Prostitution ist ein gesellschaftliches Thema, das stark von moralischen Bewertungen, Vorurteilen und Mythen bestimmt ist und zu dem belastbare Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse fehlen. Am Freitag, 26. Oktober 2017, stellte Claudia Zimmermann-Schwartz, Ministerialdirigentin a.D. und Vizepräsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum ihre Arbeit als Leiterin des Runden Tisches Prostitution in NRW aus den Jahren 2010 bis 2014 vor.
Prostitution ist ein gesellschaftliches Thema, das stark von moralischen Bewertungen, Vorurteilen und Mythen bestimmt ist und zu dem belastbare Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse fehlen. Am Freitag, 26. Oktober 2017, stellte Claudia Zimmermann-Schwartz, Ministerialdirigentin a.D. und Vizepräsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum ihre Arbeit als Leiterin des Runden Tisches Prostitution in NRW aus den Jahren 2010 bis 2014 vor.
Sowohl mit Studierenden, als auch mit externen Gästen - unter anderem von Beratungsstellen für Prostituierte - entwickelte sich nach dem engagierten Vortrag zu den politischen, juristischen und tatsächlichen Aspekten dieses Tabuthemas eine angeregte Diskussion.
Nach Abschaffung der zivilrechtlichen Sittenwidrigkeit der Prostitution im Jahre 2002, dem Zugang zur Sozialversicherung und dem Paradigmenwechsel im Strafrecht steht in der aktuellen rechtspolitischen Diskussion zwar der Schutz in der Prostitution im Vordergrund, es bleiben aber Zweifel, ob mit diesem Gesetz und seinen Regelungen eine taugliche Abgrenzung der Prostitution als einem durch Art. 12 GG geschützten Beruf zum Straftatbestand des Menschenhandels gelungen ist.
Der Vortrag leitet eine Lehrveranstaltung an der Evangelischen Hochschule zum Prostituiertenschutzgesetz im WS 2017/18 ein, die von der Lehrbeauftragten und Rechtsanwältin Ursula Matthiessen-Kreuder angeboten wird. In dieser lernen die Studierenden die aktuelle Gesetzeslage zur Prostitution kennen, die seit dem Prostitutionsgesetz von 2002 und nun seit dem 1. Juli 2017 mit dem neuen Prostituiertenschutzgesetz gilt. Sie setzen sich kritisch mit dem Thema auseinander, reflektieren eigene Wertungen und bearbeiten praxisnahe Themen für Berufe der sozialen Arbeit. Auch ein Hausarbeitsthema mit praktischem Bezug zu einer sozialen Einrichtung wird gestellt.
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Law, Politics, Social studies
transregional, national
Science policy, Transfer of Science or Research
German
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