Rückschlüsse aus der DGB-Umfrage zur Beschäftigtensituation an Hochschulen
Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Kanzlerinnen und Kanzler und der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW
Die Ergebnisse einer heute vom Deutschen Gewerkschaftsbund vorgelegten Befragung von Hochschulbeschäftigten zur Arbeitszufriedenheit an den NRW-Hochschulen vermitteln ein aktuelles Stimmungsbild der Beschäftigten. Darin aufgezeigten Herausforderungen wird man konstruktiv begegnen. „Sie können der Auftakt eines landesweiten Diskussionsprozesses sein“, so der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, Prof. Martin Sternberg. Aktuell beteiligen sich die Fachhochschulen bereits an der Erarbeitung eines Rahmenkodex "Gute Arbeit an Hochschulen", koordiniert durch das zuständige Fachministerium.
Gleichwohl darf man nicht verkennen, dass „Gute Arbeit“ auch „Gute Finanzierung“ erfordert. “Die zunehmende Abhängigkeit von befristeten Sonder- oder Drittmitteln gibt nur begrenzten Spielraum für unbefristete Arbeitsverträge“, betont Heinz-J. Henkemeier aus Sicht der NRW-Fachhochschulkanzler. Auch für den aktuellen Mehrbedarf beim Hochschulpersonal durch den doppelten Abiturjahrgang und die steigenden Studierendenzahlen stehen nur zeitlich befristete Mittel zur Verfügung. Auf jeden Fall ist der Haushaltsgesetzgeber gefordert, die notwendige finanzielle Planungssicherheit zu ermöglichen.
Bei der Interpretation der vom DGB vorgelegten Umfrageergebnisse zur Arbeitssituation und
-zufriedenheit muss zudem berücksichtigt werden, dass Hochschulen in den letzten 10 bis 15 Jahren etliche zusätzliche und gänzlich neue Aufgaben parallel zu bewältigen hatten bzw. haben. Exemplarisch seien die Umsetzung der Bologna-Reform, das Akkreditierungswesen, die Umstellung des Rechnungswesens oder die Bewältigung der erheblich gestiegenen Studienplatznachfrage genannt. Seit dem Jahr 2000 steht nun auch noch die insgesamt vierte Novellierung des Landeshochschulgesetzes an. Getragen wurden die notwendigen Umsetzungsprozesse von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowohl im wissenschaftlichen Bereich als auch in Technik und Verwaltung. Solche starken Veränderungen wirken sich zwangsläufig auf den Arbeitsalltag aus und können durchaus als Belastung empfunden werden.
Die gewerkschaftliche Forderung nach Beseitigung der Vergütungsunterschiede zwischen Universitäten und Fachhochschulen erscheint nachvollziehbar, ja eigentlich sogar zwingend.
Kontakt:
Kanzler-Arbeitsgemeinschaft der Fachhochschulen in NRW
Christian Renno
Referent
Fachhochschule Dortmund
Sonnenstr. 100
44139 Dortmund
Tel.: 0231 9112-359
christian.renno[at]fh-dortmund.de
Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen NRW
Bernadette Batterewitz
Hochschulpolitische Referentin
Hochschule Bochum
Lennershofstraße 140
44801 Bochum
Tel.: 0234 32-10037
bernadette.batterewitz[at]hs-bochum.de
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, all interested persons
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