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11/09/2018 15:21

Tagung: Wie Stereotype die Wahrnehmung von Sinti und Roma beeinflussen

Marietta Fuhrmann-Koch Kommunikation und Marketing
Universität Heidelberg

Mit der medialen Darstellung von Sinti und Roma beschäftigt sich eine Fachtagung, die am 15. und 16. Oktober 2018 an der Universität Heidelberg stattfindet. Dazu lädt die Forschungsstelle Antiziganismus der Ruperto Carola ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die zentralen Motive sogenannter „Zigeuner“-Bilder in Kunst, Fotografie, Literatur und Film entstanden sind und wie sie die öffentliche Wahrnehmung von Sinti und Roma beeinflussen. Zur Tagung „Visuelle Dimensionen des Antiziganismus“ werden rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen in Heidelberg erwartet.

Pressemitteilung
Heidelberg, 9. November 2018

Tagung: Wie Stereotype die Wahrnehmung von Sinti und Roma beeinflussen
Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen beschäftigen sich mit visuellen Dimensionen des Antiziganismus

Mit der medialen Darstellung von Sinti und Roma beschäftigt sich eine Fachtagung, die am 15. und 16. Oktober 2018 an der Universität Heidelberg stattfindet. Dazu lädt die Forschungsstelle Antiziganismus der Ruperto Carola ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die zentralen Motive sogenannter „Zigeuner“-Bilder in Kunst, Fotografie, Literatur und Film entstanden sind und wie sie die öffentliche Wahrnehmung von Sinti und Roma beeinflussen. Zur Tagung „Visuelle Dimensionen des Antiziganismus“ werden rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen in Heidelberg erwartet. Einen Abendvortrag hält der Germanist Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal von der Universität Bielefeld.

„Bildliche Darstellungen spielen seit der Frühen Neuzeit eine Schlüsselrolle bei der Genese des Antiziganismus“, erläutert Dr. Frank Reuter, wissenschaftlicher Geschäftsführer der Heidelberger Forschungsstelle. „Die Entwicklung von Stereotypen des ,Zigeuners‘ folgt medialen Eigenlogiken und ist zudem von literarischen Vorlagen wesentlich beeinflusst.“ Die Teilnehmer der Tagung werden in diesem Zusammenhang erörtern, wie sich unterschiedliche Repräsentationsformen des „Zigeuner“-Bildes herausgebildet und auf vielschichtige Weise gegenseitig beeinflusst haben.

Die Forschungsstelle Antiziganismus ist am Historischen Seminar der Universität Heidelberg angesiedelt. Sie beschäftigt sich mit Ursachen, Formen und Folgen des Antiziganismus in den europäischen Gesellschaften vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Untersucht werden allen voran Mechanismen der Vorurteilsbildung und Praktiken der Diskriminierung. Die Einrichtung der Forschungsstelle geht auf einen Staatsvertrag zurück, den der Landesverband Baden-Württemberg im Verband Deutscher Sinti und Roma und das Land Baden-Württemberg im November 2013 geschlossen haben.

Der Abendvortrag mit Prof. Bogdal findet am 15. November statt. Der Wissenschaftler spricht zum Thema „Die Vorschrift der Vor-Bilder. Zum Nicht-Sehen-Wollen von Roma“. Die Veranstaltung im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg, Hauptstraße 242, beginnt um 18.15 Uhr. Es wird um Anmeldung gebeten unter radmila.mladenova@zegk.uni-heidelberg.de.

Kontakt:
Dr. Frank Reuter
Forschungsstelle Antiziganismus
Telefon (06221) 54-37700
frank.reuter@zegk.uni-heidelberg.de

Kommunikation und Marketing
Pressestelle
Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


More information:

https://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/philosophie/zegk/histsem/forschung/For...


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Addendum from 11/09/2018

Die Tagung mit dem Titel "Visuelle Dimensionen des Antiziganismus" findet nicht im Oktober, sondern am 15. und 16. November 2018 an der Universität Heidelberg statt.


Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Cultural sciences, Social studies
transregional, national
Scientific conferences
German


 

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