idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Share on: 
10/02/2002 13:10

Europas Wörterbücher - Pfeiler der Bildung

Renate Nickel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

    Standortbestimmung im Rahmen einer internationalen Tagung in Berlin vom 13. bis 16. Oktober 2002
    veranstaltet von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

    Europa wächst zusammen. Grenzen werden weniger als Abgrenzungen denn als Kontakträume wahrgenommen, als Räume, in denen Kommunikation unterschiedlicher Völker, Sprachen und Kulturen stattfindet. Die Wörterbücher Europas haben hier ihren Platz: Sie haben immer schon Wanderungen von Wörtern und Sachen über die Grenzen hinweg abgebildet. Sie speichern das kulturelle Erbe, ohne welches eine Vermittlung von Bildung nicht möglich ist. Die rege Beteiligung von 55 Wörterbuchprojekten aus zehn Ländern an der Tagung zur Lexikographie, die vom 13. bis 16. Oktober in Berlin stattfindet, belegt die Bereitschaft der Wissenschaftler, sich in den Dienst der Bildung zu stellen.

    Bei dieser Tagung, bei der sich erstmals die Lexikographen der deutschsprachigen Länder versammeln werden, geht es zunächst um fachbezogene Kernfragen, daneben aber auch darum, welchen Auftrag Wörterbücher in einer sich dramatisch wandelnden Zeit haben, wie man digital gewonnene Materialmassen fachlich seriös aufarbeitet, und wie man die Arbeitsergebnisse - also die Wörterbücher und damit ihre Inhalte - mit Blick auf den europäischen Kulturraum verknüpfen kann. Organisiert wird die Tagung von zwei Einrichtungen, die sich traditionell mit der Herausgabe von Wörterbüchern beschäftigen: der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt die Veranstaltung.

    Mit dabei sein werden Vertreter des Duden, des Grimmschen Wörterbuchs, des Goethe-Wörterbuchs, aber auch des Oxford English Dictionary, des Thesaurus Linguae Latinae, des Etymologischen Wörterbuchs des Italienischen, des Altfranzösischen Wörterbuchs, des Wörterbuchs zur Gebärdensprache - um nur wenige Beispiele zu nennen.

    Für die interessierte Öffentlichkeit gibt es die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu informieren und zu beteiligen. Sie wird am Dienstag, den 15. Oktober 2002 um 17.00 Uhr im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22-23, stattfinden und unter dem Motto "Wörterbücher lesen!" stehen. Unter der Moderation von Josef Kraus, dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, setzen sich mit Fragen zur 'Erarbeitung und Umsetzbarkeit von Bildung heute' auseinander: Prof. Dr. Kurt Gaertner (Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften, Trier), Prof. Dr. Ulrike Haß-Zumkehr (Wissen über Wörter, Mannheim), Priv.-Doz. Dr. Claudine Moulin (Lëtzebuergesches Handwierderbuch, Luxemburg), Prof. Dr. Wolfgang Schweickard (Deonomasticon Italicum, Saarbrücken), Dr. Matthias Wermke (Duden, Mannheim) und Prof. Dr. Herbert Ernst Wiegand (Wörterbuch zur Lexikographie und Wörterbuchforschung, Heidelberg).

    Der breiten Öffentlichkeit ebenfalls zugänglich sind die gesellschafts- und wissenschaftspolitisch orientierten Vorträge am Vormittag des 16. Oktober 2002, an dem unter dem Schlagwort 'Zukunft' vier Referenten sprechen werden: Prof. Dr. Hans-Martin Gauger aus Freiburg zur "Rolle der Intra- und Interdisziplinarität", Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig aus Passau "Vom Nutzen der Wissenschaft", Prof. Dr. Michael Stolleis aus Mainz zur "Bedeutung breit angelegter Grundlagenforschung in den Geisteswissenschaften", und Prof. Dr. Clemens Zintzen, der Präsident der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Vorsitzender der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zu den "Aufgaben der Akademien ? heute".

    Hinweise für die Redaktionen

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die Organisatoren der Tagung:
    Frankwalt Möhren, Altfranzösisches Wörterbuch, Heidelberger Akademie der Wissenschaften, e-mail DEAF@urz.uni-heidelberg.de, Tel. 06221/542753;
    Michael Niedermeier, Goethe-Wörterbuch, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, e-mail niedermeier@bbaw.de, Tel. 030/20370-278;
    Heino Speer, Deutsches Rechtswörterbuch, Heidelberger Akademie der Wissenschaften,
    e-mail heino.speer@urz.uni-heidelberg.de, Tel. 06221/543270.

    Als Vertreter der Medien sind Sie selbstverständlich zu dem gesamten Tagungsprogramm herzlich eingeladen. Falls Ihnen das zeitlich nicht möglich sein sollte, können wir Ihnen
    folgende Möglichkeiten anbieten, sich gezielt zu informieren:
    1.) 13. Oktober 2002, ab 19.00 Uhr: Empfang, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal, Jägerstr. 22-23;
    2.) 14. Oktober 2002, 10.30 Uhr: Pressekaffee, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Raum Leibniz-Saal/Presseraum, Jägerstr. 22-23;
    3.) 15. Oktober 2002, 17.00 Uhr: Öffentliche Podiumsdiskussion "Wörterbücher lesen!", Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal, Jägerstr. 22-23;
    4.) 16. Oktober 2002, 9.00-13.00 Uhr: Gesellschafts- und wissenschaftspolitische Stellungnahmen, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal, Jägerstr. 22-23.


    Criteria of this press release:
    History / archaeology, Language / literature
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
    German


    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).