idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
08/26/2004 16:06

Uran - Umwelt - Unbehagen, 1. Statusseminar zum Thema Uran in der FAL am 14.10.2004

Margit Fink Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)

    Uran ist das schwerste natürlich vorkommende chemische Element und als radioaktiver Alpha-Strahler und toxisches Schwermetall eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt. Gerade dieses doppelte Gefährdungspotential wird bislang noch oft verkannt. Als natürliches Element kommt Uran in allen Lebensbereichen und in sehr unterschiedlichen Konzentrationen vor und stellt damit eine der Grundbelastungen des Lebens dar. Uran reichert sich bevorzugt in Knochen an und kann verschiedenste Krankheiten, angefangen von Funktionsstörungen der Nieren, der Lunge und der Leber bis hin zu Krebs und Erbgutveränderungen auslösen. Die Wahrscheinlichkeit solcher fatalen Wirkungen auf die Gesundheit ist dabei eine Funktion der vom Organismus aufgenommenen Menge an Uran, d.h. das Risiko verringert sich mit abnehmender Uran-Aufnahme. In den letzten 50 Jahren haben die Mengen an Uran, die durch menschliche Aktivitäten in die Umwelt gelangen, zugenommen und damit auch die Gefahr erhöhter Belastungen der Nahrungskette. Verantwortlich dafür sind der Uran-Bergbau, die Verarbeitung von Uran als Nuklearbrennstoff, die Düngung mit Phosphaten und der zunehmende Konsum von Mineralwässern. In militärischen Krisengebieten ist es zudem der zunehmende Einsatz sogenannter DU-Munition. DU ("depleted uranium") ist Uran, in dem das spaltbare Isotop 235U abgereichert ist; das verbleibende 238U ist aber ebenfalls radioaktiv und toxisch.

    Zur Information der am Problem "Uran in der Umwelt" (Physikochemie, Quellen, Eintritt in die Nahrungskette, Toxikologie) interessierten Öffentlichkeit veranstaltet das Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) gemeinsam mit dem "World Depleted Uranium Center" (WODUC) am 14. Oktober 2004 in der FAL in Braunschweig das 1. Statusseminar zum Thema Uran. Die Veranstaltung beginnt um 10:15 Uhr im FORUM der FAL, beinhaltet neun Fachvorträge (siehe Programm unten) und schließt mit einer Podiumsdiskussion, zu der Vertreter aus Wissenschaft, Ministerien, Industrie und Presse eingeladen sind.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug
    Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
    Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde
    Bundesallee 50, 38116 Braunschweig
    E-Mail: pb@fal.de

    ------------
    PROGRAMM
    ------------
    1. Statusseminar zum Thema Uran
    Uran - Umwelt - Unbehagen

    Ort: FORUM der FAL
    Datum: 14. Oktober 2004
    Zeit: 10:15 bis ca. 17:00 Uhr
    Teilnahmegebühr: keine
    (begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!)
    Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 30. September 2004 verbindlich an, schriftlich, per Fax oder E-mail:
    Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) Bundesallee 50, D-38116 Braunschweig
    Fax: 0531-5962199; E-mail: pb@fal.de

    10:15 - 10:20 Begrüßung - K. Vorlop (FAL)
    10:20 - 10:35 Einführung in die Problematik - E. Schnug (FAL)
    10:35 - 11:00 Physikochemie von Uran - J. Fleckenstein (FAL)
    11:00 - 11:25 Natürliche Hintergrundwerte von Uran - G. Bernhard (FZ Rossendorf)
    11:25 - 11:50 Uran aus Bergbauaktivitäten - E. Kothe (Uni Jena)
    11:50 - 12:15 Uran in Düngemitteln - S. Kratz (FAL)
    12:15 - 13:30 Mittagspause
    13:30 - 13:55 Uran in Lebensmitteln und Wässern - E. Schnug (FAL)
    13:55 - 14:20 Anwendungen von abgereichertem Uran - P. Bodes (Oberbootsmann a.D.)
    14:20 - 14:45 Uran-TransferBoden/Pflanze - S. Schroetter (FAL)
    14:45 - 15:10 Toxikologie von Uran - A. Schott (WODUC)
    15:10 - 17:00 Diskussion von Podium & Publikum zum Thema: Uran - Umwelt - Unbehagen
    C. Bannick (UBA), A. Claussen (IPPNW),
    S. Dopychai (VDM), G. Flachowsky (FAL), J. Heimbrecht (Journalist), C. Hubrich (BMVEL), N.N. (BMVG), B. Merkel (TU Freiberg), D. Pradt (IVA), N.N. (BfR), A. Schott (WODUC), N.N. (UNEP), N.N. (Rheinmetall)
    (kursiv: angefragt)
    Moderation: J. Heimbrecht (Journalist)


    Images

    Criteria of this press release:
    Biology, Chemistry, Environment / ecology, Medicine, Nutrition / healthcare / nursing, Oceanology / climate, Zoology / agricultural and forest sciences
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Research results
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).