idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
12/03/2021 13:15

Neuer Sonderforschungsbereich für die Rostocker Physik

Sissy Gudat Presse- und Kommunikationsstelle
Universität Rostock

    Wie wirkt Licht auf Materie, wie beeinflusst Materie das Licht, und wie kann man die Wechselwirkung zwischen Licht und Materie steuern? Diesen Fragen wollen Forschende am Institut für Physik der Universität Rostock mit modernsten wissenschaftlichen Methoden auf den Grund gehen – nun haben sie dafür den Zuschlag für ein Verbundprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Mit rund 11 Millionen Euro wird die Erforschung der Licht-Materie-Wechselwirkung im neuen DFG-Sonderforschungsbereich (SFB) “LiMatI” gefördert.

    Sonderforschungsbereiche der DFG bündeln Forschungsprojekte zu einem übergeordneten aktuellen wissenschaftlichen Thema und sind ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Spitzenforschung und Strukturbildung an deutschen Hochschulen. Der Sonderforschungsbereich LiMatI ist am Institut für Physik der Uni Rostock angesiedelt und bindet Spitzenforscher vom Berliner Max-Born-Institut ein.

    Die Licht-Materie-Wechselwirkung steht im Zentrum fundamentaler Phänomene in der Natur und technologischer Anwendungen, wie z.B. Photosynthese, Solarzellen, Optoelektronik, Sensoren, Umweltanalyse und Materialbearbeitung mit Lasern. Dank der Fortschritte in der Laserphysik hinsichtlich höherer Intensitäten und zeitlicher Auflösung im Attosekundenbereich (1 Attosekunde = 0,000000000000000001 Sekunden) sowie neuartiger Klassen von Materialien eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, die Licht-Materie-Wechselwirkung an Grenzflächen für bildgebende Verfahren, Sensorik und die Kontrolle der Quantendynamik in kondensierter Materie mittels Laserlicht auszunutzen. Diese Möglichkeiten auszuloten und zu erkunden hat sich das LiMatI-Team zu Aufgaben gemacht. Das sechsköpfige Leitungsteam wird nun gemeinsam mit den 22 Projektleiterinnen und -leitern den SFB LiMatI zum Leben erwecken. Viele junge Forscherinnen und Forscher werden ihre wissenschaftliche Karriere im SFB LiMatI starten und mit ihren Beiträgen dem Forschungsstandort Rostock eine noch höhere Sichtbarkeit verleihen.

    Die Finanzierung ist zunächst für vier Jahre bewilligt und kann bei erfolgreicher Begutachtung bis auf maximal zwölf Jahre verlängert werden. Der Großteil der Mittel wird für die Finanzierung von 26 Doktorandinnen und Doktoranden verwendet. Darüber hinaus gibt es umfangreiche Mittel für die experimentelle Ausstattung, Netzwerkaktivitäten, Konferenzen, Gäste, Gleichstellungsmaßnahmen, Graduiertenschule, Öffentlichkeitsarbeit und Datenmanagement.

    Wegbereiter dafür war wiederum der 2017 nach zwölf erfolgreichen Jahren ausgelaufene SFB 652 zu starken Korrelationen und kollektiven Effekten in Strahlungsfeldern.


    Contact for scientific information:

    Kontakt:
    Prof. Dr. Dieter Bauer
    Sonderforschungsbereich “LiMatI”
    Institut für Physik
    Te.: +49 381 498 6940
    www.physik.uni-rostock.de


    More information:

    http://Pressemitteilung der DFG: https://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung_nr_48...


    Images

    Attachment
    attachment icon Das Leitungsteam des neuen SFBs: Dieter Bauer (Sprecher), Franziska Fennel, Thomas Fennel, Tobias Korn, Stefan Lochbrunner und Alexander Szameit.

    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Physics / astronomy
    transregional, national
    Research projects, Transfer of Science or Research
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).