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04/28/2017 13:59

Uniklinikum Jena soll Forschungszentrum für translationale Medizin erhalten

Dr. Uta von der Gönna Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Jena

    Am Universitätsklinikum Jena (UKJ) soll ein neues Forschungsgebäude entstehen, in dem sich Wissenschaftler der Erforschung von Alterserkrankungen widmen werden. Ziel des Zentrums für transnationale Medizin – CeTraMed – ist die Aufklärung der Mechanismen altersassoziierter Erkrankungen mit Hilfe biophotonischer Verfahren, um neue Formen der Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Die Baukosten in Höhe von 28 Millionen Euro trägt zur Hälfte das UKJ selbst, für die andere Hälfte hat der Wissenschaftsrat eine Förderung des Bundes empfohlen. Der geplante Bau mit 3800 Quadratmetern Nutzfläche könnte 2022 fertig gestellt und dann Arbeitsplatz von 14 Forschergruppen sein.

    „F3“ heißt das Rechteck auf den Orientierungsplänen des Universitätsklinikums Jena für das Areal in Lobeda, noch steht zwischen den Forschungsbauten entlang der Erlanger Allee ein Fertigbau, der in den 90er Jahren errichtet wurde. „Mit der Förderempfehlung des Wissenschaftsrates rückt die Möglichkeit näher, mit direkter Anbindung an die anderen Forschungsbauten in Lobeda im Neubau des CeTraMed anspruchsvolle weitere Laborflächen zur Unterstützung unserer Forschungsschwerpunkte zu schaffen“, freut sich Dr. Brunhilde Seidel-Kwem, kaufmännischer Vorstand des UKJ und Vorstandssprecherin. Die Bereitschaft zur Übernahme des Landesanteils der 28,3 Mio. Euro für Baukosten und Grundausstattung zeugt von der Bedeutung, die Fakultät und Universitätsklinikum dieser Perspektive beimessen.

    Überzeugendes wissenschaftliches Konzept

    Mit dem Konzept für das Zentrum konnten die Forscher des Klinikums und ihrer Partner den Wissenschaftsrat überzeugen: Das gemeinsame Ziel der perspektivisch 14 Arbeitsgruppen ist die interdisziplinäre Erforschung von Krankheitsprozessen, die mit dem Altern einhergehen. Die Forscher wollen dazu biophotonische Methoden einsetzen und weiterentwickeln. Die Überführung der Ergebnisse in neue Lösungen für die Diagnostik dieser Erkrankungen und in neue Ansätze für deren Behandlung findet sich sogar im Namen des CeTraMed wieder: Zentrum für translationale Medizin.

    „Im Thema des Zentrums verbinden sich mit der Forschung zu altersassoziierten Erkrankungen und der medizinischen Photonik zwei Schwerpunktbereiche der Forschung an unserem Klinikum und in der Jenaer Forschungslandschaft“, so Prof. Dr. Klaus Benndorf, Dekan der Medizinischen Fakultät und wissenschaftlicher Vorstand des UKJ. Deutlich wird das auch an den künftigen Nutzern des Forschungszentrums, zu denen Stammzellforscher und Mikroskopiespezialisten des Klinikums ebenso zählen werden wie Hämatologen, und Neurologen. Auch Biophotoniker des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien und der Friedrich-Schiller-Universität können hier arbeiten, und es soll eine Arbeitsgruppe hochspezialisierter Medizintechniker der TU Ilmenau ins CeTraMed einziehen.

    Fertigstellung für 2022 geplant

    Nach dem Auszug der Klinik für Kinderchirurgie, der Stammzelltransplantationsstation und des Zentrums für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene befindet sich der Fertigbau noch in einer Zwischennutzung. Im Juni trifft die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern die endgültige Entscheidung über die Finanzierung. Fällt diese positiv aus, könnte nach dem Abriss des alten Gebäudes mit dem Neubau begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2022 geplant – dann würde das CeTraMed als F3 im Lageplan des UKJ zu finden sein.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Klaus Benndorf
    Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Jena
    Tel: 03641/933017
    E-Mail: Klaus.Benndorf[at]med.uni-jena.de


    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    Medicine
    transregional, national
    Organisational matters, Science policy
    German


    Visualisierung des geplanten Forschungsneubaus CeTraMed am Universitätsklinikum Jena.


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