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09/09/2021 10:58

1.367 Operntalente aus 67 Ländern bewerben sich für NEUE STIMMEN 2021/22

Hendrik Baumann Pressestelle
Bertelsmann Stiftung

    Das Interesse am Internationalen Gesangswettbewerb der Bertelsmann Stiftung ist ungebrochen hoch. Die Bewerberzahlen unterstreichen die Bedeutung der Talentförderung in Corona-Zeiten. Positive Resonanz gab es für die neu eingeführte Videobewerbung, in deren Zuge die Juroren mehr als 2.700 Videos sichteten. Am 28. September beginnen die weltweiten Vorauswahlen für die Nachwuchssänger:innen.

    Gütersloh, 09. September 2021. Das Vorhaben der NEUEN STIMMEN, auch und gerade in der Corona-Pandemie jungen Operntalenten aus der ganzen Welt vielversprechende Karriere-Perspektive zu eröffnen, hat großen Zuspruch hervorgerufen. 1.367 Nachwuchssänger:innen aus 67 Ländern bewarben sich bei der 19. Auflage des Internationalen Gesangswettbewerbs der Bertelsmann Stiftung, sodass sich die Bewerberzahl auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den Vorjahren bewegt. Dies ist bemerkenswert, da alle Talente für die Bewerbung erstmals Videos einzusenden hatten, deren Produktion mitunter erhebliche Anforderungen mit sich brachte. Auf Grundlage der Videos sowie der weiteren Angaben, etwa zu Alter, Stimmfach, Ausbildung und Bühnenerfahrung, wählte die Jury mittels eines einheitlichen Bewertungssystems die aus ihrer Sicht vielversprechendsten Talente für die nächste Runde aus: 549 Bewerber:innen dürfen nun ihr Können live beim Vorsingen unter Beweis stellen.

    Die Live-Vorsing-Veranstaltungen beginnen am 28. September und gehören zum Markenkern der NEUEN STIMMEN. Geplant ist, sie in zwölf Städten in Europa, den USA und Südafrika auszurichten: Amsterdam, Berlin, Frankfurt, Kapstadt, London, Los Angeles, Mailand, Moskau, München, New York, Paris und Zürich. Ob die Juroren vor Ort sein können, hängt von den jeweiligen Corona-Bedingungen in den einzelnen Ländern und Städten ab. Als Alternative könnten die Vorsingen auch per Live-Streaming erfolgen; für die Veranstaltung in Kapstadt ist das bereits festgelegt worden. Es bleibt aber das Ziel, so viele Bewerber:innen wie möglich persönlich anzuhören. Die Vorauswahlrunde endet am 7./8. Dezember in München. Alle Termine sind auf der Website neue-stimmen.de zu finden.

    Videobewerbung soll beibehalten und weiterentwickelt werden

    "Die NEUEN STIMMEN haben schon vielen Gesangstalenten aus aller Welt den Weg zu einer erfolgreichen Laufbahn im globalisierten Opernbetrieb geebnet. Es ist für mich eine große Freude, dass sich erneut so viele junge Künstler:innen bei unserem Wettbewerb beworben haben. Der digitale Bewerbungsmodus hat zudem auf beeindruckende Weise verdeutlicht, wie offen die jungen Talente neuen technologischen Wegen als Teil ihrer Karriereplanung gegenüberstehen. Wir sehen, dass die Nachwuchssänger:innen in diesen herausfordernden Zeiten an ihre Fähigkeiten glauben und ihren Weg in eine Opernkarriere gezielt vorantreiben. Dabei möchten wir sie begleiten und so gut wie möglich unterstützen", sagt Liz Mohn, Präsidentin der NEUEN STIMMEN.

    Die Attraktivität von NEUE STIMMEN spiegelte sich in dem Engagement der
    Bewerber:innen. Viele legten Beharrlichkeit und Improvisationstalent an den Tag, um die Videos trotz der wechselnden Corona-Einschränkungen in professioneller Umgebung und mit Klavierbegleitung aufzuzeichnen. Auch die Vorauswahl-Jury – bestehend aus Brian Dickie, ehemaliger Generaldirektor des Chicago Opera Theatre, Sophie Joyce, Casting-Direktorin der Opéra National de Paris und Evamaria Wieser, Casting-Direktorin der Salzburger Festspiele – stellte Ausdauer unter Beweis. Da jedes Talent zwei Arien einreichen sollte, hatte das Trio nach Abschluss der Bewerbungsphase am 13. Juni dieses Jahres insgesamt 2.734 Videos zu sichten und zu bewerten. Trotz des damit verbundenen Aufwands zogen das Team und die Juroren von NEUE STIMMEN ein positives Fazit der Videoaufnahmen, da sie zusammen mit den anderen gängigen Bewerbungsunterlagen eine gute Grundlage für eine Bewertung bildete. Daher soll das Verfahren beibehalten und weiterentwickelt werden.

    Endrunde vom 5. bis 12. März 2022 in Gütersloh

    Die Endrunde von NEUE STIMMEN findet vom 5. bis 12. März 2022 in der Stadthalle
    Gütersloh statt, mit dem Semifinale am 10. und dem Finale am 12. März. Dort werden die Nachwuchssänger:innen mit Orchesterbegleitung vor der Jury, internationalem Fachpublikum und Medien ihr Talent und Repertoire präsentieren. Den Jury-Vorsitz hat wie in den Vorjahren Dominique Meyer inne, Intendant der Mailänder Scala. Für die Teilnehmer:innen der Final-runde lobt die Bertelsmann Stiftung Preise im Gesamtwert von mehr als 60.000 Euro aus. Mindestens ebenso wichtig sind die Kontakte zu den zahlreichen Vertreter:innen des Opern- und Kulturbetriebs sowie zum weltweiten Netzwerk von NEUE STIMMEN.

    Zusatzinformationen
    Der internationale Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN der Bertelsmann Stiftung wurde 1987 von Liz Mohn initiiert. Mit NEUE STIMMEN sucht und fördert die Bertelsmann Stiftung die besten jungen Opernsänger:innen weltweit. Alle Projektbausteine – Wettbewerb, Meisterkurse, Konzerte, Seminare, und Coachings – firmieren unter dem Begriff NEUE STIMMEN „"Creating Careers. Ziel bestehender und neuer Fördermaßnahmen ist es, Talente nicht nur zu entdecken, sondern sie auch nachhaltig zu begleiten und langfristig zu beraten. Damit eröffnet die Bertelsmann Stiftung jungen Gesangstalenten Teilhabe-Möglichkeiten in einer globalisierten und sich schnell verändernden Opernwelt. NEUE STIMMEN hat bereits vielen renommierten Sänger:innen in jungen Jahren den Weg zu einer internationalen Karriere ermöglicht, darunter Christiane Karg, Nathalie Stutzmann, Marina Rebeka, Michael Volle, René Pape, Franco Fagioli, Nadine Sierra und Elsa Dreisig.

    Unsere Expertinnen:
    Ines Koring, Telefon: +49 52 41 81 81 372
    E-Mail: ines.koring@bertelsmann-stiftung.de

    Vera Hanke, Telefon: +49 52 41 81 81 466
    E-Mail: vera.hanke@bertelsmann-stiftung.de


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Music / theatre
    transregional, national
    Contests / awards
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