7. Internationales Symposium Herzfrequenzvariabilität in Halle (Saale)

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03/01/2017 09:32

7. Internationales Symposium Herzfrequenzvariabilität in Halle (Saale)

Anja Kunick Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft

    Das „7. Internationale Symposium zur Herzfrequenzvariabilität und autonomen Funktion‟ findet am Samstag, 4. März 2017, von 9 bis 17 Uhr im Audimax der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätsplatz 10, statt. Der Kongress gibt einen aktuellen Überblick zur rasant fortschreitenden Entwicklung in Methoden und Anwendungen der Herzfrequenzvariabilität in Sportwissenschaft, Arbeits- und Intensivmedizin und in der Kardiologie. Im Rahmen von Impulsvorträgen, Kurzbeiträgen und Posterpräsentationen werden die wechselseitigen Bezüge zwischen physiologischen Grundlagen, methodischen Ansätzen und aktuellen Anwendungen aufgezeigt und praxisnah diskutiert.

    Man kennt dieses Gefühl oft aus eigenen Erfahrungen: Rasche Veränderungen im Herzrhythmus entstehen meist dann, wenn die Anspannung oder der Stress zu groß ist, wenn man sich sportlich übernimmt oder falsch trainiert. Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) ist aus der Medizin und der Sportwissenschaft nicht mehr wegzudenken. Aktuelle Studien zeigen, wie ein HRV-kontrolliertes Training die physischen Gesundheitsressourcen stärken und die Risikofaktoren vermeiden kann. Besonders in der Steuerung des Leistungs- und Hochleistungstrainings nimmt die autonome Kontrolle mittels verschiedener Parameter der HRV in immer mehr Sportarten einen festen Platz ein und fungiert als sensibler Marker der individuellen Feinabstimmung der Trainingsbelastungen und zur Regenerationssteuerung.
    Auch in der sich immer rasanter wandelnden Arbeitswelt mit ihren zunehmenden großen Herausforderungen für die Arbeitnehmer können mittels der HRV wichtige Rückschlüsse auf die psychische Belastung gezogen und die heute deutlich veränderten Ursachen für die Beanspruchung erfasst werden. Daher spielt die Herzfrequenzvariabilität in der Arbeitsmedizin mittlerweile eine große Rolle bei der Erkennung und in der Prävention der Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    Seit der aktualisierten HRV-Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie 2015 hat die klinische Anwendung von Parametern mit Blick auf die „autonome Funktion‟, die zu Kreislaufkollaps und zu Herzrhythmusstörungen bis hin zum plötzlichen Herztod führen können, nochmals einen Schub erhalten. In der Kardiologie erweist sich eine niedrigere Herzfrequenz als ein unabhängiges Merkmal des Überlebens von Patienten mit koronarer Herzerkrankung und chronischer Herzinsuffizienz.

    „Wir möchten im Rahmen des Kongresses die klinischen Anwendungen von neuen und etablierten Parametern der HRV und die klinische Wertigkeit der basalen Herzfrequenz zur Risikoerkennung charakterisieren. Darüber hinaus soll die Relevanz beim akuten Koronarsyndrom, bei der chronischen Herzinsuffizienz und beim Vorhofflimmern sowie als Anwendung in der Sportmedizin diskutiert werden‟, erläutert Kongressleiter Prof. Dr. Kuno Hottenrott vom Institut für Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Der Sportwissenschaftler freut sich besonders, dass es bei der siebten Auflage des Symposiums gelungen ist, Arbeitsmediziner und Kardiologen intensiver einzubinden. „So können wir die verschiedenen Perspektiven noch besser und aussagefähiger beleuchten‟, sagt Kuno Hottenrott. Im Wissenschaftlichen Komitee des Kongresses sind neben ihm Prof. Dr. med. Irina Böckelmann (Arbeitsmedizin, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), PD Dr. Olaf Hoos (Fakultät für Humanwissenschaft, Julius-Maximilians-Universität Würzburg) und Prof. Dr. med. Hendrik Schmidt (Klinik für Kardiologie und Diabetologie, Klinikum Magdeburg gGmbH / Universitätsklinikum Halle/Saale) vertreten.
    Zahlreiche hochkarätige Referenten bestreiten das Programm in fünf Sessionen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten.

    Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt hat für die Veranstaltung acht Fortbildungspunkte genehmigt. Das Symposium richtet sich vor allem an Ärzte, Trainer und Sportler.
    Für Anmeldungen bis zum 1. März 2017 gelten günstigere Teilnahmegebühren, ebenso für Inhaber halber Stellen oder Studierende mit Nachweis. Nach dem 1. März ist nur noch eine Anmeldung am Veranstaltungstag möglich. „Wir haben schon jetzt über 150 Teilnehmerzusagen‟, freut sich Prof. Dr. Hottenrott über die Resonanz, „weitere Interessenten sind herzlich willkommen.‟

    Online-Anmeldung, Tagungsprogramm und weitere Informationen unter www.hrv-sport.de


    Attachment
    attachment icon 7. Symposium zur Herzfrequenzvariabilität (PDF)

    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    Medicine, Nutrition / healthcare / nursing, Sport science
    transregional, national
    Scientific conferences, Transfer of Science or Research
    German


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