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09/13/2021 15:07

Rhein-Main-Universitäten gehen gemeinsam in den kommenden Exzellenzstrategie-Wettbewerb

Kathrin Voigt Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Die Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) wird eine gemeinsame Bewerbung für die nächste Runde im Exzellenzstrategie-Wettbewerb des Bundes und der Länder vorbereiten. Der seit knapp sechs Jahren bestehende Verbund kann auf zahlreiche Erfolge verweisen und wird seine strategische Kooperation verstärkt weiterentwickeln.

    Die strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU), zu der sich die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) Ende 2015 zusammengeschlossen haben, sieht sich gut gerüstet, um in der nächsten Exzellenzstrategie-Runde gemeinsam anzutreten: Anlässlich des diesjährigen Tags der RMU blickte der länderübergreifende Universitätsverbund auf fünf Jahre erfolgreicher Kooperationen in allen Leistungsdimensionen zurück.

    Besonders im Bereich der Forschung konnte die Allianz herausragende Erfolge erzielen: So hat sich die Anzahl gemeinsamer DFG-Sonderforschungsbereiche (SFB) der RMU seit 2015 mehr als verdoppelt – von fünf auf 11; die Anzahl gemeinsamer DFG-Graduiertenkollegs stieg seit 2016 von zwei auf sechs. Insbesondere durch gezielte Förderungen wie den RMU-Initiativfonds Forschung mit einem Fördervolumen von insgesamt mehr als 2,5 Millionen Euro wurden innovative Kooperationen initiiert und erfolgreich umgesetzt.

    Im Bereich Studium und Lehre profitieren die über 100.000 Studierenden der Partneruniversitäten von der Etablierung des RMU-Studiums mit seinem zukunftsweisenden Studienangebot aller drei Universitäten über die Ländergrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz hinweg. Seit dem Start im Wintersemester 2020/2021 wurden bereits über 3.400 Lehrveranstaltungen für RMU-Studierende geöffnet. Der RMU-Initiativfonds Lehre hat bisher mit rund 500.000 Euro die Entwicklung innovativer, nachhaltiger Kooperationsformate in der Lehre ermöglicht, die die Attraktivität des Studienraums RMU steigern. Aktuell bieten die Rhein-Main-Universitäten sieben gemeinsame Studiengänge an, beispielsweise in der Ethnologie/Afrikanistik, der Medizintechnik und der Politikwissenschaft.

    In den nächsten Jahren streben die Rhein-Main-Universitäten eine stete Weiterentwicklung und Profilierung der Allianz an – mit dem konkreten Ziel, im nächsten Exzellenzstrategie-Wettbewerb des Bundes und der Länder gemeinsame Exzellenzcluster-Anträge einzureichen sowie sich als Verbund mit einem Gesamtkonzept für den Ausbau der internationalen Spitzenforschung in der zweiten Förderlinie Exzellenzuniversitäten zu bewerben. Aktuell stimmen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat die konkrete Zeitplanung des Wettbewerbs ab. Die Ausschreibung der Förderlinie Exzellenzcluster wird voraussichtlich Ende 2022, die der Förderlinie Exzellenzuniversitäten voraussichtlich im Jahr 2025 erfolgen.

    Die Präsident*innen der RMU – Prof. Dr. Tanja Brühl (Darmstadt), Prof. Dr. Enrico Schleiff (Frankfurt) und Prof. Dr. Georg Krausch (Mainz) – haben in den vergangenen Monaten mit Blick auf den Exzellenzstrategie-Wettbewerb und darüber hinaus die Vision der Rhein-Main-Universitäten als integrierten Chancenraum für Studierende, Wissenschaftler*innen und alle Mitarbeiter*innen entwickelt, um die Allianz in den nächsten zehn Jahren zu einer strategischen Universitätsallianz neuer Qualität zu transformieren:

    >> Die Rhein-Main-Universitäten sollen ein führender Innovationsraum der internationalen Wissenschaftslandschaft werden und sich in zentralen Zukunftsthemen der Wissenschaft unter den globalen Vorreitern positionieren. Die Partner wollen Programme für die kooperative, inter- und transdisziplinäre Bearbeitung dieser Forschungsfelder definieren und umsetzen – unterstützt durch spezielle RMU-Forschungsstrukturen. Für Wissenschaftler*innen in der frühen Karrierephase bieten die RMU durch ihre einmalige Förderumgebung und die vielfältigen Weiterqualifizierungs- und Fördermöglichkeiten von drei Universitäten auf engstem Raum einen attraktiven Raum für den Aufbau einer eigenständigen Karriere.

    >> Im Handlungsfeld Studium und Lehre planen die RMU eine Ausweitung des bestehenden RMU-Studienprogramms sowie die Entwicklung weiterer gemeinsamer Studiengänge. Für die Weiterentwicklung bestehender Strukturen und Formate sowie die Schaffung neuer Kooperationsmodelle in Studium und Lehre, beispielsweise neue Co-Teaching-Angebote oder gemeinsame internationale Summer Schools, wird die RMU ihren bewährten RMU-Initiativfonds Lehre ausbauen.

    >> Für ihr wissenschaftliches wie technisch-administratives Personal haben die drei Universitäten bereits Teile ihrer Weiterbildungsangebote wechselseitig geöffnet. Perspektivisch wird ein RMU-Career-Development etabliert, in dem Strukturen zur Förderung von individuell attraktiven Karrierewegen entwickelt werden. Hierzu tragen sowohl kurzfristige RMU-interne Hospitationsmöglichkeiten als auch Vereinbarungen zwischen den drei Universitäten zu beruflichen Wechseln zwischen ihnen bei. Große Chancen liegen hier insbesondere in den Bereichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Berufungen und Dual-Career-Optionen.

    >> Die RMU werden ihre Aktivitäten im Bereich Wissenstransfer auf die Bereiche der Wissenschaftlichen Weiterbildung und des Wissenschafts- und Technologietransfers ausweiten. Aus der Vielfalt und Breite der Angebote schaffen die RMU in alle Richtungen offene Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten, die die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main zu einem attraktiven Standort für Studium, wissenschaftliche Karriere und Beschäftigung in Verwaltung und Wissenschaftsmanagement machen.

    Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz befürworten und unterstützen die Umsetzung und Etablierung von Maßnahmen und Angeboten zur nachhaltigen Stärkung einer gemeinsamen RMU-Identität der Universitäten Darmstadt, Frankfurt und Mainz.

    Weitere Informationen:
    https://www.rhein-main-universitaeten.de/sites/default/files/field_story_file/20... – Statements der RMU-Präsident*innen sowie der Wissenschaftsminister*innen von Hessen und Rheinland-Pfalz zur Zukunft der Rhein-Main-Universitäten

    Ihre Ansprechpartner:
    Jörg Feuck
    Leiter Kommunikation und Medien
    Technische Universität Darmstadt
    Karolinenplatz 5
    64289 Darmstadt
    Telefon +49 6151 16-20018
    E-Mail: joerg.feuck@tu-darmstadt.de

    Dr. Olaf Kaltenborn
    Leiter PR und Kommunikation
    Goethe-Universität Frankfurt |
    Campus Westend
    Theodor-W.-Adorno-Platz 1
    60323 Frankfurt am Main
    Telefon +49 69 798-13035
    E-Mail: kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de

    Petra Giegerich
    Leiterin Kommunikation und Presse
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    Telefon +49 6131 39-20047
    E-Mail: petra.giegerich@uni-mainz.de


    More information:

    https://www.rhein-main-universitaeten.de - Rhein-Main-Universitäten (RMU)


    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    interdisciplinary
    transregional, national
    Cooperation agreements, Science policy
    German


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