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11/05/2003 15:04

Steigende Zahl von Fachhochschulabsolventen promoviert

Susanne Schilden Kommunikation
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

    Mehr Absolventen von Fachhochschulen promovieren an den Universitäten. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage, die die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zum dritten Mal (nach 1996 und 1999) durchgeführt hat. Die Zahlen wurden den Teilnehmern der HRK-Plenarversammlung am 4. November in Bonn vorgestellt.

    In den letzten drei Jahren ist die Nachfrage bei den FH-Absolventen gestiegen. Gleichwohl hat sich auch die Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Promotionen gegenüber dem Vergleichszeitraum 1997-2000 auf 220 verdoppelt. Zur Promotion zugelassen wurden im genannten Zeitraum sogar 822 Personen mit Fachhochschulabschluss. Die meisten Zulassungen und Promotionen sind in den Ingenieurwissenschaften zu verzeichnen, gefolgt von den Naturwissenschaften. Die höchste Steigerungsrate haben neben den Ingenieurwissenschaften vor allem die medizinverwandten Disziplinen.

    HRK-Präsident Professor Dr. Peter Gaehtgens begrüßte die gestiegenen Zahlen am 5. November vor der Presse in Berlin. Gleichzeitig verwies er auf die notwendigen Rahmenbedingungen: "Wir müssen die Durchlässigkeit des Hochschulsystems sicherstellen, so dass FH-Absolventen, die die Fähigkeiten und den Willen haben, auch die Möglichkeit zur Promotion erhalten. Zwar darf es keinen Automatismus bei der Zulassung geben, aber Hochschulen und Studierende brauchen verlässliche Strukturen und Maßstäbe. Deshalb interessieren wir uns für die Entwicklung des Zusammenspiels von Fachhochschulen und Universitäten in dieser Frage."

    Die Anforderungen, die die Fakultäten für die Zulassung zum Promotionsstudium definieren, sind bislang sehr verschieden. Derzeit reichen sie von der einfachen Empfehlung eines Professors der Fakultät bis zur Verpflichtung, zunächst ein vollständiges Universitätsdiplom nachzuholen.

    Gaehtgens kommentierte die Ergebnisse der Umfrage weiter: "Die absoluten Zahlen sind zwar nach wie vor klein, es handelt sich aber um eine wichtige und wachsende Gruppe akademischer Talente, denen man keine unnötigen Hürden in den Weg stellen darf. Dahinter steckt eine wichtige Strukturfrage des deutschen Hochschulwesens. Es ist offensichtlich, dass dort, wo Universitäten und Fachhochschulen klare Vereinbarungen getroffen haben, diese Frage am besten gelöst wird."


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    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Science policy
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