in Kauf zu nehmen, weil sie an den meisten Universitäten nur einmal jährlich zum Oktober einen neuen Studiengang aufnehmen können. Studenten, die bereits im laufenden Semester den Wunsch haben, die Uni zu wechseln, können dies bei verschiedenen Startterminen problemlos tun.
Zweitens empfinden viele Abiturienten eine kreative Pause zwischen Abi und Studium als sehr förderlich. ZU-Student und Januar-Starter Malte Windwehr, Studierender der Kommunikations- und Kulturwissenschaften im dritten Semester, drückt es so aus: "Das halbe Jahr in Unternehmen und auf Reisen zu verbringen und ab Januar an der ZU anfangen zu können, hat mich mit der Freiheit ausgestattet, noch mehr auszuprobieren und über den Tellerrand blicken zu können. Viele Kommilitonen in meinem Jahrgang haben das ähnlich gemacht, das liefert nun unheimlich spannende Gesprächsgrundlagen in den Seminaren." Somit ermöglicht der Start Anfang Januar für viele Abiturienten eine kleine Zwischenphase, die für Praktika, Projekte und Persönlichkeitsentwicklung genutzt werden kann. "Der Wechsel von der Schulbank in den Seminarraum so ganz ohne Umweg ist für viele weniger attraktiv", hat ZU-Präsidiumsmitglied Tim Göbel festgestellt.
Und schließlich die internationale Passung: Fast alle Universitäten im deutschsprachigen Raum haben umgestellt, wie die Schweizer Universitäten belegen. Bisher hat in Deutschland neben der ZU einzig die Universität Mannheim die Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz aufgegriffen und auf das sogenannte Herbstsemester und Frühjahrsemester umgestellt. Allerdings starten die Mannheimer mit den Vorlesungen nach der Weihnachtspause erst am 15. Februar. Dies machen fast alle Universitäten in der Schweiz ebenfalls so, die für viele deutsche Studierende ebenfalls von Interesse sind. So beginnen die Universitäten in Zürich, Bern, St. Gallen und Basel etwa alle am 16. Februar mit dem Frühjahrssemester. In Deutschland vertrauen die großen Universitäten auf die Tradition und beginnen in der Regel mit den Vorlesungen ab dem 20. April.
Bewerbungen für das Frühjahrssemester der ZU werden derzeit angenommen unter www.zeppelin-university.de/bewerbung
Zum Hintergrund: Die im Frühjahr 2007 von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) verabschiedete "Empfehlung zur Harmonisierung der Semester- und Vorlesungszeiten an deutschen Hochschulen im Europäischen Hochschulraum" ist bislang so gut wie noch gar nicht umgesetzt. Die HRK hatte damals den Hochschulen nahegelegt, zur Verbesserung der internationalen Mobilität der Studierenden die Vorlesungszeiten bei Beibehaltung der geltenden Semesterwochenzahlen dem in Europa und den USA vorherrschenden Muster anzupassen und entsprechend vorzuverlegen. Konkret bedeutet dies: Start des Herbst/Wintersemesters direkt Anfang September sowie ein Start des Frühjahrs-/Sommersemesters nicht später als Anfang März. Die HRK hielt es für auf Dauer nicht hinnehmbar, dass die Vorlesungs- und Prüfungszeiten des deutschen Wintersemesters im Februar/März mit fast allen Frühjahr-/Sommersemesterzeiten im Ausland kollidieren. Denn dies behindere die weiterhin zu fördernde internationale Mobilität der Studierenden, so die HRK.
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Studies and teaching
German

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