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03/27/2014 08:29

Keramikbranche tagte in Clausthal: Neuerungen vorgestellt

Christian Ernst Pressestelle
Technische Universität Clausthal

    Clausthal-Zellerfeld. Mit 230 Teilnehmenden hat an der TU Clausthal die dreitägige Jahrestagung der Deutschen Keramischen Gesellschaft (DKG) stattgefunden. Verbunden war die Konferenz mit zwei Premieren. „Erstmals wurde sie im Oberharz ausgerichtet und zum ersten Mal in deutscher und englischer Sprache“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Griebe bei der Eröffnung. Die DKG, gegründet 1919, ist die mitgliederstärkste keramische Vereinigung in Europa.

    In der Keramikforschung und auf dem Gebiet der Materialwissenschaften im Allgemeinen ist die TU Clausthal für ihre hohe Kompetenz bekannt. Im Dezember 2013 wurde das Clausthaler Zentrum für Materialtechnik eingeweiht. In dem Forschungsneubau, errichtet für annähernd 14 Millionen Euro, wird auch der „Campus Funktionswerkstoffe und -strukturen“ untergebracht. Ziel der Forschungskooperation ist es, materialwissenschaftliches und werkstofftechnisches Know-how verstärkt in Industrie und Gesellschaft zu transportieren. Insofern sei es folgerichtig, die Keramikbranche gerade jetzt an die TU Clausthal einzuladen, hatte Professor Andreas Rausch, TU-Vizepräsident für Forschung und Informationsmanagement, in seiner Begrüßung betont. Die DKG-Jahrestagung wurde in Verbindung mit dem Symposium Hochleistungskeramik durchgeführt.

    Professor Jürgen Heinrich, der seit zwei Jahrzehnten das Fachgebiet Ingenieurkeramik in Clausthal vertritt und bereits an der Spitze der deutschen sowie europäischen keramischen Vereinigung stand, verwies in seinem Grußwort auf eine Studie der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Demnach werden Funktionswerkstoffe, wie etwa Keramik, und deren Verarbeitung in komplexen Systemen noch mehr an Bedeutung gewinnen. Einsatzgebiete seien der Umweltschutz, die Energieversorgung sowie die Informations- und Medizintechnik.

    Der erste Plenarvortrag war ebenfalls einem Professor mit starkem Bezug zur TU Clausthal vorbehalten. Professor Manfred Hennecke, der Ende der 1960er Jahre im Harz studiert und bis 2013 die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung geführt hatte, sprach über den „Wettbewerb der Werkstoffe“. Bestanden 1975 noch drei Viertel aller Werkstoffe aus Stahl, so ist es heute nur noch die Hälfte. Andere Materialien, etwa Aluminium und Kunststoff, haben zugelegt. Außer einem innovationsfreundlichen Klima seien Normen und Standards ganz wichtig im Forschungs- und Entwicklungsbereich, unterstrich Professor Hennecke.

    Neben zahlreichen Fachvorträgen über Neuerungen umfasste die wissenschaftliche Tagung Instituts- und Betriebsbesichtigungen, Poster-Präsentationen sowie einen Gesellschaftsabend. „Einer der Veranstaltungshöhepunkte ist daneben der Walter-Hennicke-Vortragswettbewerb gewesen. Walter Hennicke war von 1964 bis 1992 Professor für Glas und Keramik an der TU Clausthal sowie zwischen 1988 und 1990 Rektor der Universität“, so Professor Jens Günster. Der Experte für Hochleistungskeramik organisierte die Konferenz seitens der TU Clausthal zusammen mit der DKG.


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    Professor Manfred Hennecke, bis 2013 Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, hielt den Eröffnungsvortrag über den "Wettbewerb der Werkstoffe". Foto: TU Clausthal
    Professor Manfred Hennecke, bis 2013 Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, ...


    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars
    Energy, Environment / ecology, Materials sciences
    transregional, national
    Scientific conferences
    German


     

    Professor Manfred Hennecke, bis 2013 Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, hielt den Eröffnungsvortrag über den "Wettbewerb der Werkstoffe". Foto: TU Clausthal


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