Prof. Dr. Siegfried Priglinger übernimmt LMU-Lehrstuhl und Klinik für Augenheilkunde

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11/18/2015 16:09

Prof. Dr. Siegfried Priglinger übernimmt LMU-Lehrstuhl und Klinik für Augenheilkunde

Philipp Kressirer Kommunikation und Medien
Klinikum der Universität München

    Am 1. November 2015 hat Prof. Dr. Siegfried Priglinger (45) den Lehrstuhl für Augenheilkunde der Ludwig-Maximilians-Universität sowie die Direktion der Augenklinik am Klinikum der Universität München übernommen. Prof. Priglinger kommt aus Linz, wo er zuletzt die Universitätsaugenklinik der Johann Kepler Universität leitete. Er übernimmt die Positionen von Prof. Dr. Anselm Kampik, dessen Schüler er war. Prof. Kampik, der nun in den Ruhestand getreten ist, leitete die Augenklinik, die zu den größten und renommiertesten europaweit zählt, 22 Jahre.

    Höhere Lebenserwartung und die damit verbundene Alterung der Gesellschaft machen die Augenheilkunde zu einem der wichtigsten und spannendsten Fachgebiete der Medizin. „Wir behandeln die Anliegen unserer Patientinnen und Patienten mit höchster Sorgfalt und Empathie. Unsere Erfahrung, unsere wissenschaftliche Kompetenz und modernste technologische Ausstattung ermöglichen präzise Diagnosen und Therapien. Gemeinsam mit unseren Patienten erarbeiten wir individuelle und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlungsmöglichkeiten“, sagt Priglinger. Der Augen-Spezialist sieht neben dem Engagement für Patientinnen und Patienten vor allem drei Schwerpunkte für seine künftige Arbeit.

    Lehre: Ausbildung, Fort- & Weiterbildung, Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Augenärzten
    Gefördert werden soll die frühe Möglichkeit, sich individuell mit wissenschaftlichen Schwerpunkten zu befassen, um ein hohes Maß an Kompetenz in wissenschaftlich fundierter Medizin zu erlangen. Darüber hinaus soll durch zusätzliche Projekte, Kurse oder Lehrveranstaltungen besonders interessierten Kolleginnen und Kollegen die Welt der Augenheilkunde eröffnet werden. Durch Errichtung eines Netzwerkes möchte Prof. Priglinger die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen zukünftig verstärken.

    Forschung: Erarbeiten neuer Therapieformen, wissenschaftliche Entwicklung
    Der Mediziner hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der Entwicklung neuer innovativer minimal invasiver Operationstechniken z.B. DMEK – lamelläre Hornhauttransplantation, minimal invasive Netzhautchirurgie und refraktive Laser- und Linsenchirurgie befasst. „Durch nationale und internationale Kooperationen soll dieses Gebiet der modernen Augenchirurgie weiter entwickelt werden, um so noch bessere Ergebnisse für Patienten zu erzielen“, so Priglinger. „Neben der klinischen Forschung wird in Zukunft der Stellenwert der Grundlagenforschung durch Etablierung eines Zentrums für experimentelle Ophthalmologie gestärkt werden.“
    Bisherige Schwerpunkte seiner molekular- und zellbiologischen Forschungen waren die altersbedingte Makuladegeneration und Wundheilungsmechanismen in der Ophthalmochirurgie. Eine Intensivierung der Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen der Augenklinik sowie der Ausbau von Kooperationen mit anderen am Auge forschenden Institutionen der LMU oder außeruniversitärer Einrichtungen wird angestrebt.

    Klinik: Evaluation und Erweiterung & Modernisierung, Nachhaltigkeit, Kontrolle & Sicherheit
    Zur Festigung der Vorreiterrolle der LMU-Augenklinik sollen folgende Schwerpunkte umgesetzt werden:
    • Stärkung der Alleinstellungsmerkmale wie Tumorzentrum, Zentrum für Kinderaugenheilkunde, Orbitazentrum und Studienzentrum
    • Weiterentwicklung innovativer minimalinvasiver Chirurgie
    • Installierung einer W2 Professur für Molekular- und Zellbiologie in der Augenheilkunde
    • Weiterentwicklung moderner Methoden der Bildgebung (u. a. Netzhaut)
    • Etablierung der Gentherapie (z. B für seltene Netzhauterkrankungen)
    • Projekt künstliche Netzhaut – Retinachip für blinde Patien-ten.

    Zur Person
    Siegfried Priglinger studierte an der Universität Wien Biotechnologie und Medizin. Im Jahr 1998 promovierte er mit summa cum laude. Es folgte ein Research Fellowship am Schepens Eye Research Institute der Harvard Medical School Boston/USA, wo er zur Immunobiologie bei der Netzhautablösung forschte. An seinem neuen Wirkungsort in der Münchner Mathildenstraße ist dem Klinikchef als ehemaligem Mitarbeiter vieles bereits vertraut. Hier genoss er, der Tradition der LMU-Augenklinik entsprechend, eine exzellente Ausbildung in der konservativen und operativen Augenheilkunde. Seine klinische Laufbahn startete er im Jahr 2000. 2005 wurde er Oberarzt, habilitierte 2006 über Wundheilung in der Augenchirurgie.
    Im Jahr 2007 übernahm der Österreicher die Leitung der Augenklinik am Allgemeinen Krankenhaus in seiner Heimatstadt Linz; er baute die Einrichtung zur neu gegründeten Universitätsaugenklinik der Johannes Kepler Universität auf. Prof. Priglinger wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt und arbeitet federführend in wichtigen Fachgesellschaften und Gremien seines Faches mit. Er hat bislang etwa 100 Publikationen und Buchartikel verfasst.
    Der Erfolg jeder Institution hängt sehr stark von der Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter ab. Der neue Klinikchef möchte ein Arbeitsklima schaffen, in dem individuelle, innovative Wege eingeschlagen werde, um den unterschiedlichen Ansprüchen der Mitarbeiter gerecht werden zu können. Als Vater von fünf Kindern sieht er es als unabdingbar an, Mütter und Väter bei Management von Familie und Beruf großzügig zu unterstützen.

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Siegfried Priglinger
    Direktor der Augenklinik am Klinikum der Universität München (LMU), Campus Innenstadt
    Mathildenstr. 8, 80336 München
    Tel: +49 (0)89 / 4400-53800
    E-Mail: augenklinik.direktion@med.uni-muenchen.de

    Klinikum der Universität München
    Im Klinikum der Universität München (LMU) werden jährlich an den Standorten Campus Großhadern und Campus Innenstadt rund 500.000 Patienten ambulant, teilstationär und stationär behandelt. Den 29 Fachkliniken, zwölf Instituten und fünf Abteilungen sowie den 46 interdisziplinären Zentren stehen etwas mehr als 2.000 Betten zur Verfügung. Von insgesamt 9.500 Beschäftigten sind rund 1.600 Mediziner und 3.200 Pflegekräfte. Das Klinikum der Universität München ist seit 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

    Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ist das Klinikum der Universität München an vier Sonderforschungsbereichen der DFG (SFB 684, 914, 1054, 1123), an drei Transregios (TRR 127, 128, 152), der klinischen Forschergruppe 809 sowie an zwei Graduiertenkollegs der DFG (GK 1091, 1202) beteiligt. Hinzu kommen die Exzellenzeinrichtungen „Center for Integrated Protein Sciences“ (CIPSM), „Munich Center of Advanced Photonics“ (MAP), „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM) und „Mu-nich Cluster for Systems Neurology“ (SyNergy) sowie die Graduiertenschulen „Graduate School of Systemic Neurosciences“ (GSN-LMU), die „Graduate School of Quantitative Bio-sciences Munich (QBM)“ und „The Graduate School Life Science Munich (LSM)”.


    More information:

    http://www.klinikum.uni-muenchen.de


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Medicine
    transregional, national
    Personnel announcements
    German


    Prof. Dr. Siegfried Priglinger, Direktor der LMU-Augenheilkunde


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