IKU 2015: Kandidaten für die Preisverleihung am 20.01.2016 nominiert – Fraunhofer ISI berät Jury

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11/09/2015 12:05

IKU 2015: Kandidaten für die Preisverleihung am 20.01.2016 nominiert – Fraunhofer ISI berät Jury

Anne-Catherine Jung Pressestelle
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

    Insgesamt 14 innovative und nachhaltige Projekte sind in fünf Kategorien für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) nominiert. Der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) verleihen am 20. Januar 2016 zum fünften Mal den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU). Die hochrangig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer gab am Donnerstag in Berlin die Kandidaten für die Preisvergabe bekannt. Grundlage der Juryentscheidung ist eine wissenschaftliche Bewertung der eingereichten Bewerbungen durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI.

    Im nunmehr fünften Ausschreibungsjahr des IKU fand sich wieder eine große Bandbreite innovativer Ideen und Projekte zu klima- und umweltfreundlichen Verfahren, Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen. Die feierliche Preisverleihung findet am 20. Januar 2016 im BMUB in Berlin statt. Die Gewinner werden von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, persönlich ausgezeichnet und erhalten ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

    Zusätzlich zu den Preisen in den fünf IKU-Kategorien wird ein Sonderpreis „Innovation und biologische Vielfalt“ vergeben. Ausgezeichnet werden Innovationen, die dem Klima- und Umweltschutz durch Verbesserung der Biodiversität dienen. Der IKU wird mit Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

    Ausführlichere Informationen zu den Nominierten des diesjährigen Innovationspreises für Klima und Umwelt finden Sie im Newsroom des IKU unter http://newsroom-iku-innovationspreis.de.

    Die 14 nominierten Kandidaten für die Preisvergabe sind:

    • Die Baumann Hydrotec GmbH & Co. KG (Wangen im Allgäu) entwickelte mit dem Hydro Fischlift eine Aufstiegshilfe für Fische mit geringem Platzbedarf, die auch bei großen Höhendifferenzen eingesetzt werden kann.
    • Die Clariant Produkte (Deutschland) GmbH (München) entwickelte das sunliquid®-Verfahren zur klimafreundlichen und nachhaltigen Herstellung von Zellulose-Ethanol aus Agrarreststoffen.
    • Colt International (Kleve) präsentierte mit dem innovativen ClimaTower ein Kompaktgerät, das die Energie doppelt nutzt und so das Heizen, Kühlen und die Trinkwassererwärmung in einem Niedrigst-Energie-Konzept zusammenführt.
    • Die DeVeTec GmbH (Saarbrücken) präsentierte für die Gewinnung von Strom aus Niedertemperatur-Abwärme ein kompaktes ORC-Abwärmekraftwerk, das sich dank seines Hubkolbenmotors besonders für diskontinuierliche Abwärmeströme eignet.
    • Die Unternehmen geoKOAX GmbH und Aqua Concept GmbH (Gräfelfing) stellten eine innovative Erdwärmesonde inklusive umweltfreundlicher Wärmeträgerflüssigkeit vor, mit der die Nutzung von Erdwärme auch in bohrtiefenbegrenzten Regionen wie Trinkwasserschutzgebieten und auf sehr kleinen Grundstücken möglich wird.
    • Die HEWI G. Winker GmbH Co. KG (Spaichingen) überzeugte mit der Neukonstruktion des klassischen Verbindungselements Mutter: 20 bis 30 Prozent Material beziehungsweise Gewicht konnten gegenüber konventionellen Norm-Muttern eingespart werden, ohne dass verwendungsrelevante Eigenschaften verändert wurden.
    • Die Hobart GmbH (Offenburg) hat für ihre Bandspülmaschinen, die in Großküchen zum Einsatz kommen, mit der twinLINE-Technologie die Möglichkeit geschaffen, Tabletts auf einem separaten Band zeitgleich mit dem übrigen Spülgut zu reinigen und so die Betriebszeit und damit den Energie-, Wasser- und Reinigerverbrauch zu reduzieren.
    • Die Industrial Solar GmbH (Freiburg im Breisgau) entwickelte ein marktfähiges solarthermisches System auf Basis von Fresnel-Kollektoren zur Erzeugung von Prozesswärme/-dampf und Kälte für industrielle Anwendungen. Die Vermarktung erfolgt über ein Partner-Geschäftsmodell; damit verbunden ist der Technologietransfer zur Produktion der Kollektoren vor Ort.
    • Der Krones AG (Werk Steinecker) gelang es, durch einen kaskadierten Schichtenspeicher die Niedertemperaturbrauerei zu realisieren, bei der die Wärmeversorgung beispielsweise über ein Nahwärmenetz erfolgen kann.
    • Die LTG Aktiengesellschaft (Stuttgart) überzeugte mit ihrem energieeffizienten dezentralen Fassadenlüftungsgerät FVPpulse System PulseVentilation, welches der Lunge nachempfunden ein- und ausatmet.
    • Die Reinhard Krückemeyer GmbH & Co. KG (Wilnsdorf) entwickelte mit „RK Coil Protect“ ein Transportschutzsystem aus recycelten Gummireifen für hochempfindliche Stahlfolien, dank dessen Hilfe der Stahlausschuss um 90 Prozent reduziert werden kann.
    • Die RWE Deutschland AG (Essen) integrierte ein 1 Kilometer langes supraleitendes 10-Kilovolt-Kabel in der Innenstadt von Essen, um dadurch Material, Übertragungs- und Umwandlungsverluste einzusparen.
    • Die Viessmann Werke GmbH & Co. KG (Allendorf/Eder) überzeugte mit der Entwicklung eines mikrobiologischen Verfahrens zur Methanisierung von Wasserstoff mit Hilfe spezieller Mikroorganismen, das zur Speicherung von Überschussstrom aus Wind- und Sonnenenergie genutzt werden kann.
    • Die Wilhelms GmbH (Garrel) entwickelte ein massenproduktionstaugliches Herstellungsverfahren für Bodenmikroorganismen (Pilze), mit deren Zugabe zum Saatgut große Menge Dünger eingespart werden können.

    Die Jury für den IKU setzt sich aus Akteuren verschiedener Teile der Gesellschaft zusammen. Informationen finden Sie unter http://www.iku-innovationspreis.de/iku-innopreis/wettbewerb/die-jury.php.

    Kontakt:
    Anne-Catherine Jung MA
    Telefon: +49 721 6809-100
    E-Mail: presse@isi.fraunhofer.de

    Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert Entstehung und Auswirkungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der fundierten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Energy, Environment / ecology, Materials sciences, Mechanical engineering, Oceanology / climate
    transregional, national
    Research projects, Transfer of Science or Research
    German


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