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12/01/2009 11:57

7. Göttinger Freilandtage vom 08.-11.12.2009

Dr. Dr. Michael Schwibbe Stabsstelle EDV/Kommunikation
Deutsches Primatenzentrum GmbH - Leibniz-Institut für Primatenforschung

    Im Mittelpunkt der VII. Göttinger Freilandtage (8. - 11. Dezember 2009) stehen langfristig angelegte Verhaltens- und Populationsstudien freilebender Primaten.

    Beginnend mit den Untersuchungen an Japanmakaken im Jahr 1948 wurden in den vergangenen 60 Jahren weltweit zahlreiche Feldstationen gegründet an denen Verhalten, Ökologie und Demographie von wilden Primaten kontinuierlich untersucht werden. Solche langfristigen Projekte sind gerade in der Primatologie notwendig, weil Primaten langsamere Lebensgeschichten und höhere Lebenserwartungen haben als die meisten anderen Säugetiere. Um eine komplette Lebensgeschichte zu verfolgen, also um zu dokumentieren, wann ein junger Primat entwöhnt und geschlechtsreif wird, wann sie sich zum ersten Mal fortpflanzt, in welchem Abstand wie lange danach wie viele weitere Nachkommen geboren werden, in welchem Alter und in welcher Verfassung Wechsel zwischen Gruppen stattfindet, in welchem Alter welche Mortalitätsfaktoren das Überleben beschneiden, wie sich soziale Beziehungen über ein ganzes Leben entwickeln und wie sich möglicherweise populationsspezifische Verhaltensweisen herausbilden, müssen bekannte Individuen zum Teil über Jahrzehnte verfolgt und beobachtet werden.
    Diese Form der Feldarbeit bringt eine Reihe von spezifischen Fragen und Problemen mit sich. Zum einen erfordern langfristig ausgerichtete Projekte eine spezifische Infrastruktur sowie besondere Methoden der Datenerhebung und -verwaltung. Außerdem ist es oft schwierig, entsprechend langfristig ausgerichtete Fördermittel einzuwerben, um mit den jeweils nationalen Kooperationspartnern nachhaltige Strukturen zu planen. Langfristig arbeitende Feldstationen haben andererseits oft eine Ausstrahlkraft, die sowohl die Initiation von neuen Projekten erleichtert, als auch zum Schutz von ganzen Regionen beiträgt. Schließlich können nur langfristig ausgerichtete Projekte Aussagen über demographische Entwicklungen, mögliche Anpassungen an Klimaänderungen sowie geschlechts- und artspezifische Lebenslaufstrategien machen; allesamt zentrale Fragestellungen der Verhaltensökologie.
    Bei den von der DFG und dem DPZ finanzierten VII. Göttinger Freilandtagen werden 20 eingeladene Redner aus aller Welt die Geschichte und Infrastruktur ihrer Stationen in Afrika, Madagaskar, Asien und Südamerika sowie Höhepunkte ihres wissenschaftlichen Arbeitens, die nur durch die Auswertung von Langzeitdaten möglich waren, vorstellen.
    Bei den Göttinger Freilandtagen handelt es sich um einen Kongress, bei dem alle zwei Jahre eine aktuelle Frage aus dem Bereich der Evolution und des Verhaltens von Primaten thematischer Schwerpunkt einer mehrtägigen Veranstaltung ist. Die weltweit führenden Experten beleuchten dabei das jeweilige zentrale Thema aus den verschiedensten Blickwinkeln. Die Freilandtage werden vom Göttinger Professor Peter Kappeler und den Mitarbeitern seiner Abteilung Verhaltensökologie & Soziobiologie am Deutschen Primatenzentrum organisiert.

    Die interessierte Presse hat am Mittwoch, den 9. Dezember von 15:30-16:15h Gelegenheit, sich gezielt mit einzelnen Referenten zu unterhalten.

    Veranstaltung: 7. Göttinger Freilandtage
    Ort: Hörsaal des MPI für biophysikalische Chemie, Am Fassberg, Göttingen
    Zeit: 8.-12.12.2009
    Kontaktperson: Prof. Dr. Peter Kappeler, pkappel@gwdg.de oder 0551-3851-284 oder 0551-397317


    More information:

    http://www.soziobio.uni-goettingen.de/welcome.html ausführliches Programm
    http://dpz.eu Deutsches Primatenzentrum DPZ


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    Um die komplette Lebensgeschichte von Primaten zu verstehen, müssen  individuell bekannte Tiere von der Geburt bis zum Tod beobachtet werden.
    Um die komplette Lebensgeschichte von Primaten zu verstehen, müssen individuell bekannte Tiere von ...

    Selbst die kleinsten Primaten (hier: alter Mausmaki aus Madagaskar)  werden viel älter als andere Säugetiere der selben Größe und müssen  daher über Jahrzehnte beobachtet werden.
    Selbst die kleinsten Primaten (hier: alter Mausmaki aus Madagaskar) werden viel älter als andere Sä ...


    Criteria of this press release:
    Biology, Environment / ecology, Psychology
    transregional, national
    Scientific conferences, Transfer of Science or Research
    German


     

    Um die komplette Lebensgeschichte von Primaten zu verstehen, müssen individuell bekannte Tiere von der Geburt bis zum Tod beobachtet werden.


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    Selbst die kleinsten Primaten (hier: alter Mausmaki aus Madagaskar) werden viel älter als andere Säugetiere der selben Größe und müssen daher über Jahrzehnte beobachtet werden.


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