idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
10/21/2009 15:04

Wissenschaftler und Brandenburger Landwirte entwickeln gemeinsam Anpassungsstrategien an den Klimawandel

Heike Schäfer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

    Etwa 30 Landwirte, landwirtschaftliche Berater und Wissenschaftler nahmen die Einladung zum ersten Akteurstreffen im Teilprojekt "Klimaflexibler integrierter Landbau" des Projektnetzwerkes INKA BB am 20. Oktober 2009 nach Müncheberg an. Eingeladen hatten Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. und der Landesbauernverband Brandenburg e. V. um ihr Projekt vorzustellen. Mit den Gästen aus Wissenschaft, Beratung und Praxis wurden die weiteren Projektschritte gemeinsam diskutiert.

    Unter Wasser stehende Winterungen im Frühling, vertrocknete Maisbestände in den Sommermonaten, Staubstürme im Herbst, - sehen so die Äcker Brandenburgs in der Zukunft immer öfter aus? Starkregen, Stürme, lange Trockenperioden aber auch zunehmend längere Vegetationszeiten sind die Herausforderungen durch den Klimawandel an die landwirtschaftlichen Betriebe in Brandenburg.

    Was können Landwirte zusammen mit Wissenschaftlern tun, um die durch den Klimawandel bedingten Produktionsrisiken zu minimieren? Wo besteht Forschungsbedarf und welche Anpassungsstrategien sind in der Praxis umsetzbar? Welche Rolle spielt dabei die Politik? Welche Stärken und Chancen aber auch welche Schwächen und Risiken sehen Wissenschaftler und Landwirte? Diese Fragen wurden mittels SWOT - Analyse am Dienstag veranschaulicht und damit die Verständnisgrundlage für die kommende Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Teilprojekt geschaffen.

    Wissenschaftler zeigten in Vorträgen den Landwirten zum einen die möglichen Schäden durch den Klimawandel und zum anderen zu erprobende Anpassungsstrategien auf. Diese umfassen die Gesamtheit ackerbaulicher Maßnahmen, von den Bestell- und Bodenbearbeitungsverfahren, des Düngungsregimes, des Pflanzenschutzmanagement bis hin zur Fruchtfolgegestaltung, die fundierte Kenntnisse über ihre Wirkungen im System Boden/Pflanze unter Praxisbedingungen erfordern. Hier besteht noch großer Forschungsbedarf.

    Ob nun die Landwirte eine reduzierte Bodenbearbeitung - wie sie von Prof. Dr. Frank Ellmer (Humboldt Universität Berlin) auf Grundlage langjähriger Versuchsergebnisse präferiert wurde, oder der Direktsaat, die von Christoph Felgentreu, (Deutsche Saatveredlung AG), vorgestellt wurde, den Vorzug geben, hängt letztendlich von verschiedenen betriebsexternen wie auch -internen Einflussgrößen ab. Dazu gehören agrarpolitische Rahmenbedingungen, internationale Entwicklung der Märkte, die natürlichen Standortbedingungen, Betriebsgröße, ökonomische Zwängen, die technische Ausstattung der Betriebe sowie die Experimentierfreudigkeit und Risikobereitschaft der Betriebsleiter.

    Deshalb werden notwendige auf die konkrete Betriebssituation zugeschnittene Entscheidungshilfen wie auch wissenschaftlich fundierte - in der Praxis erprobte klimaflexible Anbausysteme zusammen mit Brandenburger Landwirten durch das Projekt entwickelt


    More information:

    http://Dr. Johann Bachinger, Tel.: 033432-82 265, jbachinger@zalf.de bzw finden Sie unter http://www.inka-bb.de


    Images

    Criteria of this press release:
    Environment / ecology, Oceanology / climate, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Research projects, Transfer of Science or Research
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).