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05/14/2022 13:42

Minister Blume begrüßt den Start des Forschungsverbunds für mehr Sicherheit im digitalen Alltag

Katrina Jordan Abteilung Kommunikation
Universität Passau

    Wie werden IT-Sicherheitslösungen alltagstauglich? Welche Updates sind wirklich nötig? Welche Daten speichern und verbreiten meine Smart Home Geräte oder mein Handy über mich? Am 13. Mai hat Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume den offiziellen Startschuss für die Arbeit des Forschungsverbundes „Sicherheit in der Alltagsdigitalisierung“ (ForDaySec) gegeben, der an Antworten auf diese dringenden Fragen forscht.

    Im Rahmen einer ersten offiziellen Arbeitssitzung gab der Forschungsverbund ForDaySec dem bayerischen Wissenschaftsminister Markus Blume, dem Wissenschaftsminister a.D. Bernd Sibler und weiteren Vertretern der Politik Einblicke in die geplante Forschungsarbeit der kommenden vier Jahre.

    „Der Cybersicherheit kommt für unsere freiheitliche Gesellschaft eine Schlüsselrolle zu“ betonte Blume. „Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche. Zugleich wächst die Bedrohung krimineller Angriffe auf die digitale Infrastruktur dramatisch. Deshalb fördern wir mit rund 3,3 Millionen Euro den bayerischen Forschungsverbund ‚ForDaySec – Sicherheit in der Alltagsdigitalisierung‘. Das ist eine zukunftsweisende Investition in die Funktionsfähigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit des Hightech-Lands Bayern.“

    Das Alleinstellungsmerkmal von „ForDaySec“ ist die zielgerichtete, interdisziplinäre Erforschung neuartiger technischer Verfahren für die Cybersicherheit privater Haushalte, kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie der öffentlichen Verwaltung. Mit diesem Ziel erforscht „ForDaySec“ neben Lösungen zur Erhöhung der Sicherheit für Hard- und Software spezielle Sicherheitskonzepte, die ohne Spezialwissen leicht einsetzbar sein sollen und zugleich die Aspekte des technischen Datenschutzes beachten. Bestandteil der Forschung sind dabei auch rechtswissenschaftliche Arbeiten zu Update-Pflichten sowie soziologische Untersuchungen zur Nutzung von Technik in der alltagspraktischen Anwendung.

    An dem Verbundprojekt sind fünf Universitäten in Bayern mit acht Teilprojekten beteiligt. Dabei arbeiten unter anderem Informatiker, Soziologen und Rechtswissenschaftler zusammen und forschen daran, wie Cybersicherheit in der Breite der Gesellschaft verankert werden kann. Der Verbund wird mit 3,3 Millionen Euro über eine Laufzeit von vier Jahren vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. „Wir begreifen uns als Keimzelle für im Alltag umsetzbare Antworten auf komplexe IT-Sicherheitsherausforderungen. Zur Absicherung der Alltagsdigitalisierung wollen wir die Hürden senken, Techniken der IT-Sicherheit einzusetzen. Gerade durch unseren interdisziplinären Ansatz werden wir neues Wissen generieren, um gesellschaftlich relevante Probleme lösen“, so Stefan Katzenbeisser, Sprecher des Forschungsverbundes ForDaySec und Professor für Technische Informatik an der Universität Passau.

    Die Universität Passau ist als Sprecheruniversität mit drei Teilprojekten beteiligt. Prof. Dr. Stefan Katzenbeisser untersucht, wie angreifbare unveränderbare Endgeräte nachträglich gekapselt und überwacht werden können. Prof. Dr. Joachim Posegga und Dr. Henrich C. Pöhls erforschen, wie Geräte des so genannten Internet of Things sicher mittels Verschlüsselungstechniken in Heim- und Firmennetzwerke integriert werden können. Prof. Dr. Thomas Riehm untersucht Aktualisierungspflichten und -rechte von Software-Herstellern und -Vertreibern.

    Prof. Dr. Claudia Eckert von der Technischen Universität München untersucht, wie unsichere Geräte des Internet of Things in abgesicherte Unternehmensinfrastrukturen ohne Risiken eingebunden werden können.

    Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat zwei beteiligte Teilprojekte. Prof. Dr.-Ing. Felix Freiling und Dr. habil. Zinaida Benenson erstellen eine technische Datenschutz-Analyse von appgesteuerten Geräten des Internet of Things. In einem weiteren Teilprojekt untersucht Prof. Dr. Sabine Pfeiffer die Alltagspraktiken der Nutzenden, deren Kompetenz im Umgang mit alltäglichen digitalen Geräten und ihre institutionelle und organisationale Einbettung.

    An der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wird im Teilprojekt von Prof. Dr. Dominik Herrmann untersucht, wie mit einem Fokus auf Benutzbarkeit und Erklärbarkeit die Datenschutzkompetenz von Software-Entwickelnden mittels Software-Komponenten und Schulungsumgebungen gestärkt werden können.

    Die Universität der Bundeswehr München ist assoziierter Partner des Verbunds. Prof. Dr. Johannes Kinder forscht daran, wie Firmwarekomponenten ohne Unterstützung des Herstellers gehärtet werden können.

    ForDaySec im Überblick:

    Sprecheruniversität: Universität Passau

    Weitere, beteiligte Universitäten:Technische Universität München, Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Universität der Bundeswehr München

    Laufzeit: 01.04.2022-31.03.2026

    Fördersumme: 3,3 Millionen Euro

    Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst



    Ansprechpartner für Presse:

    Florian Rummler, Verbundorganisator in der Geschäftsstelle
    E-Mail: Florian.Rummler@uni-passau.de
    Telefon: +49 (0) 821 598-4891


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr. Stefan Katzenbeisser
    E-Mail: Stefan.Katzenbeisser@uni-passau.de
    Telefon: +49 (0) 851 509-3040


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Information technology
    transregional, national
    Research projects, Science policy
    German


    Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume hat den offiziellen Startschuss für die Arbeit des Forschungsverbundes „Sicherheit in der Alltagsdigitalisierung“ (ForDaySec) gegeben.


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