idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Magazin
Share on: 
01/14/2014 09:54

Valide Daten für Diagnose, Therapie und Prognose

Dr. Uta von der Gönna Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Jena

    André Scherag ist neuer Professor für Klinische Epidemiologie am Universitätsklinikum Jena

    Kein weißer Kittel, keine Pipetten und außer leistungsfähiger Rechentechnik kein Hightech – für große Teile seiner Arbeit braucht André Scherag nicht mehr als einen Schreibtisch, Zeit und Ruhe. Doch der Beitrag seines Faches zur Verbesserung der medizinischen Versorgung ist nicht zu unterschätzen: Als Professor für Klinische Epidemiologie plant, erhebt und analysiert der 39-Jährige krankheitsbezogene Studien zu patientenrelevanten Fragen. Die Daten solcher Studien ermöglichen wichtige Aussagen zur Notwendigkeit und Effektivität medizinischer Maßnahmen im Sinne einer evidenzbasierten Medizin. Seit dem Wintersemester arbeiten Professor Scherag und seine dreiköpfige Gruppe am Universitätsklinikum Jena im Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen CSCC, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

    „Wir wissen, dass viele Patienten nach dem Überstehen einer Sepsis beispielsweise häufig an neurologischen Spätfolgen leiden - über Faktoren, die solchen Langzeitfolgen vorbeugen oder aber sie begünstigen, wissen wir fast nichts“, so André Scherag. Deshalb wird eines seiner Forschungsvorhaben im CSCC die Auswertung bisheriger Registerdaten und die möglichst vollständige Erfassung klinischer Daten von ehemaligen Sepsispatienten mit dieser Fragestellung sein. André Scherag ist erfahren in der Konzipierung, Umsetzung und Auswertung multizentrischer Studien in verschiedensten medizinischen Fachgebieten und wird am Jenaer Uniklinikum eng mit dem Zentrum für Klinische Studien zusammenarbeiten.

    Nach seinem Psychologiediplom in Marburg wechselte André Scherag in die Epidemiologie/ Biometrie und absolvierte während seiner Promotion berufsbegleitend in Heidelberg ein Masterstudium in Medizinischer Biometrie/Biostatistik. Mit einer eigenen Arbeitsgruppe am Uniklinikum Essen leitete er die Biostatistik am dortigen Zentrum für Klinische Studien und forschte auf dem Gebiet der molekularen Epidemiologie – u.a. zu genomweiten Assoziationsstudien, wo er sich auch habilitierte. Solche Studien suchen nach auffälligen Gemeinsamkeiten im Genom von Patienten mit einem bestimmten Krankheitsbild, die bei Probanden ohne Krankheit so nicht zu beobachten sind. Wie der Zusammenhang zwischen der Genveränderung und der Erkrankung zu erklären ist, muss dann weiter aufgeklärt werden, was wiederum eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Grundlagenwissenschaftlern voraussetzt. „Unsere Erfahrungen in großen genomweiten Studien zu so vielschichtigen Merkmalen wie der Gewichtsregulation oder zu psychiatrischen Störungen bieten gute Ansatzpunkte zu ähnlich komplexen Erkrankungen wie der Sepsis“, ist sich Scherag sicher. Wichtige Partner dabei werden neben den Wissenschaftlern des CSCC die Medizinstatistiker des Uniklinikums, die Forscher des ZIK Septomics und die Spezialisten der Integrierten Biobank Jena sein.

    Dass Studenten sein Fach meist als notwendiges Übel betrachten, versteht Professor Scherag als besondere Motivation für praxisorientierte Lehre: „Die Vorbehalte verschwinden, wenn die Studierenden verstehen, welche unmittelbaren Auswirkungen valide klinische Forschungsergebnisse auf die klinische Praxis haben können.“

    Kontakt:
    Prof. Dr. André Scherag
    Center for Sepsis Control and Care (CSCC), Universitätsklinikum Jena
    Tel. 03641/ 9396692
    E-Mail: andre.scherag[at]med.uni-jena.de


    Images

    André Scherag ist neuer Professor für Klinische Epidemiologie am Universitätsklinikum Jena
    André Scherag ist neuer Professor für Klinische Epidemiologie am Universitätsklinikum Jena
    Foto: UKJ
    None


    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Medicine
    regional
    Personnel announcements
    German


     

    André Scherag ist neuer Professor für Klinische Epidemiologie am Universitätsklinikum Jena


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).