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12/03/2021 13:09

Starke Vorträge beim deutsch-französischen Cybersecurity-Workshop

Sebastian Klöckner Unternehmenskommunikation
CISPA Helmholtz Center for Information Security

    IT-Sicherheitsforscher:innen beider Länder tauschten sich am Dienstag über ihre Forschung aus und präsentierten Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit.

    Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Loria in Nancy und dem CISPA in Saarbrücken zeigt sich überaus fruchtbar. Beim neuerlichen Treffen der renommierten Forschungseinrichtungen nahmen zahlreiche Forscher:innen der beiden Institutionen teil. „Bei diesem CISPA-LORIA-Workshop hatten wir das Glück, eine Vielzahl von sehr guten Vorträgen zu verschiedenen Themen der Cybersicherheit zu hören. Darüber hinaus haben unsere Redner:innen ihre Vorträge auf ein vielfältiges Publikum zugeschnitten, was sie auch für Nicht-Fachleute besonders unterhaltsam machte“, resümiert Prof. Dr. Antoine Joux (CISPA). Prof. Dr. Marine Minier (Loria) pflichtet ihm bei: „Auch wenn wir uns nicht in Präsenz treffen konnten, waren die Präsentationen am Vormittag sehr vielfältig und überaus informativ, insbesondere zu den Themen Fuzzing und Multi-Party-Computing.“

    Am Dienstag, 30. November, kamen die Forscher:innen beider Institutionen coronabedingt online zusammen, um sich über ihre Forschungsergebnisse auszutauschen. Eingeladen hatten die verantwortlichen Organisator:innen Antoine Joux und Marine Minier, die nach einleitenden Worten den Forscher:innen die virtuelle Bühne überließen.

    Dr. Najwa Aaraj, Chief Researcher am Cryptography Research Centre des Technology Innovation Institute in Abu Dhabi eröffnete den Tag mit einem Vortrag zum Thema postquantensichere Kryptografie. Sie sprach unter anderem über die praktischen Herausforderungen bei der Anwendung von Systemen, die gegen Quantenangriffe sicher sein sollen. Zudem beleuchtete die Forscherin, welche Rolle Maschinelles Lernen bei der Entwicklung neuer Cybersicherheitslösungen spielen könnte.

    Im Anschluss daran stellte der leitende Wissenschaftler Professor Dr. Andreas Zeller vom CISPA ein neues Verfahren zum automatisierten Sicherheitstesten von kryptografischen Systemen vor.

    Im dritten Vortrag des Tages stellten die CNRS-Forscherin Dr. Virginie Lallemand und Dr. Benoît Cogliati, Forschungsgruppenleiter am CISPA, einen verbesserten Algorithmus für die vollständige Festplattenverschlüsselung vor. Dessen Ziel ist es, den Diebstahl oder die Preisgabe von Daten, zum Beispiel von gestohlenen Geräten zu verhindern.

    Zum Abschluss der Vortragsreihe stellte Dr. Julian Loss, Tenure-Track Faculty am CISPA, eine neue Klasse von Protokollen für verteilte Berechnungen vor, welche unter verschiedenen Netzwerk-Bedingungen mit praktischer Motivation optimale Sicherheitsschranken erfüllen.

    „Am Nachmittag tauschten wir uns darüber aus, wie wir unsere Zusammenarbeit stärken können, und dies hat ­­­– sogar über eine virtuelle Diskussion – sehr vielversprechende Ideen hervorgebracht“, sagt Marine Minier. Für das Jahr 2022 sind bereits weitere Workshops geplant. „Wir hoffen, dass wir uns im März und im Juni wiedersehen können, wobei wir auch hoffen, dass es zumindest im Juni als Präsenzveranstaltung stattfinden kann.“ Antoine Joux ergänzt: „In der Zukunft wird es darum gehen, die Zusammenarbeit zu verstärken, um mehr gemeinsame Forschung und Partnerschaft in verschiedenen Projekten zu erreichen. Als Symbol für die Zusammenarbeit ist ein Logo in Vorbereitung, für das während des Treffens die ersten Vorschläge vorgestellt wurden.“

    Über das Deutsch-Französische Zentrum für Cybersicherheit

    Das Zentrum ist ein Zusammenschluss der größten und renommiertesten Forschungszentren für Cybersicherheit in Europa. Das CISPA Helmholtz Center for Information Security und das INRIA/Loria in Nancy gehen seit dem Jahr 2020 gemeinsame Wege in der Cybersicherheitsforschung und widmen sich der Stärkung der Transfer- und Innovationsaktivitäten zwischen Frankreich und Deutschland. Federführend sind auf deutscher Seite Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Backes und Prof. Dr. Antoine Joux und auf französischer Seite Prof. Dr. Jean-Yves Marion und Prof. Dr. Marine Minier.


    Contact for scientific information:

    Miriam Menzel, menzel@cispa.de


    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Information technology
    transregional, national
    Cooperation agreements, Transfer of Science or Research
    German


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