idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
05/20/2011 16:07

Neue Wege - gleiche Chancen: Der Erste Gleichstellungsbericht der Bundesregierung in der Diskussion

Marion Horn Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Gesellschaft

    Sachverständigenkommission diskutiert Gutachten zum Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung mit 150 Fachleuten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden. Zentrales Ergebnis: Deutschland hat großen Nachholbedarf in Sachen Chancengleichheit und Gleichstellung von Frauen und Männern.

    Auf Einladung der Sachverständigenkommission und der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt diskutierten in Bonn 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden die wichtigsten Probleme und Herausforderungen einer zukunftsweisenden Gleichstellungspolitik in Deutschland. Grundlage der Diskussion ist das von der Sachverständigenkommission erarbeitete Gutachten „Neue Wege - gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“, das zum ersten Mal eine umfassende Bestandsaufnahme der Gleichstellung in Deutschland liefert. Gemeinsam mit einer derzeit fertigzustellenden Stellungnahme der Bundesregierung wird das Gutachten im Sommer als Erster Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vom Kabinett verabschiedet.

    Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Bonn zeigten sich begeistert von der umfassenden und innovativen Analyse des Gutachtens. Einhelliger Tenor: Deutschland spielt seit Jahren in Gleichstellungsfragen nur im Mittelfeld der Industrienationen, weit hinter vielen europäischen Nachbarn. Das Gutachten gibt nun endlich Rückenwind für die zukünftigen gleichstellungspolitischen Herausforderungen in Bund und Ländern.

    In ihrem gut 300 Seiten umfassenden Gutachten sprechen sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unter anderem dafür aus, Minijobs abzuschaffen, Unternehmenskulturen zu verändern, Geschlechterquoten für Frauen in Führungspositionen einzuführen sowie die Situation in der privaten Pflege zu verbessern.

    Deutschland hat Nachholbedarf in Sachen Chancengleichheit
    „Der Weg zu echter Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern ist in Deutschland noch weit“, so Prof. Dr. Ute Klammer, Vorsitzende der Sachverständigenkommission. Das könne sich Deutschland jedoch nicht länger leisten. „Gleichstellung muss Bestandteil moderner Innovationspolitik sein, denn sie birgt erhebliches wirtschaftliches Potenzial“, so Klammer. „Die Nutzung aller Talente und die Erwerbstätigkeit von Frauen machen unsere Gesellschaft leistungsfähiger und stabilisieren das Sozial- und Steuersystem.“
    Notwendig ist eine ganzheitliche Perspektive, die verschiedene Lebensentwürfe unterstützt und den gesamten Lebensverlauf von Frauen und Männern in den Blick nimmt. Erst mithilfe des Lebensverlaufsansatzes werden die späteren Folgen von einmal getroffenen Entscheidungen sichtbar. „Mit diesem Konzept sind wir selbst den skandinavischen Ländern voraus“, so eine Teilnehmerin in Bonn.
    Mitveranstalter Prof. Dr. Werner Sesselmeier, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt, gratulierte: „Das Gutachten ist ein großer Erfolg“, und war sich einig mit der Vorsitzenden der Sachverständigenkommission, Prof. Dr. Ute Klammer: „Nun müssen aber Taten folgen.“

    Am 16. und 17. Juni diskutiert die 21. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen, -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder das Sachverständigengutachten.

    Das Gutachten, weitere Presseinformationen, Kurzfassungen und die beiliegenden Factsheets können online abgerufen werden unter www.gleichstellungsbericht.de

    Die Mitglieder der Sachverständigenkommission sind:
     Prof. Dr. Ute Klammer, Universität Duisburg-Essen (Vorsitz)
     Prof. Dr. Gerhard Bosch, Universität Duisburg-Essen
     Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Evangelische Hochschule Freiburg
     Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Justus-Liebig-Universität Gießen
     Prof. Dr. Paul Nolte, Freie Universität Berlin
     Prof. Dr. Margarete Schuler-Harms, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg
     Prof. Dr. Martina Stangel-Meseke, BiTS Business and Information Technology School gGmbH Iserlohn

    Pressekontakt:
    Geschäftsstelle Gleichstellungsbericht
    Fraunhofer-Gesellschaft
    Dr. Markus Motz
    Hansastr. 27 c
    80686 München
    Tel: 089 1205-2006
    Fax: 089 1205-772006
    markus.motz@zv.fraunhofer.de


    More information:

    http://www.fraunhofer.de/ueber-fraunhofer/geschaeftsstelle-gleichstellungsberich... Geschäftsstelle Gleichstellungsbericht


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists
    interdisciplinary
    transregional, national
    Science policy
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).