Onlineshop für Darmstadt – Ergebnisse der Bürgerpanel-Umfrage zu Einkaufen und Mobilität

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09/18/2019 10:42

Onlineshop für Darmstadt – Ergebnisse der Bürgerpanel-Umfrage zu Einkaufen und Mobilität

Simon Colin Hochschulkommunikation
Hochschule Darmstadt

    Darmstadt – Einen lokalen Onlineshop mit umweltfreundlichem Lieferservice würde eine Mehrheit der Darmstädterinnen und Darmstädter nutzen. Zugleich kaufen viele von ihnen nach wie vor in der Innenstadt ein und lassen dabei das Auto stehen. Lebensmittel und Baumarktartikel besorgen sie allerdings oft mit dem PKW. Das sind zentrale Ergebnisse der neuesten Bürgerpanel-Umfrage, durchgeführt von Forschenden der Hochschule Darmstadt (h_da) aus dem Projekt „Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung (s:ne) in Kooperation mit der Darmstadt Marketing GmbH und der Digitalstadt Darmstadt.

    Die Ergebnisse fließen jetzt in die Vorbereitungen für das „Digitale Schaufenster“ ein. Es soll im vierten Quartal 2019 starten und zunächst zum Beispiel die Suche nach Einzelhändlern oder Branchen ermöglichen.

    Bei der Bürgerpanel-Umfrage haben 598 Menschen Auskunft darüber gegeben, wo sie bevorzugt einkaufen und wie sie die Produkte transportieren. Ziel der Befragung war, mehr über das Einkaufs- und Mobilitätsverhalten der Menschen in Darmstadt und die Akzeptanz für einen lokalen Onlineshop inklusive umweltfreundlichem Lieferservice herauszufinden. Mit ihm könnte das Verkehrsaufkommen in Darmstadt reduziert und somit die Luftqualität verbessert werden, wenn hierdurch weniger PKW fahren. Zugleich könnte ein Onlineshop den Darmstädter Einzelhandel im hart umkämpften Internethandel stärken.

    Ein solcher Onlineshop würde auf die Akzeptanz der Darmstädterinnen und Darmstädter stoßen: Auf die Frage, ob sie dieses Angebot nutzen würden, antworten 64 Prozent der Befragten mit „stimme voll und ganz zu“ oder „stimme zu“. Zeitliche Flexibilität, eine große Auswahl und die Lieferung nach Hause sehen viele Befragte als generelle Vorteile des Einkaufens im Internet. 47 Prozent tun es ein- bis dreimal pro Monat. Die Befragten sehen aber auch die Probleme: Müll, Lieferverkehr und die Konkurrenz zum lokalen Einzelhandel.

    Von einem lokalen Onlineshop wünschen sich die Befragten eine umweltfreundliche Lieferung mit dem Lastenfahrrad oder auch mit einem E-Bike oder Elektroauto. Dafür würden sie im Schnitt 3,42 Euro ausgeben. Jeweils etwa 50 Prozent geben an, dass sie durch die Nutzung eines lokalen Onlineshops weniger bei anderen Onlineplattformen bestellen und die Zahl der Einkaufsfahrten mit dem Auto reduzieren würden.

    Wunschartikel in einem Darmstädter Onlineshop sind insbesondere Drogerieartikel (59 Prozent), Bücher, Zeitungen und Zeitschriften (58 Prozent) und Baumarktartikel (46 Prozent). 81 Prozent der Befragten möchten im Shop nach regional hergestellten Produkten suchen können, Produkte nach Kategorien suchen (75 Prozent), eine Wunschlieferzeit angeben (68 Prozent) und gezielt nach Händlern suchen (59 Prozent).

    Die Akzeptanz eines Onlineshops ist also hoch, zugleich geben die Bürgerpanel-Befragten an, dass sie aktuell viel in der Darmstädter Innenstadt und sogar direkt in der Fußgängerzone einkaufen: insbesondere Bekleidung und Schuhe (74 Prozent), Geschenkartikel und Blumen (57 Prozent), Drogerieartikel (51 Prozent) und Bücher, Zeitungen und Zeitschriften (48 Prozent). Mehrheitlich werden sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert. Drogerieartikel (29 Prozent) und Bücher, Zeitungen und Zeitschriften (16 Prozent) lassen sich die Befragten bereits heute gerne liefern.

    Baumarktartikel werden hingegen überwiegend in den Gewerbegebieten in und um Darmstadt gekauft (80 Prozent) und dann mit Auto oder Motorrad (81 Prozent) transportiert. Lebensmittel kaufen die befragten Darmstädterinnen und Darmstädter im Wohngebiet vor Ort und somit breit verstreut über die Stadt. 48 Prozent der Befragten nutzen hierfür Auto oder Motorrad, 47 Prozent gehen zu Fuß oder fahren Rad.

    Die Umfrage-Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, wie ein möglicher lokaler Onlineshop mit Lieferservice ausgestaltet werden könnte. In einem ersten Schritt soll im vierten Quartal 2019 das Digitale Schaufenster starten.

    Die ausführlichen Ergebnisse der ersten Bürgerpanel-Befragung finden sich hier: https://buergerpanel.h-da.de/

    Auf dieser Seite können sich interessierte Darmstädterinnen und Darmstädter auch zur Teilnahme am Bürgerpanel anmelden und somit an der Gestaltung Nachhaltiger Entwicklung mitwirken. Etwa zweimal pro Jahr werden sie dann vom s:ne-Team der h_da zu einer kurzen Onlinebefragung eingeladen.

    Hintergrund: „s:ne“ – Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung
    Im h_da-Projekt s:ne arbeiten Forschende der Hochschule Darmstadt daran, gemeinsam mit verschiedenen Partnern neue, nachhaltige Initiativen für Darmstadt zu entwickeln. Diese Initiativen sollen die Stadt noch lebenswerter machen und helfen, aktuelle Herausforderungen zu meistern: Digitalisierung, Mobilität, Luftqualität, Umweltschutz. Die h_da verknüpft hierfür ihr wissenschaftliches Know-how mit dem Wissen der Praxispartner. Für das s:ne-Konzept wurde sie ausgezeichnet und in die Bund-Länder-Förderlinie „Innovative Hochschule“ aufgenommen. Hierfür fließt von 2018-2022 eine Fördersumme von jährlich etwa 2 Millionen Euro. Partner im Projekt sind das Darmstädter Institut Wohnen und Umwelt (IWU), das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Öko-Institut, die Schader Stiftung, die Software AG, die Unternehmensberatung „e-hoch3“ und die Stadt Darmstadt. Weitere Informationen finden sich unter https://sne.h-da.de


    Contact for scientific information:

    Hochschule Darmstadt
    Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
    Haardtring 100, D-64295 Darmstadt

    Prof. Dr. Daniel Hanss
    Tel +49.6151-16-37969
    Mail daniel.hanss@h-da.de


    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Students, Teachers and pupils, all interested persons
    Economics / business administration, Environment / ecology, Social studies, Traffic / transport
    regional
    Research results, Transfer of Science or Research
    German


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