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04/04/2025 10:34

NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes besucht Campus Rheinbach der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Daniela Greulich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

    Die Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten am Campus Rheinbach der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) schreiten gut voran. Bei einem Besuch hat sich die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Ina Brandes gestern Nachmittag (Donnerstag, 3. April) ein Bild von der aktuellen Situation gemacht. Der Campus war bei der Flutkatastrophe 2021 schwer beschädigt worden. In einigen Gebäuden läuft inzwischen wieder der Normalbetrieb, die komplette Wiederherstellung ist für Mitte 2026 geplant. Brandes informierte sich außerdem über den DFG-Forschungsverbund „CytoTransport“ sowie über das Laserlabor und den Hochschulforschungsschwerpunkt „Sicherheitsforschung“.

    „Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg treibt Innovationen und Internationalität in der Region an. Mit ihrer Forschung, praxisnahen Lehre und starken Vernetzung mit der Wirtschaft leistet die Hochschule einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort und den Wohlstand in unserem Land. Es freut mich sehr, dass der Wiederaufbau des Campus in Rheinbach nach der Unwetterkatastrophe gut und mit großem Engagement aller Beteiligten voranschreitet. Das Land wird die Hochschule auf diesem Weg weiter begleiten“, sagte Wissenschaftsministerin Ina Brandes.

    Hochschulpräsidentin Marion Halfmann und Kanzlerin Angela Fischer freuten sich sehr über den Besuch. „Beschäftigte und Studierende in Rheinbach haben eine lange Durststrecke hinter sich. Inzwischen ist zum Glück das Leben auf den Campus zurückgekehrt. Wir konnten der Ministerin nicht nur die Fortschritte beim Wiederaufbau zeigen, sondern ihr auch unsere Forschungsstärke demonstrieren. Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung für die H-BRS, die durch den Besuch zum Ausdruck kommt, und das Interesse an unserer Arbeit. Rheinbach ist ein sehr wichtiger Standort für uns“, sagte Hochschulpräsidentin Marion Halfmann.

    Gebäude, Technik, Laborgeräte und Mobiliar am Campus Rheinbach waren bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 schwer beschädigt oder zerstört worden. Die Flutschäden betrafen sowohl die sechs hochschuleigenen als auch die angemieteten Gebäude. Die aktuelle Schadenschätzung liegt bei mehr als 60 Millionen Euro, für die das Land NRW aufkommt. „Beim Wiederaufbau des Campus Rheinbach können wir uns jederzeit auf die Unterstützung des Landes verlassen. Diese enge Zusammenarbeit ist entscheidend für die Zukunft dieses Standorts. Besonders beeindruckend war und ist der Einsatz unserer Beschäftigten, Lehrenden und Studierenden, die mit großer Entschlossenheit die Herausforderungen gemeistert haben. Und auch wenn der Wiederaufbau noch andauert, sind die zu beobachtenden Fortschritte ein starkes Zeichen für die Innovationskraft unserer Hochschule“, betonte Kanzlerin Angela Fischer.

    Bei einem Rundgang über den Campus gab Ute Schmitz, Dezernentin für Facility Management, Bauen und Sicherheit, der Wissenschaftsministerin einen aktuellen Überblick über die Situation. Zudem berichteten die Vizepräsidenten Peter Muck und Johannes Steinhaus von ihren Erfahrungen. Inzwischen sind vier Gebäude komplett wiederhergestellt. In zwei Gebäudekomplexen wird noch gearbeitet, sie können aber schon teilweise provisorisch genutzt werden. Ein Meilenstein war die Wiedereröffnung der Bibliothek im Januar 2024. Die Freigabe der noch fehlenden Gebäudeteile wird nun sukzessive erfolgen - so soll der größte Hörsaal (Audimax), der Teil des Rundgangs war, Ende dieses Jahres wieder zur Verfügung stehen. Die komplette Wiederherstellung ist für Mitte nächsten Jahres geplant. Der Campus wird nicht nur komplett instandgesetzt, sondern gleichzeitig auch saniert, modernisiert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht.

    Ein Bereich, in dem das Wasser im Juli 2021 meterhoch stand, ist das Laserlabor. Heute arbeiten die H-BRS-Forschenden hier wieder an lasergestützten Analysemethoden von möglichen biologischen, chemischen oder anderen Gefahrstoffen, wie Professor Peter Kaul der Ministerin erläuterte. Schnelle und sichere Analysemethoden von verdächtigen Substanzen sind für Einsatzkräfte und Behörden bei der Gefahrenabschätzung unerlässlich. Sicherheitsforschung ist ein Schwerpunkt der Hochschule. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert viele der H-BRS-Projekte, es gibt Kooperationen mit weiteren Forschungseinrichtungen.

    Ein großer Erfolg für die H-BRS ist es, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Verbundprojekt „CytoTransport – Mechanismen und Modulation zellulärer Transportprozesse“ für ihr neues „Forschungsimpulse“-Programm für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ausgewählt hat. Über einen Zeitraum von fünf Jahren fördert die DFG seit Ende 2023 den Aufbau eines Zentrums für die biomedizinische Forschung mit insgesamt sechs Millionen Euro. Neun Arbeitsgruppen gehören dem interdisziplinären Verbund an. Wenn Transportprozesse in Zellen nicht funktionieren, hat das oft Krankheiten wie Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Nieren- und Lungenschäden oder Entzündungen zur Folge. Professor Jörn Oliver Sass gab Ministerin Ina Brandes bei ihrem Besuch einen Einblick in das Teilprojekt, das seine Arbeitsgruppe „Angeborene Stoffwechselstörungen“ bearbeitet. Hier beschäftigten sich die Forschenden unter anderem mit Ketonkörpern, das sind kleine, energiereiche Moleküle, die vor allem im Hungerzustand in der Leber gebildet werden. Die Gruppe erforscht in Zellen und mit Hilfe von Fadenwürmern, wie Ketonkörper aus Leberzellen heraus und in andere Körperzellen hineinkommen und welche Bedeutung sie über die Energieversorgung hinaus haben. Ziel ist es, ihre Funktion und die Auswirkung genetischer Varianten besser zu verstehen. Ein besseres Verständnis der Vorgänge ist Voraussetzung, um neue therapeutische Strategien zu entwickeln.


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    https://www.h-brs.de/de/kum/pressemitteilung/nrw-wissenschaftsministerin-ina-bra...


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