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07/09/2019 11:00

Faire und transparente Berufungen

Dr. Matthias Jaroch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Hochschulverband

    DHV bestätigt Gütesiegel der Universität Hohenheim für weitere fünf Jahre

    Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat der Universität Hohenheim in Stuttgart für weitere fünf Jahre das Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen zugesprochen. Inhaberin des DHV-Gütesiegels ist sie seit dem 1. Juli 2016. Damit ist sie die erste und bislang auch einzige ausgezeichnete Universität in Baden-Württemberg.

    Nach Einschätzung des DHV hat die Universität Hohenheim seit der Vergabe der Auszeichnung weitere erhebliche Fortschritte bei der Ausgestaltung von Berufungsverhandlungen und Berufungsverfahren gemacht. Aus Sicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler habe sich die ohnehin gute Verhandlungsatmosphäre nochmals verbessert. Eine weiterhin nahbare Hochschulleitung sowie eine kontinuierlich konstruktive Verwaltung mit starker Serviceorientierung trügen dazu maßgeblich bei. Die rundum erfolgreiche Berufungspolitik sei auch daran zu erkennen, dass die Universität Hohenheim in 85 Prozent der Fälle die Erstplatzierte oder den Erstplatzierten auf einer Berufungsliste auch tatsächlich gewinnen kann. Die Erfolgsquote bei Bleibeverhandlungen sei mit 75 Prozent ebenfalls „gut und statistisch überdurchschnittlich“, so der DHV.

    „Wissenschaft wird von Menschen gemacht, deshalb ist es unser Kernanliegen, herausragende Nachwuchskräfte und etablierte Persönlichkeiten zu gewinnen und zu halten“, erklärt der Rektor der Universität Hohenheim, Professor Dr. Stephan Dabbert. „Die strengen Anforderungen und das Feedback aus dem Audit zum DHV-Gütesiegel haben uns wiederholt geholfen, die Berufungsverfahren weiter zu optimieren und besser zu werden.“

    Positiv hebt der DHV hervor, dass die Universität Hohenheim mit der Fortentwicklung ihres Berufungsportals die Verfahrenstransparenz weiter steigere. Zu begrüßen sei eine umfassende Tenure-Track-Satzung, die die Fragen zur Berufung, Evaluierung und Qualitätssicherung der Tenure-Track-Professuren regele. Die gelebte „Willkommenskultur“ sei zudem um das Angebot, nicht-deutschsprachige Rufinhaberinnen und Rufinhabern organisatorisch beim Spracherwerb zu unterstützen, erweitert worden.

    Lediglich punktuell sieht der DHV noch Verbesserungsbedarf. Obwohl Rufinhaberinnen und Rufinhaber bei Bedarf über den Berufungsmanager und das Gleichstellungsbüro bei der Reservierung von Betreuungsplätzen für Kinder vorbildlich unterstützt würden, bleibe insbesondere die Einrichtung einer universitätseigenen Kindertagesstätte wünschenswert. Als weitere Maßnahme zur Steigerung der Transparenz empfiehlt der DHV die Erstellung eines in sich geschlossenen Berufungsverhandlungs-Leitfadens.

    Basis des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Bewertung liegt dabei jeweils auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen. Auch Stellungnahmen der begutachteten Hochschulen fließen in die Bewertung ein. Hinzu kommen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professorinnen und Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie das Erfahrungswissen der DHV-Justitiare.

    Neben der Universität Hohenheim haben bislang die RWTH Aachen, die Universität Bremen, die Universität Hannover, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern, die FernUniversität in Hagen, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Siegen und die Universität der Bundeswehr München das Re-Audit-Verfahren für das DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen erfolgreich durchlaufen. Weitere Träger des DHV-Gütesiegels sind die TU München, die Universität Münster, die Universität Bayreuth, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und die Universität Wuppertal.


    More information:

    http://www.hochschulverband.de/cms1/guetesiegel.html


    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    interdisciplinary
    transregional, national
    Contests / awards
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