idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
10/23/2017 11:45

WR | Bessere Forschungsbedingungen für Bundeswehrinstitut erforderlich

Dr. Christiane Kling-Mathey Geschäftsstelle
Wissenschaftsrat

    Ungünstige Rahmenbedingungen schränken die wichtigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ein, die das Wehrwissenschaftliche Institut für Schutztechnologien – ABC-Schutz (WIS) in Munster zum Schutz von Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten durchführen soll. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftsrat in seiner Stellungnahme. Er spricht sich daher für die Einleitung eines strategischen Prozesses aus, der zu einer Erhöhung des Forschungs- und Entwicklungsanteils führen soll.

    „Angesichts zunehmender Auslandseinsätze in weltweiten Krisenregionen müssen die Bundeswehrangehörigen bestmöglich vor der Wirkung atomarer, biologischer, chemischer und elektromagnetischer Waffen geschützt werden. Hierzu leistet das WIS bereits einen wertvollen Beitrag. Wichtig ist aber auch eine vorausschauende Forschung, die mögliche künftige Herausforderungen identifiziert und Lösungen dafür entwickelt. Diese Vorlaufforschung muss am WIS dringend ausgebaut werden“, so die Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Martina Brockmeier.

    Der Wissenschaftsrat empfiehlt dem WIS daher, die Freiräume für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu erhöhen und forschungsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll das WIS ein Teil seiner Routineaufgaben im Prüfbereich an externe Dienstleister abgeben und über Drittmitteleinwerbungen zusätzliche Forschungskapazitäten schaffen. Große Bedeutung misst der Wissenschaftsrat auch einer besseren Einbindung in das Wissenschaftssystem bei. Er empfiehlt dem WIS nachdrücklich, ein Anreizsystem zu entwickeln, um Forschungsergebnisse in angesehenen Fachzeitschriften zu veröffentlichen, mit eigenen Vorträgen auf Fachtagungen präsent zu sein und vor allem Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für gemeinsame Forschungsprojekte zu gewinnen. Dabei sollte das WIS auch seine hervorragende Forschungsinfrastruktur für externe Kooperationspartner zugänglich machen. Außerdem spricht sich der Wissenschaftsrat dafür aus, Leitungspositionen des Instituts möglichst in gemeinsamer Berufung mit Hochschulen zu besetzen und vakante Stellen für wissenschaftliche Nachwuchskräfte zu nutzen, um auf diese Weise neue Impulse für die Forschung zu gewinnen. Dringenden Handlungsbedarf sieht der Wissenschaftsrat im Bereich der IT-Ausstattung, die nicht den Anforderungen einer Einrichtung mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben entspricht.

    Das WIS hat die Aufgabe, mit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie vielfältigen Dienstleistungen vor allem im Prüfbereich zu einer Ausrüstung von Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten beizutragen, die vor der Wirkung atomarer, biologischer, chemischer, nuklearer und elektromagnetischer Waffen schützt. Darüber hinaus entwickelt das WIS Verfahren zur Reinigung von Trinkwasser und zum Brandschutz und betreibt auf seinem gesamten Aufgabengebiet Politikberatung.


    More information:

    https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/6663-17.pdf - Stellungnahme zum Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologien - ABC-Schutz, Munster (Drs. 6663-17), Oktober 2017


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    interdisciplinary
    transregional, national
    Science policy
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).