An der Hochschule Biberach steht insbesondere eine Person für den Austausch zwischen Biberach und Tucumán, zwischen Deutschland und Argentinien: Hartmut Veigele, Professor im Studiengang Projektmanagement (Bau) lehrt seit 2005 an der HBC. Mit dem neuen Semester scheidet er nach über zehn Jahren aus dem aktiven Lehrbetrieb aus; sein Engagement für die deutsch-argentinischen Beziehungen aber endet noch lange nicht.
Als ehemaliger Geschäftsführer der Gesellschaften Hochtief do Brasil und Hochtief Argentina brachte Veigele mit seiner Berufung für das Lehrgebiet „Projektmanagement im Infrastrukturbau“ viel internationale Erfahrung in die Hochschule ein und – fast noch wichtiger – seine engen, persönlichen Kontakte nach Südamerika. Insgesamt 85 Studierende aus Biberach und Tucumán wurden seither von ihm für ein Auslandssemester motiviert. „Eine Zeit, die die jungen Menschen wohl nicht mehr vergessen werden“, sagt Veigele, der sich sicher ist, dass sie „wertvolle Erfahrungen gesammelt haben“.
Seit August 2013 steht Professor Veigele darüber hinaus für den ersten binationalen Studiengang, den die Hochschule Biberach in Kooperation mit der Universidad National de Tucumán seit zwei Jahren anbietet: In dem Masterstudiengang Engineering Management bereiten sich deutsche und argentinische Studierende auf die Leitung von internationalen Ingenieurprojekten vor; sie studieren in Deutschland und Argentinien und schließen ihr Studium nach drei Semestern mit Abschlüssen beider Länder und beider Hochschulen ab: dem Master of Engineering der HBC und dem Master of Engineering Management der UNT. Neun Ingenieure haben diesen Masterabschluss seither erreicht.
Veigele hat dieses Masterprogramm initiiert und verantwortet den Studiengang seither als Studiendekan in Biberach und als Director Académico der Universidad National de Tucumán. „Die Gesamtverantwortung für den Studiengang ist verbunden mit einem hohen administrativen Aufwand“, sagt der Projektmanager und natürlich müsse man dafür die spanische Sprache „voll beherrschen“.
Der binationale Masterstudiengang wird vom Deutsch-Argentinischen Hochschulzentrum mit Sitz in Bonn und Buenos Aires gefördert; insgesamt 900 000 € Fördergelder für sechs Jahre wurden bewilligt; und auch der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) fördert das Programm. Veigele: „Bei beiden Institutionen genießt unser Angebot höchstes Ansehen.“ Denn unter den insgesamt zehn geförderten, binationalen Studiengängen zähle die HBC die meisten Teilnehmer.
In diesem Zusammenspiel zwischen der Biberacher Hochschule und der Universität Tucumán hat Professor Veigele noch eine weitere Funktion inne: Als Projektkoordinator des ISAP-Programmes ist er nicht nur für die Förderung des Austausches von Studierenden zuständig, sondern auch für den Austausch auf Professorenebene. ISAP steht als Abkürzung für „Internationale Studien- und Ausbildungspartnerschaften“, ebenfalls ein Förderprogramm des DAAD. Und auch hier haben Veigeles Bemühungen Früchte getragen: Rund 300 000 Euro stehen für die Zeit von August 2013 bis Juli 2017 zur Verfügung; zwölf argentinische Studenten wurden seither gefördert, die zwei Semester an der HBC studiert haben; 20 Biberacher Studenten absolvierten ein Semester an der UNT und Professoren-Kollegen von Hartmut Veigele hielten Vorlesungen in Argentinien.
Ein gelungener Austausch, zehn Jahre von Hartmut Veigele begeistert vorgelebt: Was passiert nach seinem Ausscheiden aus der Lehre an der Hochschule Biberach? „Den binationalen Master-Studiengang werde ich weiter leiten bis die Förderung 2019 ausläuft“, so Veigele. Die deutsch-argentinische Verbindung bleibe also bestehen, so der Argentinien-Kenner, der darauf hofft, in dieser Zeit einen Nachfolger aufbauen zu können, damit die gelebte Freundschaft zwischen Biberach und Tucumán weiter bestehen bleibt.
http://www.hochschule-biberach.de
http://www.unt.edu.ar/
Prof. Hartmut Veigele, Studiendekan des binationalen Master-Studienganges, den die HBC gemeinsam mit ...
Foto: HBC/Stefan Sättele
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Prof. Hartmut Veigele, Studiendekan des binationalen Master-Studienganges, den die HBC gemeinsam mit ...
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