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12/01/2016 09:53

DFG zeichnet zum zweiten Mal internationale Forschungsmarketingkonzepte aus

Benedikt Bastong Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Zwei Universitäten und eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung erhalten jeweils
    100 000 Euro zur Umsetzung ihrer strategischen Ideen / Erstmals „Start-up“-Sonderpreis vergeben

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zeichnet im Rahmen eines Wettbewerbs zum zweiten Mal Ideen zum internationalen Forschungsmarketing aus. Prämiert werden die Konzepte der Humboldt-Universität zu Berlin, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main und des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam. Die drei Institutionen erhalten zur Umsetzung ihrer Forschungsmarketingkonzepte ein Preisgeld von je 100 000 Euro. Zudem wurde in diesem Jahr erstmalig ein „Start-up“-Sonderpreis vergeben, der sich an Institutionen richtet, die das Handlungsfeld neu an ihrer Institution etablieren möchten. Dieser Sonderpreis in Höhe von 75 000 Euro geht an die Technische Universität Kaiserslautern. Die Preise werden aus Sondermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Die Preisverleihung findet am 16. Februar 2017 in Potsdam statt. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 19 Hochschulen und Forschungseinrichtungen an dem Wettbewerb beteiligt.

    Die im Rahmen des Ideenwettbewerbs ausgezeichneten Konzepte sollen dazu beitragen, die Sichtbarkeit und Attraktivität deutscher Forschung im Ausland zu steigern und hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Kooperationen mit Deutschland oder für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland zu gewinnen. „Wir sind davon überzeugt, dass das Thema ‚Internationales Forschungsmarketing‘ heute mehr denn je auf die Agenda der Hochschulen gehört und Hochschulen in der Ausbildung von Strukturen in diesem Bereich unterstützt werden müssen“, sagt DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek. „Der Wettbewerb um die besten Köpfe wird weltweit härter. Es wird immer wichtiger, Deutschland als starken Wissenschaftsstandort im globalen Wissenschaftssystem sichtbarer zu machen sowie hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Deutschland zu gewinnen. Ein strategisches internationales Forschungsmarketing wird daher für deutsche Forschungseinrichtungen immer mehr an Bedeutung gewinnen“, so Dzwonnek weiter.

    Die jetzt prämierten Konzepte überzeugten das international besetzte Auswahlgremium aus Wissenschaftsmanagern, Internationalisierungs-, Kommunikations- und Marketing-Fachleuten durch mutige Ansätze und eine gelungene Fokussierung auf die institutionseigene Kompetenz. Die Konzepte seien sehr konkret und zudem echte Gemeinschaftsprojekte von Wissenschaft und Verwaltung innerhalb der Universitäten und Forschungseinrichtungen mit einer starken Verankerung auf der Leitungsebene. Darüber hinaus stehen bei allen Konzepten nicht mehr nur einzelne Institutionen, sondern Regionen mit ihren Forschungsschwerpunkten im Vordergrund:

    Kern des Forschungsmarketingskonzepts der Humboldt-Universität zu Berlin ist ein Journalist-in-Residence-Programm. Zusammen mit der Technischen Universität zu Berlin, der Charité und der Einstein-Stiftung Berlin sowie mit Unterstützung von Wissenschaft im Dialog und der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH werden talentierte Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten aus Nord- und Südamerika sowie Asien – Regionen, in denen die Humboldt-Universität ihr internationales Netzwerk strategisch ausgebaut hat – nach Berlin eingeladen. Sie sollen den Wissenschaftsstandort Berlin, darunter Exzellenzcluster und Graduiertenschulen, kennenlernen und in ihrer Heimat über die gewonnenen Eindrücke berichten.

    Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main richtet ihr Konzept auf den universitätseigenen Forschungsschwerpunkt in der Ubiquitin- und Autophagieforschung (UBAUT) aus, der rund um den Sonderforschungsbereich „Molekulare und funktionale Charakterisierung der selektiven Autophagie“ entstanden ist. Ziel ist, die UBAUT-Forschung der Rhein-Main-Region mit Spitzenuniversitäten der San Francisco Bay Area und der Region Boston zu vernetzen. Dazu sollen unter anderem ein Stipendienprogramm eingerichtet sowie eine Klausurtagung von deutschen und amerikanischen Forscherinnen und Forschern an der US-Westküste veranstaltet werden.

    Das gemeinsame Forschungsmarketingkonzept des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) und des Geo.X Netzwerks fokussiert sich auf die beiden Zielregionen Russland und Naher Osten. Diese klare regionale Eingrenzung soll helfen, mithilfe der Wissenschaft den bilateralen Dialog aufrechtzuerhalten und wissenschaftliche Kooperationen in bislang wenig beachteten Regionen voranzutreiben. Das GFZ wird Sommerschulen und Workshops besonders für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler organisieren. Darüber hinaus werden im Rahmen sogenannter „Geoscience Days“ in den Deutschen Botschaften der Zielregionen Vernetzungsmöglichkeiten angeboten.

    Mit dem 2016 erstmals ausgeschriebenen „Start-up“-Sonderpreis wurde das Konzept der Technischen Universität Kaiserslautern ausgezeichnet. Unter dem Titel Kaiserslautern Research Matching (KAREMA) unternimmt Kaiserslautern erste systematische Schritte im Bereich internationales Forschungsmarketing. Dazu sollen internationale Postdocs in den Forschungsschwerpunkten „Optics and Material Sciences“, „Mathematical Modelling in the Engineering Sciences“ und „Biology and Biotechnology“ für den Standort gewonnen werden. Das Konzept könne nach Ansicht der Jury Anregung für andere kleinere Standorte geben.

    An dem Verbundprojekt „Internationales Forschungsmarketing“ ist die DFG gemeinsam mit der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) beteiligt. Unter der Marke „Research in Germany“ werben die beteiligten Organisationen für den Forschungsstandort Deutschland. Das Projekt wird im Rahmen der Initiative „Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

    Weiterführende Informationen

    Weitere Informationen zum DFG-Ideenwettbewerb „Internationales Forschungsmarketing“ finden Sie unter: www.dfg.de/ideenwettbewerb-forschungsmarketing

    Medienkontakt:
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2109, presse@dfg.de

    Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:
    Vera Pfister, Internationale Zusammenarbeit, Tel. +49 228 885-2937, Vera.Pfister@dfg.de


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    Journalists, Scientists and scholars
    interdisciplinary
    transregional, national
    Contests / awards, Miscellaneous scientific news/publications
    German


     

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