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07/08/2010 10:00

Der Asiatische Marienkäfer: Nützling, Schädling oder Lästling?

Dr. Gerlinde Nachtigall Pressestelle
Julius Kühn-Institut

    Julius Kühn-Institut bittet Obst- und Weinbauer mit Fragebogen um aktuelle Informationen und organisiert am 8./9. Juli Fachgespräch zum Neuankömmling
    http://www.jki.bund.de/harmonia.html

    Siebeldingen (08.07.2010) Im Sommer und Herbst könnte er zum Schrecken mancher Obst- und Weinbauern ebenso wie mancher Anwohner werden: der Asiatische Marienkäfer, Harmonia axyridis. Seit ungefähr 10 Jahren hat er sich in Deutschland fest etabliert. Winzer befürchten, dass der Neuankömmling die typischen Geschmacksnoten des Weins beeinträchtigen kann, wenn zu viele Käfer mit in die Maische geraten; Obstbauern, dass er vor allem weichhäutiges Obst wie Himbeeren anfressen kann. Allerdings gibt es noch viele offene Fragen, denen das Julius Kühn-Institut (JKI) in den kommenden Jahren wissenschaftlich auf den Grund gehen will. „Um die aktuelle Verbreitung von Harmonia in den verschiedenen Wein- und Obstanbaugebieten zu erfassen und seine ökologischen Ansprüche besser zu verstehen, haben wir einen Fragebogen entwickelt“, so Susanne Kögel vom JKI-Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau. „Wir bitten Obst- und Weinbauern, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um die Fragen zu beantworten und uns per Mail, Fax oder Post zu senden“. Weiterhin informiert ein neu aufgelegtes Faltblatt des JKI über den Käfer.

    Am 8. und 9. Juni findet am JKI außerdem ein erstes Fachgespräch zu H. axyridis statt. Ziel ist, die bisherigen Kenntnisse zur Biologie und Verbreitung des Käfers, zu möglichen gesundheitlichen Risiken oder Problemen bei der Weinbereitung zusammenzufassen und auszutauschen. Es wird ebenfalls darum gehen, welche Schäden er tatsächlich verursachen kann und welcher Nutzen (zum Beispiel als Blattlausräuber) dem gegenüber steht. Diese und weitere Themen werden von rund 40 Wissenschaftlern präsentiert und diskutiert. „Wir gehen davon aus, dass wir nach diesem ersten Zusammentreffen Ansätze für gemeinsame Forschungsprojekte entwickeln, damit rasch Lösungen für die noch offenen Fragen in den Bereichen Pflanzenschutz, aber auch der Schädlingsbekämpfung und des Verbraucherschutzes gefunden werden“, sagte der Präsident des Julius Kühn-Instituts, Dr. Georg F. Backhaus, bei der Eröffnung.

    Wissenschaftliche Ansprechpartner:
    Dr. Christoph Hoffmann
    Dr. Jürgen Gross
    Susanne Kögel
    Julius Kühn-Institut (JKI) - Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau
    Tel.: 06345 41-137 oder -221
    Tel.: 06221 86805-21 (Dr. Gross)


    More information:

    http://www.jki.bund.de/harmonia.html - Fragebogen für Wein- und Obstbauern
    http://www.jki.bund.de/harmonia.html - Faltblatt des JKI "Asiatischer Marienkäfer"
    http://www.jki.bund.de/harmonia.html - Programm des Fachgespräches am JKI am 8./9.7.2010


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    Asiatische Marienkäfer können sehr unterschiedlich gefärbt sein
    Asiatische Marienkäfer können sehr unterschiedlich gefärbt sein
    Source: Julius Kühn-Institut


    Criteria of this press release:
    Biology, Environment / ecology, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Research results, Scientific conferences
    German


     

    Asiatische Marienkäfer können sehr unterschiedlich gefärbt sein


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