Auf dem Campus der Universität Stuttgart in Vaihingen wird am Dienstag, den 13. Oktober der Grundstein für ein besonderes Projekt gelegt: Das Raumfahrt-Zentrum Baden-Württemberg (RZBW). Gemeinsam mit dem Bund und zahlreichen Partnern wird die Universität Stuttgart hier ein landesweites Raumfahrtforum für Wissenschaft, Industrie und Öffentlichkeit schaffen. Mit dem RZBW soll der Technologietransfer und Gedankenaustausch zwischen den beteiligten Institutionen gefördert und ausgebaut werden. Der Neubau am Pfaffenwaldring 29 mit knapp 1.700 Quadratmetern Hauptnutzfläche wird unter anderem das Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) mit seinem Kleinsatellitenprogramm und das Deutsche SOFIA Institut mit der fliegenden Sternwarte SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie) beherbergen. Das RZBW bietet einerseits beste Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung und zugleich der interessierten Öffentlichkeit direkten Zugang zu den vielfältigsten Informationen, Veranstaltungen und Ausstellungen zum Thema Raumfahrt. Im Sommer 2011 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Die Baukosten belaufen sich auf sieben Millionen Euro.
Zur Grundsteinlegung sind Medienvertreter herzlich eingeladen. Nach der Begrüßung durch die Leiterin des Universitätsbauamts Stuttgart und Hohenheim, Sybille Müller, werden die Direktorin des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Annette Ipach-Öhmann, Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel und IRS-Direktor Prof. Hans-Peter Röser sprechen.
Zeit: Dienstag, 13. Oktober 2009, 14.00 Uhr
Ort: Campus Vaihingen, Pfaffenwaldring 29
Ein wichtiger Aspekt bei der Wahl des Standorts war die räumliche Nähe zu den Luft- und Raumfahrtinstituten der Universität. Der etwa 60 Meter lange gebogene Raumkörper wird mit seiner freien, organischen Form leicht auf dem Campus erkennbar sein. Auf drei Geschossen werden sich Labor- und Büroräume, Veranstaltungs- und Gemeinschaftszonen und großzügige Ausstellungsflächen verteilen. Hochwertige Exponate der Raumfahrtgeschichte sowie Modelle aktueller Projekte werden Einblicke in die Arbeit des IRS und die Entwicklung der Raumfahrt geben. Stuttgarter Wissenschaftler werden dort mit der baden-württembergischen Industrie gemeinsam Spitzenforschung und -entwicklung betreiben. Die exzellent ausgestatteten Laborräume und Teststände entsprechen modernsten Anforderungen. Die verschiedenen Elemente der Stuttgarter Kleinsatelliten können künftig auch vor Ort integriert und getestet, Kameras und Spektrometer unter idealen Bedingungen entwickelt werden. Der Reinraum erlaubt darüber hinaus den Umgang mit Instrumenten, die bereits nach ESA Richtlinien für den Flug zertifiziert wurden. Die mit dem Flugzeugobservatorium SOFIA gewonnen Infrarotdaten können mit Hilfe der vorhandenen Bildverarbeitungseinrichtungen optimal für die Wissenschaft ausgewertet werden. Für die Studierenden der Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie gewinnt die Ausbildung damit zusätzliche Attraktivität.
SOFIA-Vertrag verlängert
Der Vertrag zwischen der Universität Stuttgart und der Raumfahrtagentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zur Weiterführung des Deutschen SOFIA-Instituts ist vor kurzem für weitere vier Jahre bis Ende 2012 verlängert worden. Im Rahmen eines deutsch-amerikanischen Kooperationsprojektes wird die fliegende Sternwarte SOFIA, eine umgebaute Boeing 747 SP mit einem 2,7-Meter Teleskop an Bord, von Stuttgarter Wissenschaftlern betreut. Erste Beobachtungen werden voraussichtlich ab 2010 stattfinden. Später wollen Astronomen dann mehrmals wöchentlich mit SOFIA abheben, um zum Beispiel die Entstehung junger Sterne und Planetensysteme zu beobachten oder das Zentrum unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, genauestens zu untersuchen.
Zahlen und Fakten
Baubeginn: 2009
Bezug: 2011
Standort: Pfaffenwaldring 29
Hauptnutzungsfläche: 1.678 m2
Sitzplätze im Hörsaal: 129
Sitzplätze im Seminarraum: 55
Laborfläche: 301 m2
Bürofläche/räume: 1.135 m2
Ausstellungsfläche: 205 m2
Fotos zum Raumfahrtzentrum finden Sie unter
http://www.irs.uni-stuttgart.de/aktuelles/Galerie.html#RZBW
Infos zum Institut für Raumfahrtsysteme unter
http://www.irs.uni-stuttgart.de/
Infos zum Deutschen SOFIA-Institut unter
http://www.dsi.uni-stuttgart.de/
Der Neubau wird mit seiner organischen Form leicht erkennbar sein.
Source: (Foto: Janzer)
Criteria of this press release:
Construction / architecture, Materials sciences, Traffic / transport
transregional, national
Organisational matters, Press events
German

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