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02/16/2011 12:16

Gold- und Silbermedaille für Bio-Rieslinge des Julius Kühn-Instituts aus Bernkastel-Kues

Dr. Gerlinde Nachtigall Pressestelle
Julius Kühn-Institut

    Bundesforschungsinstitut präsentiert auf der BioFach 2011 Pflanzenschutz-Strategien für den ökologischen Anbau von Reben und anderen Kulturpflanzen

    Bernkastel-Kues/Nürnberg (16.02.11) Der ökologisch angebaute 2009er Kueser Kardinalsberg (Riesling Spätlese, halbtrocken) und die trockene 2008er JKI Edition konnten die Juroren des Mundus-Vini BioFach Weinwettbewerbs überzeugen. Der halbtrockene Mosel-Riesling erhielt eine Gold- und der trockene eine Silbermedaille. Durch die strengen Regeln des O.I.V. in Paris ist die Medaillen-Vergabe auf maximal ein Drittel der zum Wettbewerb eingereichten Bio-Weine beschränkt. Umso erfreulicher ist es, dass gleich zwei Bio-Weine aus dem Julius Kühn-Institut (JKI) Medaillen errungen haben. Insgesamt wurden in diesem Jahr 3 der Großen Gold-Medaillen, 71 Gold-Medaillen und 119 Silber-Medaillen vergeben. JKI-Kellermeister Christoph Pfeiffer nahm heute (16.02.2011) auf der BioFach-Messe in Nürnberg die Auszeichnung entgegen.

    Am Stand des Julius Kühn-Instituts in Halle 9/351 kann man jedoch nicht nur die prämierten Weine probieren sondern auch seinen Wissensdurst stillen. So veranschaulichen die Forscher des JKI wie langwierig es ist, pilzwiderstandsfähige Rebsorten zu züchten, die mit weniger Pflanzenschutzmitteln auskommen. Welche Mittel natürlichen Ursprungs ökologisch wirtschaftende Landwirte überhaupt einsetzen und mit welchem Erfolg sich Pflanzenkrankheiten bekämpfen lassen, verdeutlichen die Wissenschaftler des JKI in einem zweiten Ausstellungs-Bereich. Hier wird dann auch schnell deutlich, dass es bei den Forschungsarbeiten des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen nicht vordergründig um Medaillen, sondern um praktikable nachhaltige Pflanzenschutzstrategien in allen Bereichen geht. Die Bewahrung von Wildarten für künftige Züchtungsvorhaben gehört ebenso zu den Aufgaben des JKI wie die Erforschung neuer Schaderreger, deren Ausbreitung durch den Klimawandel begünstigt wird.

    Beispiel Reben: Das Julius Kühn-Institut bewirtschaftete im Steillagengebiet an der Mosel Versuchsflächen in der Gemarkung Kues seit 2001 ökologisch. Die Flächen waren seit 2004 nach der EU-Öko-VO zertifiziert (bis 2009 ca.2 ha). Untersuchungsschwerpunkte zum ökologischen Weinbau sind Fragen der Regulation von Pilzkrankheiten der Rebe. Weitere Untersuchungen des JKI beschäftigen sich mit der Minimierung des Kupferaufwands bei der Bekämpfung des Falschen Mehltaus und es werden Nebenwirkungen von im ökologischen Weinbau verwendeten Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmitteln auf Raubmilben untersucht.

    Hintergrundinfo zum Mundus Vini-Preis und zur BioFach:

    Die Weltleitmesse für Bio-Produkte findet vom 16. – 19. Februar 2011 in Nürnberg statt. Sie bietet mit der Weinhalle den idealen Rahmen für die Biowein-Branche. 42 Juroren aus 18 Nationen waren Anfang Dezember 2010 in Neustadt und haben die eingereichten Weine verkostet. Das Niveau war nach mehrheitlicher Meinung der professionellen Verkoster insgesamt sehr hoch. Die Gewinnerweine sind heute auf der BioFach offiziell verkündet und ausgestellt worden.


    More information:

    http://www.mundusvini.de - Internationaler BioWeinpreis Mundus Vini BioFach
    http://www.biofach.de - Fachmesse für Bioprodukte Nürnberg


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    Criteria of this press release:
    Journalists
    Biology, Environment / ecology, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Contests / awards
    German


     

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