Kollaboration im Sinn von Austausch und Zusammenarbeit ist zu einem Kennzeichen jüngster ökonomischer Entwicklungen geworden. Beispiele hierfür sind Trends wie Wikinomics und Open Source, aber auch die Kreativwirtschaft und neue Partnerschaften zwischen Staat, Unternehmen und Zivilgesellschaft. Auf der Tagung am 29. und 30. September 2009 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) wird beleuchtet, ob die Zunahme kooperativer Markttendenzen ein Indiz für die Herausbildung einer "kollaborativen Ökonomie" ist, die stärker als bisher durch verdichtete Interaktionen und geteilte Handlungsmuster gekennzeichnet ist.
Die TeilnehmerInnen aus Wissenschaft und Praxis werden diskutieren, ob Organisationen und Märkte sich verändern, wenn Vertrauen, Wertekommunikation und gesellschaftliche Verantwortung immer wichtiger werden.
Die Tagung wird vom Center for Responsibility Research (CRR) am KWI veranstaltet. Das CRR beschäftigt sich mit Fragen der Unternehmenskultur und Unternehmensethik (Corporate Social Responsibility), der Verantwortung des Konsumenten (Consumer Responsibility), den moralischen Grundlagen des Liberalismus und der Klimaverantwortung. Leiter des CRR ist der Philosoph Ludger Heidbrink, zu dessen Forschungsgebieten die moderne Ethik, Sozial- und Politische Philosophie sowie Kulturphilosophie gehören. Das CRR versteht sich als Schnittstelle zwischen Fachwissenschaft und Öffentlichkeit. So ist neben den geplanten Forschungsprojekten die Intensivierung des gesellschaftlichen Dialogs über zukunftsfähige Verantwortungsstrategien ein wichtiges Ziel.
Wissenschaftliche Leitung:
Ludger Heidbrink und Patrick Linnebach, Center for Responsibility Research (CRR) am KWI
TeilnehmerInnen:
Johannes Berger (Universität Mannheim), Tanja Dückers (Schriftstellerin, Berlin), Susanne Lang (Center for Corporate Citizenship Deutschland, Berlin), Franz Liebl (Universität der Künste Berlin), Michèle Morner (Universität Witten/Herdecke), Sophie Mützel (Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin), Birger Priddat (Universität Witten/Herdecke), Nico Stehr (Zeppelin University Friedrichshafen), Josef Wieland (Hochschule Konstanz), Arnold Windeler (TU Berlin)
Datum: 29. September 2009, 18.30-20.00 Uhr, und
30. September 2009, 9.30-16.30 Uhr
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestraße 31, 45128 Essen
Anmeldung:
Ursula Sanders, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),
Tel. 0201/7204-154, ursula.sanders@kwi-nrw.de
Kontakt:
Magdalena Schaeffer, Pressesprecherin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),
Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-215.html und
http://www.kulturwissenschaften.de/verantwortungskultur
Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.
Criteria of this press release:
Cultural sciences, Economics / business administration, Philosophy / ethics, Politics
regional
Miscellaneous scientific news/publications
German

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