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10/10/2018 14:53

Neue Stiftungsprofessur für Theologie des Christlichen Ostens

Dipl.-Journ. Constantin Schulte Strathaus Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

    Prof. Dr. Thomas Kremer (47) ist Inhaber der neu geschaffenen „Stiftungsprofessur Prinz Max von Sachsen des Bistums Eichstätt für Theologie des Christlichen Ostens“ an der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Mit dieser Professur will das Bistum das ökumenische Profil der Theologischen Fakultät stärken, und die Erforschung der Theologie des Christlichen Ostens vertiefen.

    Darüber hinaus soll die Professur das Bewusstsein für den Zusammen-hang von Religion und Kultur aus der Perspektive ostkirchlicher Theologie schärfen sowie die Studierenden des Eichstätter „Collegium Orientale“ und allen Studierenden ostkirchlicher Theologie wissenschaftlich fördern.

    Prof. Dr. Thomas Kremer stammt aus Bitburg; er wurde in Trier 1997 zum Diakon und 1998 zum Priester geweiht. Kremer studierte Katholische Theologie an der Theologischen Fakultät Trier, in seinem Studienjahr an der Dormitio-Abtei Jerusalem sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er promovierte 2009 zum Thema „Mundus primus. Die Geschichte der Welt und des Menschen von Adam bis Noach im Genesiskommentar Ephräms des Syrers“. Seine Habilitation an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen (Frankfurt am Main) erfolgte 2017.

    Schon vor seiner Tätigkeit an der KU konnte Kremer Kontakte nach Eichstätt knüpfen: Während seines Promotionsstudiums absolvierte er unter anderem einen Studienaufenthalt bei Prof. Dr. Peter Bruns, dem Direktor der Forschungsstelle Christlicher Orient an der KU. Zudem war er von 2014 bis 2016 Vizerektor des Eichstätter Collegium Orientale, in dem Studierende der orientalischen Schwesterkirchen spirituelle und theologische Ausbildung erhalten. Zu seinen Schwerpunkten in Forschung und Lehre gehören unter anderem die Theologie und Geschichte der syrischen Kirchen, die Bibelrezeption und patristische Exegese im christlichen Osten sowie liturgiewissenschaftliche Fragestellungen.

    „Der Begriff des christlichen Ostens vermittelt den Eindruck einer räumlichen Distanz, die jedoch nicht der Realität entspricht: Derzeit leben in Deutschland etwa zwei Millionen Orthodoxe, und auch die katholischen Ostkirchen sind sehr präsent. Insofern haben ostkirchliche Fragestellungen eine hohe Aktualität“, erklärt Kremer. Prinz Max von Sachsen, der in Eichstätt zum Priester geweiht wurde und nach dem die Stiftungsprofessur benannt ist, sieht er als einen zeitlosen Impulsgeber, der sich theolo-gisch im Hinblick auf die Einheit der Kirche profiliert habe. So habe er etwa den Begriff der „Schwesterkirchen“ bereits Jahrzehnte vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil geprägt. Mit seinem Lehrangebot möchte Professor Kremer nicht nur die Studierenden des Collegium Orientale ansprechen, welches „einen großen Reichtum an Spiritualität“ biete, sondern alle Studierenden der Theologie, um den gegenseitigen Austausch zu fördern. Profitieren werden die Kommilitonen dabei unter anderem von einer geplanten Kooperation mit Wissenschaftlern aus München, Salzburg und Erlangen, die in eine Summer School münden soll.


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    Prof. Dr. Thomas Kremer
    Prof. Dr. Thomas Kremer
    Foto: Schulte Strathaus/upd
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