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10/19/2010 11:13

„Ultraschall 2010”: Chronische Darmerkrankungen rasch und schmerzfrei mit Ultraschall beurteilen

Anna Julia Voormann Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

    Mainz – Rund 320 000 Menschen in Deutschland leiden an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Mit Ultraschall können Ärzte entzündliche Veränderungen der Darmwand und deren Verlauf zuverlässig und schonend beurteilen. Über den Einsatz der Sonografie bei der Diagnostik von Darmerkrankungen diskutieren die Teilnehmer von „Ultraschall 2010“, dem 34. Dreiländertreffen der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. Die Tagung findet vom 20. bis 23. Oktober 2010 im Congress Centrum Mainz statt.

    Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind lebensbegleitende chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Ihre genaue Ursache ist bislang nicht bekannt. Beide beginnen vorzugsweise im jungen Erwachsenenalter und verlaufen in Schüben. Neben Durchfällen und Bauchschmerzen leiden die Patienten oft auch unter Fieber und vielfältigen anderweitigen Symptomen. Eine rasche Diagnose und Therapie trägt entscheidend dazu bei, die Beschwerden Betroffener zu lindern. Im Verlauf unterscheiden sich die beiden Krankheiten: Bei Morbus Crohn erfasst die Entzündung abschnittsweise die Darmwand und greift mitunter auf den Bauchraum über. Colitis ulcerosa bleibt meist auf die Schleimhaut beschränkt, kann aber den gesamten Dickdarm befallen.

    Vor allem bei Morbus Crohn hat die Ultraschalluntersuchung heute einen hohen Stellenwert für die Verlaufskontrolle. „Sonografisch werden die befallenen Darmsegmente deutlich sichtbar”, sagt Professor Christoph F. Dietrich, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am Caritaskrankenhaus Bad Mergentheim. Aber auch Veränderungen in der Umgebung des Darms ließen sich gut darstellen. Dazu gehören beim Morbus Crohn Fistelgänge, Abszesse und Vergrößerungen der Lymphknoten.

    „Die Untersuchung ergänzt eine Darmspiegelung, mit der die Schleimhautschäden nur oberflächlich eingesehen werden können. Ultraschall zeigt dagegen, ob die Entzündung auch tiefere Schichten der Darmwand erfasst hat“, so Dietrich. Jeder Krankheitsschub bringt neue Schäden im Darm mit sich. „Doch da die Sonografie den Patienten nicht unnötig belastet, können wir die Untersuchung jederzeit wiederholen”, sagt der Experte. Sie erreicht dabei heute die Treffsicherheit sehr viel aufwändigerer Verfahren wie etwa der Kernspintomografie

    Neueste Erkenntnisse und Besonderheiten des medizinischen Ultraschalls bei Darmerkrankungen ist eines der Themen, das Ärzte bei „Ultraschall 2010” vom 20. bis 23. Oktober 2010 im Congress Centrum Mainz erörtern. Umfassende Kongressinformationen sowie Fortbildungsbeiträge und Expertenpodcasts zu den Themen des 34. Dreiländertreffens sind unter www.ultraschall2010.de abrufbar.

    Terminhinweis:
    Kongress-Pressekonferenz
    21. Oktober 2010, 11.00 bis 12.00 Uhr,
    Congress Centrum Mainz, Dijonsaal, Rheinstraße 66, 55116 Mainz

    Themen und Referenten:

    34. Dreiländertreffen von DEGUM, ÖGUM und SGUM – Daten, Fakten und Highlights
    Professor Dr. med. Eberhard Merz
    Kongresspräsident und Vize-Präsident der DEGUM, Direktor der Frauenklinik Krankenhaus Nordwest, Frankfurt am Main

    Ultraschall in der Geburtshilfe – Fortschritte der Fehlbildungsdiagnostik im ersten Drittel der Schwangerschaft
    Professor Dr. med. Eberhard Merz

    Ultraschall in der Neurologie: Time is brain – Schlaganfallursachen schnell diagnostizieren und behandeln
    Professor Dr. med. Christian Arning
    Chefarzt der Abt. Neurologie, Asklepios Klinik Hamburg-Wandsbek

    Der plötzliche Säuglingstod: Kann der Ultraschall Risikokinder identifizieren?
    Professor Dr. med. Karl-Heinz Deeg
    Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche der Sozialstiftung Klinikum Bamberg, Bamberg

    Brustkrebs früh erkennen: Wie helfen neue Ultraschall-Verfahren?
    Professor Dr. med. Helmut Madjar
    Fachbereichsleiter Gynäkologie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH, Wiesbaden

    Mit Kontrastmitteln Lebertumore noch sichtbarer machen: Neue Techniken der Kontrastverstärkten Sonografie
    Dr. med. Hans-Peter Weskott
    Vorstandsmitglied der DEGUM, Leiter Zentrale Sonografie Abteilung, Klinikum Siloah, Klinikum Region Hannover

    Kontakt für Journalisten:
    Deutsche Gesellschaft für
    Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
    Pressestelle
    Postfach 30 11 20
    70451 Stuttgart
    Telefon: 0711 8931-423
    Fax: 0711 8931-167
    hommrich@medizinkommunikation.org


    More information:

    http://www.ultraschall2010.de Website 34. Dreiländertreffen
    http://www.degum.de Website Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)


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    Criteria of this press release:
    Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
    transregional, national
    Press events, Scientific conferences
    German


     

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