"Zivilgesellschaft in Zahlen" misst die Bedeutung des gemeinnützigen Sektors in Deutschland. Politik soll die statistische Erfassung des gemeinnützigen Sektors unterstützen.
Einladung zur Tagung
4. Dezember 2009, 10:00 - 12:30 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22/23 , 10117 Berlin
Derzeit gibt es keine aktuellen Daten zur Größe, Struktur, Finanzierung und Rolle des gemeinnützigen Sektors in Deutschland. Es ist nicht bekannt, wie viele gemeinnützige Organisationen es in den einzelnen Bereichen gibt, wie viele Ehrenamtliche aktiv sind oder wie viele Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte im gemeinnützigen Sektor beschäftigt sind. Auch die Bedeutung des Sektors für die Wirtschaftskraft Deutschlands ist somit nicht erforscht.
Das Projekt "Zivilgesellschaft in Zahlen" des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der Bertelsmann Stiftung und der Fritz Thyssen Stiftung trägt dazu bei, die Struktur und die Leistungen der Zivilgesellschaft zu erfassen und darzustellen. Ziel des Projekts ist es, statistische Daten zu erheben, um die Ausprägungen des gemeinnützigen Sektors in Deutschland besser abbilden zu können.
Damit wird die Voraussetzung geschaffen, Grundlagendaten zur Entwicklung und zu den Potenzialen der Zivilgesellschaft für Akteure im gemeinnützigen Sektor, in Politik und Wissenschaft sowie für die breite Öffentlichkeit bereitzustellen. Stiftungen z.B. brauchen die Daten, um ihre Aktivitäten zu optimieren, besser zu koordinieren, aber auch um die Notwendigkeit ihrer Arbeit darzustellen und zu begründen. Auch die Politik benötigt die entsprechenden Daten - nicht zuletzt, um den Anteil an der Erbringung sozialer Dienstleistungen festzustellen. "Eine regelmäßige Datenerhebung soll Leistungen und Bedeutung des Sektors belegen und aufzeigen, in welche Richtungen Handlungsbedarf besteht, um die Entwicklung des gemeinnützigen Sektors zu fördern", so Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung.
"Zivilgesellschaft in Zahlen" soll die Grundlagen für ein Informationssystem legen, das regelmäßig die relevanten Informationen bereitstellt und zudem den internationalen Kriterien genügt. Um ein solches Informationssystem aufzubauen, bedarf es eines engen Schulterschlusses zwischen Politik und Vertretern des Dritten Sektors. Um die langfristige Sicherung und Bereitstellung der Daten zu gewährleisten, muss deren regelmäßige Erhebung in die amtliche Statistik integriert werden. "Die drei Stiftungen sind in Vorleistungen getreten. Auf Dauer muss sich der Staat stärker in der Verantwortung sehen", fordert deshalb Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes. Mit der heutigen Veranstaltung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.
Wie ein solches Informationssystem beschaffen sein muss, damit es den Anforderungen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft genügt, ist Gegenstand der Veranstaltung "Auf dem Weg zu einem Informationssystem Zivilgesellschaft'" am 4. 12. 2009 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Mit Beiträgen verschiedener Experten wird erörtert, welche Daten u. a. als Grundlage für politische Entscheidungen benötigt werden. Am Beispiel der Themenfelder "Umweltschutzorganisationen" und "Privatschulen" wird die aktuelle Datenlage diskutiert und aufgezeigt, an welchen Stellen der Bedarf noch nicht abgedeckt ist. Anschließend werden Experten erklären, wie sich diese Lücken am besten schließen lassen.
Medienvertreter sind zur Teilnahme an der Veranstaltung herzlich eingeladen. Das komplette Konferenzprogramm ist unter der Internetadresse www.zivilgesellschaft-in-zahlen.de einsehbar.
Anmeldungen bitte unter presse@stifterverband.de oder Telefon: (02 01) 84 01 - 159.
Pressekontakt:
Michael Sonnabend
Pressesprecher
Telefon: 0201/8401-181
E-Mail: michael.sonnabend@stifterverband.de
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Press events, Scientific conferences
German

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