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07/05/2022 18:03

Peter Morio-Preis für Rebenzüchtung geht an Prof. Dr. Jochen Bogs vom Weincampus Neustadt

Johannes Kaufmann Pressestelle
Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

    Der Förderverein des Fachinstituts für Rebenzüchtung am Julius Kühn-Institut (JKI) ehrt den Wissenschaftler unter anderem für seine herausragende Forschung zu krankheitsresistenten Rebsorten.

    (Siebeldingen) Für seinen herausragenden wissenschaftlichen Beitrag zur Rebenzüchtung wurde Jochen Bogs mit dem Peter Morio-Preis 2022 ausgezeichnet. Prof. Bogs lehrt am Weincampus in Neustadt unter anderem zu Physiologie und Biochemie der Rebe und Traube, Biotechnologie, Rebenzüchtung und Rebenernährung. Seine zahlreichen Publikationen sprechen für seine ausgezeichnete wissenschaftliche Vernetzung im Inland und auch im Ausland. Weltweit ist seine Expertise geschätzt. Verliehen wird der Preis von der Gemeinschaft der Förderer und Freunde des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof e.V. Das Institut für Rebenzüchtung am Standort Geilweilerhof in Siebeldingen gehört zum Julius Kühn-Institut (JKI), dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen. Überreicht wurde der Preis am 3. Juni im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung des Vereins.

    In seiner Laudatio ehrte der Leiter der JKI-Rebenzüchtung und Geschäftsführer des Fördervereins, Prof. Dr. Töpfer, Herrn Prof. Bogs für seine Leistungen. Aktuell erforscht Jochen Bogs die Mechanismen, mit denen sich pilzwiderstandsfähige Rebsorten (PIWI) gegen Schadpilze zur Wehr setzen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschung sind die Inhaltsstoffe der Beeren und ihre Einflüsse auf die Traubenqualität. Mit den Rebenzüchtern und Rebenschützern des JKI arbeitet er aktuell im Projekt VITIFIT: „Gesunde Reben im Ökoweinbau durch Forschung, Innovation und Transfer“ zusammen. Weitere gemeinsame Forschungsprojekte sind beantragt.

    In den vergangenen Jahren hat sich der Preisträger besonders durch Untersuchungen von Regulationsfaktoren und ihren Einfluss auf die Stilbensynthese (Abwehrstoffe der Rebe) und die Evaluierung der Resistenzmechanismen neuer pilzwiderstandsfähiger Rebsorten hervorgetan. Diese Arbeiten brachten einen enormen Wissensgewinn für die Rebenzüchtung und umfassen beispielsweise die ersten praxisorientierten, systematischen Untersuchungen zur Minimierung des Pflanzenschutzmittelaufwands bei PIWIs.

    In seiner Dankesrede gab Prof. Bogs den Mitgliedern des Fördervereins einen spannenden Einblick in seine derzeitigen Arbeiten, indem er aufzeigte, dass Sorten mit verschiedenen Rpv-Resistenzen unterschiedlich auf den Erreger des Falschen Mehltaus (Plasmopara viticola) reagieren.

    Zum Peter Morio-Preis
    Der Preis honoriert herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Rebenzüchtung. Er wird seit 1994 alle zwei Jahre von der Gemeinschaft der Förderer und Freunde des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof e.V. verliehen. Namensgeber ist Peter Morio (1887-1960), der 1926 die Außenstelle Rebenzüchtung der Bayerischen Landesanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Würzburg auf dem Geilweilerhof in Siebeldingen gründete. Aus seinen Zuchtarbeiten am Geilweilerhof gingen u.a. die Rebsorten Bacchus, Morio Muskat, Optima und Domina hervor. Die Liste der vergangenen Preisträger findet sich hier: https://www.julius-kuehn.de/foerdervereine/.


    Criteria of this press release:
    Journalists
    Biology, Environment / ecology, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Contests / awards, Personnel announcements
    German


    v.l. Prof. Dr. Reinhard Töpfer (Leiter der JKI-Rebenzüchtung), Peter-Morio-Preisträger 2022 Prof. Dr. Jochen Bogs und Dr. Andreas Kortekamp (2. Vorsitzender des Vereins Förderer und Freunde des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof e.V.)


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