Der Bildungsbericht 2010 bestätigt die Prognose des Berliner Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) zur Zahl der Studienanfänger in den nächsten Jahren, die bereits im November 2009 vorgelegt wurde. Die Szenarien des FiBS und des Bildungsberichts zeigen in den einzelnen Jahren nur geringfügige Abweichungen. Dieses Ergebnis bestätigt die hohe Prognosegenauigkeit, die das FiBS mit seinem Modell EduSim© erreicht hat und seit einigen Jahren die frühzeitige Antizipation zukünftiger Entwicklungen im Bildungssystem ermöglicht.
FiBS hatte seine Prognose nach dem starken Anstieg der Studienanfängerzahlen im Jahr 2009 deutlich angehoben, nun folgen das Statistische Bundesamt und die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) dieser Linie und schätzen den Mehrbedarf an Studienplätzen in einer Basisvariante auf 340.000 und damit auf knapp 65.000 Plätze mehr, als im Hochschulpakt II geplant. Dies setzt allerdings voraus, dass die Studierneigung bereits 2010 wieder leicht gegenüber dem Vorjahr sinkt. „Dies erscheint aufgrund des Nachholbedarfs sowie der Aufnahme der Berufsakademien in das Hochschulsystem wenig wahrscheinlich,“ erwartet Bildungsökonom Dr. Dieter Dohmen.
Das FiBS berechnet für den Hochschulpakt 2011/15 einen Bedarf von 450.000 zusätzlichen Studienanfängerplätzen. Dies ist etwas weniger, als der Bildungsbericht in seinem oberen Szenario ermittelt.
Das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) verfügt mit seinem Simulationsmodell EduSim© über ein Instrument, das den Schul-, Berufsbildungs- und Hochschulbereich im Hinblick auf Anfänger, Abschlüsse und Übergangsverhalten simulieren kann. Das Prognoseisntrument ist damit als Grundlage für Bedarfs- und Kapazitätsplanung von Bildungs- und Wissenschaftsministerien geeignet. Da aus den Bildungsabschlüssen das Fachkräfteangebot abgeleitet werden kann, sind die Ergebnisse auch für Wirtschaftsministerien, Verbände und Unternehmen von Interesse.
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Kontakt: Birgitt A. Cleuvers (FiBS), Tel. 0 30 – 84 71 22 3–20
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transregional, national
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