idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
03/27/2023 13:00

Mit Hightech auf den Spuren vergangener Kulturen

Jan Steffen Media and Public Outreach
Cluster of Excellence ROOTS - Social, Environmental, and Cultural Connectivity in Past Societies

    Institut für Geowissenschaften der CAU richtet 15. Internationale Konferenz zur Archäologischen Prospektion (ICAP 2023) aus

    Spaten, Kellen und Bürsten sind die klassischen Werkzeuge der Archäologie. Bis heute sind sie bei Ausgrabungen unverzichtbar. Doch mittlerweile sind hochpräzise Erkundungstechnologien wie Georadar, Magnetfeldmessungen, Seismik oder Lidar-Laser für die Erforschung vergangener Epochen mindestens genauso wichtig. Sie bereiten nicht nur Ausgrabungen vor, sondern erweitern selbst mit zusätzlichen Daten das Wissen über frühere Kulturen und Gesellschaften erheblich.

    Vom 28. März bis 1. April treffen sich in Kiel mehr als 120 Expertinnen und Experten aus 20 Ländern an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zur 15. International Conference on Archaeological Prospection (Internationale Konferenz zur Archäologischen Prospektion, ICAP 2023). Sie tauschen sich über aktuelle Entwicklungen bei verschiedenen Prospektionsmethoden, über technische und methodische Innovationen und die Verarbeitung und Visualiserung der dabei anfallenden Daten aus. Ausrichter der alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz ist in diesem Jahr das Institut für Geowissenschaften (IfG) der CAU unterstützt vom Exzellenzcluster ROOTS.

    „Natürlich kann die Archäologie nicht auf Ausgrabungen verzichten. Aber geophysikalische Methoden können zum Beispiel mit vergleichsweise geringem Aufwand viel größere Flächen erfassen und so komplette Siedlungsstrukturen zeigen, die sonst im Boden verborgen bleiben würden”, erklärt der Geophysiker Prof. Dr. Wolfgang Rabbel vom IfG, Konferenzleiter und Co-Sprecher des Exzellenz ROOTS.

    Dank großer Fortschritte bei der Datenauswertung in den vergangenen Jahren könne die Seismik mittlerweile auch feine Strukturen tief im Boden auflösen und so Details früherer menschlicher Aktivitäten erkennen, ergänzt Professor Rabbel.

    Die enge Kooperation zwischen Geophysik und Ur- und Frühgeschichte beziehungsweise Archäologie hat an der CAU eine lange Tradition. Speziell die von Wolfgang Rabbel geleitete Arbeitsgruppe für Angewandte Geophysik ist regelmäßig an der der Untersuchung archäologischer Plätze beteiligt, angefangen im nordfriesischen Wattenmeer über den Mittelmeerraum bis nach Ägypten.

    Passend zum diesjährigen Konferenzort Kiel setzt die ICAP 2023 zusätzlich einen Schwerpunkt auf Meeres- und Feuchtgebietsprospektion. Diese Gebiete stellen gleich aus mehreren Gründen eine spezielle Herausforderung dar: Die Sicht unter Wasser ist begrenzt, empfindliche Sensoren müssen vor Feuchtigkeit oder Salzwasser geschützt werden und elektromagnetische Signale übertragen sich im Wasser kaum.

    „Hier an der CAU haben wir den großen Vorteil, dass es sowohl einen Schwerpunkt in der Meeresforschung als auch in der Archäologie gibt. Über Fachgrenzen hinweg können wir also voneinander lernen und Methoden für verschiedene Bereiche weiterentwickeln“, sagt Wolfgang Rabbel.

    Passend zu diesem Schwerpunkt wird eine Exkursion zum wikingerzeitlichen Fundplatz Haithabu an der Schlei bei Schleswig das Programm abrunden.

    „Wir freuen uns schon sehr auf den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen während der ICAP 2023 und auf die Anregungen und Impulse, die wir dabei gewinnen können“, sagt Professor Rabbel.

    Hinweis für die Medien:
    Haben Sie Interesse an Sessions und Themen der Konferenz oder möchten Sie Teilnehmer interviewen? Kontaktieren Sie uns gern unter press@roots.uni-kiel.de.


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr. Wolfgang Rabbel
    Institut für Geowissenschaften der CAU
    E-Mail: wolfgang.rabbel@ifg.uni-kiel.de

    Dr. Tina Wunderlich
    Institut für Geowissenschaften der CAU
    tina.wunderlich@ifg.uni-kiel.de


    More information:

    https://www.icap2023.uni-kiel.de/en Konferenzwebseite ICAP2023
    https://www.ifg.uni-kiel.de/de Das Institut für Geowissenschaften der CAU


    Images

    Das Team der "Angewandten Geophysik" vom Institut für Geowissenschaften der CAU bei marinen Magnetikmessungen in Elaia, Türkei.
    Das Team der "Angewandten Geophysik" vom Institut für Geowissenschaften der CAU bei marinen Magnetik ...
    Wolfgang Rabbel


    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars, all interested persons
    Geosciences, History / archaeology
    transregional, national
    Scientific conferences
    German


     

    Das Team der "Angewandten Geophysik" vom Institut für Geowissenschaften der CAU bei marinen Magnetikmessungen in Elaia, Türkei.


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).