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06/21/2021 16:37

Neue Unterkunft für Forschende aus aller Welt: Senatorin Fegebank eröffnet European XFEL Gästehaus

Dr. Bernd Ebeling Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
European XFEL GmbH

    Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank hat heute gemeinsam mit Friederike Kampschulte, Leiterin der Wissenschaftsabteilung im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, das European XFEL Gästehaus auf dem Forschungscampus Schenefeld vor den Toren Hamburgs eröffnet.

    Damit können die Forschenden aus aller Welt, die den Campus für Ihre Forschungsprojekte besuchen, direkt in der Nähe der unterirdischen Experimentierhalle wohnen. Das neue Gästehaus verfügt über 58 Betten in 55 Zimmern und kann außerhalb der Strahlzeiten auch für andere Gäste der Forschungseinrichtung oder für Veranstaltungen des geplanten Besucherzentrums genutzt werden.

    Mit der Eröffnung des Gästehauses wächst der Forschungscampus Schenefeld weiter und schließt damit auch im Hinblick auf die Unterbringung der Forschenden zur Weltspitze internationaler Forschungseinrichtungen auf.

    Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Hinter European XFEL steht nicht nur exzellente Forschung auf Weltniveau, sondern auch die europäische Idee der guten Nachbarschaft und Partnerschaft: Forscher:innen aus ganz Europa und dem Rest der Welt forschen hier, vor den Toren Hamburgs gemeinsam und grenzüberschreitend, um erste Antworten auf die großen Fragen der Menschheit zu finden. Diese Idee und dieses Teamwork sind Kernbestandteil des europäischen Projekts und vorbildhaft hier bei European XFEL in wissenschaftliche Bahnen gelenkt. Das neue Gästehaus auf dem Campus in Schenefeld bietet European XFEL nun weitere Möglichkeiten, Expert:innen aus der ganzen Welt zu uns in den Norden zu locken und ermöglicht ihnen neue Forschungsaufenthalte direkt neben den Laboren. Das Gästehaus zeichnet European XFEL künftig noch stärker als Ort der Begegnungen aus, von dem die gesamte Metropolregion profitieren wird. Ich gratuliere allen Beteiligten zu ihrem Mut für dieses Projekt. Ich bin mir sicher: die internationale Vernetzung und die Faszination für ein einzigartiges Projekt, wird künftig noch mehr Forscher:innen aus ganz Europa – und darüber hinaus anziehen.“

    Der Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, teilte aus Bonn mit: „Forschung und Wissenschaft leben von der Vernetzung der Forschenden weltweit. Das neue Gästehaus auf dem wachsenden Campus mit exzellenter Infrastruktur bietet den Teams von internationalen Spitzenforschern und Spitzenforscherinnen aus aller Welt jetzt eine noch bessere Basis für die Zusammenarbeit vor Ort. Der schnelle Zugang zu den Experimenten sowie die leichtere Interaktion können dazu beitragen, dass die Forschenden große Herausforderungen in Wissenschaft und Gesellschaft wie unser visuelles Verständnis chemischer Reaktionen und die Entwicklung neuer Materialien gemeinsam noch besser erfolgreich angehen können.“

    Friederike Kampschulte, Abteilungsleiterin Wissenschaft im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: „Die Eröffnung des Gästehauses ist ein ganz starkes Symbol für unser gemeinsames Ziel, den internationalen Forschungsbetrieb an dieser herausragenden Forschungseinrichtung wieder in vollem Umfang aufnehmen und die ausgezeichneten Forschungspotenziale des European XFEL bestmöglich nutzen zu können. Das Gästehaus wird dazu beitragen, über die schon wissenschaftlich-technische Komponente hinaus die Attraktivität des European XFEL für Forscherinnen und Forscher aus aller Welt noch einmal erheblich zu steigern.“

    Prof. Robert Feidenhans’l, Vorsitzender Geschäftsführung European XFEL: „Unsere Forschenden bereiten die Experimente am European XFEL oft monatelang vor. Mit dem neuen Gästehaus können sie die kostbare Zeit bei uns noch besser für ihre Forschung nutzen, da lange Fahrwege entfallen, und einzelne Team-Mitglieder während der oft langen Schichten nun flexibler zur Verfügung stehen können.“

    Geschäftsführerin Nicole Elleuche: „Wir freuen uns, dass der Bau des Gästehauses trotz der Herausforderungen durch die Pandemie wie geplant und pünktlich innerhalb des vorgesehenen Budgetrahmens abgeschlossen werden konnte. Dafür möchte ich allen Beteiligten danken.“

    Hintergrund

    Im Jahr 2019, vor der Pandemie, haben 900 Forschende von 255 Institutionen in 28 Ländern den European XFEL besucht. In Zukunft werden die Zahl der Experimentierstationen und die angebotene Strahlzeit weiter steigen. Zudem besuchen externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Forschungseinrichtung auch für Tagungen, Seminare oder Gremiensitzungen. Die gute Zusammenarbeit mit umliegenden Hotels wird daher auch in Zukunft fortgesetzt.

    Ein großes Wandbild auf der Außenfassade des Gästehauses würdigt die britische Chemikerin Rosalind Franklin, die mit Hilfe der Röntgenkristallographie den Grundstein für die Aufklärung der DNA-Doppelhelixstruktur durch Watson und Crick legte. Die Gästezimmer zeigen künstlerische Abbildungen verschiedener Elemente und Abschnitte von Instrumenten und Komponenten des Röntgenlasers. Die Baukosten des Gästehauses, das von European XFEL selbst betrieben wird, lagen bei rund 7 Millionen Euro.

    Weitere neue Gebäude auf dem Campus sind eine Undulatorhalle für die Vermessung, magnetische Justierung und Lagerung der lichterzeugenden Magnetstrukturen des European XFEL, die in den nächsten Wochen und Monaten in Betrieb gehen soll, ein neues Bürogebäude, mit dessen Bau in Kürze begonnen wird, und ein Besucherzentrum mit Schüler:innenlabor, dessen Eröffnung für Ende 2023 vorgesehen ist.


    Über European XFEL

    European XFEL ist eine internationale Forschungsanlage der Superlative in der Metropolregion Hamburg: 27°000 Röntgenlaserblitze pro Sekunde und eine Leuchtstärke, die milliardenfach höher ist als die besten Röntgenstrahlungsquellen herkömmlicher Art, werden völlig neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen. Forschergruppen aus aller Welt können an dem europäischen Röntgenlaser atomare Details von Viren und Zellen entschlüsseln, dreidimensionale Aufnahmen im Nanokosmos machen, chemische Reaktionen filmen und Vorgänge wie die im Inneren von Planeten untersuchen. European XFEL ist eine gemeinnützige Forschungsorganisation, die eng mit dem Forschungszentrum DESY und weiteren internationalen Institutionen zusammenarbeitet.

    Sie beschäftigt mehr als 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im September 2017 hat die Anlage den Nutzerbetrieb aufgenommen. Derzeit beteiligen sich zwölf Länder: Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Russland, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Spanien, Ungarn und das vereinigte Königreich. Deutschland (Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein) trägt 58 Prozent der Kosten für die neue Einrichtung, Russland 27 Prozent. Die anderen Partnerländer sind mit ein bis drei Prozent beteiligt. Mehr Informationen unter www.xfel.eu/de.

    Kontakt European XFEL:
    Dr. Bernd Ebeling, Pressesprecher
    Telefon: 040/8998-6921
    Email: bernd.ebeling@xfel.eu
    Internet: www.xfel.eu
    Twitter: @EuropeanXFEL

    Weitere Ansprechpartner für Rückfragen der Medien

    Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke Hamburg
    Jon Mendrala, Pressesprecher
    Telefon: 040/42863-2322
    E-Mail: jon.mendrala@bwfgb.hamburg.de
    Internet: www.hamburg.de/bwfgb
    Twitter: hh_bwfgb
    Instagram: hh_bwfgb

    Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
    Beate Hinse, stellv. Pressesprecherin
    Telefon 0431/988-5707
    E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de
    Internet: www.bimi.landsh.de
    Twitter: @Bildung_SH
    Instagram: bildung_sh


    More information:

    http://www.xfel.eu Bilder von der Eröffnung


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Physics / astronomy
    transregional, national
    Organisational matters
    German


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