idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Share on: 
06/10/2015 12:00

Über Skipisten flitzen trotz Handicap

Thomas Götz Marketing
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

    Skifahren für gehbehinderte Kinder und Jugendliche: Ein neu entwickelter Skischlitten soll dies bequemer möglich machen. Er wurde entwickelt unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Scherge, Geschäftsfeldleiter der Tribologie am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM. Die Stahlindustrie wählte das innovative Sportgerät aus rund 580 Einreichungen unter die sechs Finalisten des Stahl-Innovationspreises 2015, der heute vergeben wird.

    Die Skischlitten für Menschen mit Gehbehinderung sollen leicht, bequem und anpassbar auf unterschiedliche Körpergrößen und Handicaps sein. Im Projekt Snowstorm 2.0 entwickelt das Konsortium aus Fraunhofer IWM, Industrie, Sportverbänden und Politik einen Sitzschlitten, der diese Anforderungen erfüllt. Dabei ist ein Leichtbau-Sitz mit einer auf die Anatomie angepassten Sitzpolsterung über eine ultraleichte Stahlkonstruktion auf zwei Skiern aufgebaut. Snowstorm 2.0 profitiert von den Ergebnissen des Vorprojekts: »Mit dem Prototyp aus dem Projekt Snowstorm hatte Martin Fleig bei der diesjährigen Weltmeisterschaft eine Bronzemedaille gewonnen«, erklärt Matthias Scherge. Neben den sportlichen Erfolgen erregte der Schlitten auch die Aufmerksamkeit der Stahlindustrie: Unter rund 580 eingereichten Exponaten konnte sich das Sportgerät als einer der Finalisten des Stahl-Innovationspreises durchsetzen, mit dem die Stahlindustrie alle drei Jahre herausragende Innovationen auszeichnet. Der Preis ist einer der ältesten Innovationspreise in Deutschland.

    Spitzenforschung für den Breitensport

    Nun soll der Skischlitten nicht nur Spitzensportlern zur Verfügung stehen, sondern für ein breiteres Publikum mit verschiedenen Behinderungsgraden weiterentwickelt werden. Den besonderen Anforderungen entsprechend sollen zudem die Skier des Schlittens optimiert und die Griffe der Skistöcke ergonomisch angepasst werden. »Allein in Deutschland gibt es mehr als anderthalb Millionen Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer«, so Matthias Scherge. »Wir wollen ihnen mit einem guten Sportgerät den Weg in den Skisport vereinfachen«. Das Projekt Snowstorm 2.0 sieht vor, vier verbesserte Skischlitten Kindern und Jugendlichen für Schnuppertage auf dem Gelände des Nordic Centers Notschrei NCN im Schwarzwald zur Verfügung zu stellen. Die Sitzschlitten in variablen Größen sollen zur Inklusion von Jugendlichen mit Handicap im Schul- und Freizeitsport eingesetzt werden können.
    Tribologie-Experte Matthias Scherge und der Bundestrainer des Nordic Paralympic Skiteams, Ralf Rombach, leiten das Projekt und suchen zusätzliche Industriepartner, die an der Weiterentwicklung des Skischlittens interessiert sind und das Projekt finanziell unterstützen.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Matthias Scherge
    Telefon +49 761 5142-206 | +49 721 4640-750
    matthias.scherge@iwm.fraunhofer.de
    Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, Freiburg: www.iwm.fraunhofer.de
    MikroTribologie Centrum, Karlsruhe: www.mikrotribologiecentrum.de


    more information:

    http://www.iwm.fraunhofer.de/presse-veranstaltungen-publikationen-preise/details... - Pressemitteilung online
    http://www.mikrotribologiecentrum.de/ - MikroTribologie Centrum


    Attachment
    attachment icon Über Skipisten flitzen trotz Handicap (PDF)

    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists
    Materials sciences, Medicine, Social studies, Sport science
    transregional, national
    Contests / awards, Research projects
    German


    Paralympic-Sportler Martin Fleig mit dem Skischlitten des Projekts Snowstorm.


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).