idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
01/08/2026 12:25

Kreislaufwirtschaft als Chance für Regionen und KMU: im Kleinen bereits groß – und vernetzt noch stärker

Sabine Nollmann Öffentlichkeitsarbeit
BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

    „Zukunft der Wertschöpfung“: Neues Forschungsprojekt WeR³t-Netze unter Leitung des BIBA zielt auf Nachhaltigkeit, technologische Souveränität und Resilienz | Untersuchungsergebnisse als Basis für weitere Forschungen

    In den Hochzeiten der Globalisierung sind die Stärken kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) und der Regionen teilweise aus dem engeren Fokus gerutscht. Dabei tragen sie wesentlich zu Wertschöpfung, Versorgung und Ressourcenschutz in Deutschland bei. Das neue Forschungsvorhaben WeR³t-Netze nimmt daher nun Regionen und KMU im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft in den Blick. Projektpartner sind das BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen sowie das OFFIS – Institut für Informatik an der Universität Oldenburg und die Wiesbaden Business School an der Hochschule RheinMain. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

    WeR³t-Netze steht für „Regionale Wertschöpfungsnetzwerke für Resilienz und Ressourcenschonung“ und hat zum Ziel, durch eine Voruntersuchung die Basis für künftige Forschungen zu Nachhaltigkeit und Vernetzung mit dem Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Angestrebt ist das Stärken von KMU und Regionen.

    Lokale Ressourcen optimal nutzen

    Ob Austausch von Waren, Dienstleistungen, Informationen und Wissen bis hin zum Leihen und Teilen, dem sogenannten „Sharing“ – zu oft zeigt sich der große Wert eines funktionierenden Netzwerkes erst in Krisen und Notlagen. Vielfach wird erst dann auch umfänglich deutlich und bewusst, welche Bandbreite wertvoller Ressourcen und Kompetenzen die lokale und regionale Nachbarschaft birgt, deren Flexibilität, Leistungsstärke und großer Ideenreichtum. Sehr eindrucksvoll zeigte sich das zum Beispiel während der Pandemie. Nicht selten entstanden zu der Zeit aus den aktuellen Bedarfen heraus schnell lokale, effiziente und effektive Netzwerke, aus denen heraus häufig auch neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickelt wurden.

    Viele heutige Wertschöpfungsnetzwerke funktionieren dennoch nach klassischen Mustern. Produkte werden gekauft, statt sie zu teilen oder zu leihen. Selbst geschlossene Modelle zur Rückführung von Ressourcen sichern die nachhaltige Verwendung der Produkte nicht. Weil es an etablierten, nachhaltigen Geschäftsmodellen fehlt, bleiben die Potenziale der Kreislaufwirtschaft oft ungenutzt. Hier setzt WeR³t-Netze an. Die Partner untersuchen, wie besonders KMU in regionalen Netzwerken mit innovativen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen Synergien schaffen, lokale Ressourcen optimal nutzen und ihre Resilienz steigern können.

    Rückwärts arbeiten für das Wunschziel

    Nicht mit dem Fortschreiben von Trends, sondern mit einer strategischen Rückwärtsplanung will WeR³t-Netze den künftigen Forschungsbedarf ermitteln: Entwickelt wird ein gewünschtes, konkretes Zukunftsbild für nachhaltige, resiliente Wertschöpfung in der Region. Mithilfe der sogenannten „Backcasting-Methode“ wird dann ausgehend von dem erstrebten Ziel rückwärts gearbeitet, um die erforderlichen Entwicklungsschritte, Bedarfe und Schlüsselmaßnahmen zu identifizieren, zu bewerten und zu priorisieren, die in der Gegenwart zur Erreichung des zuvor definierten Wunschziels ergriffen werden müssen. Basis für die Untersuchung bilden die Bestandsaufnahme aktueller Strukturen, eingehende Analysen und Workshops mit Unternehmen, Verbänden und weiteren Akteuren in der Metropolregion Nordwest. Daraus wird das Wunschziel abgeleitet.

    Vielfältige Werte schöpfen

    „Die Innovation von WeR³t-Netze liegt in der Kombination aus regionaler Perspektive, digitaler Transformation und systematischer Zukunftsforschung“, sagt BIBA-Wissenschaftler Stefan Wiesner, Initiator und Leiter des Projektes. „So entsteht ein konkretes Szenario für nachhaltige Wertschöpfung in der Region als Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer, datenbasierter Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Sie tragen zur Optimierung von Ressourcenkreisläufen, der technologischen Souveränität Deutschlands und der Stärkung von Unternehmen bei.“ Die Projektergebnisse sollen so konzipiert werden, dass sie auf andere Regionen und Branchen übertragbar sind.

    Eckdaten zum Projekt WeR³t-Netze

    In dem 12-monatigen Vorhaben WeR³t-Netze (Regionale Wertschöpfungsnetzwerke für Resilienz und Ressourcenschonung) arbeitet der Projektinitiator und -koordinator BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen gemeinsam mit OFFIS – Institut für Informatik an der Universität Oldenburg und dem Fachbereich Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain (Wiesbaden) zusammen.

    In dem Projekt soll die Basis für weitere Forschungen gelegt werden. Das Konsortium untersucht bezogen auf Regionen die Potenziale von KMU auf dem Feld der Kreislaufwirtschaft. Ziel ist die Schonung von Ressourcen sowie die Stärkung der Unternehmen und der Regionen. Das Projekt hat ein Volumen von 400.000 Euro. Es wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Programm „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ (FKZ: 02J24B050 bis -52) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

    Achtung Redaktionen:
    Fotos zur Pressemitteilung mit Bildhinweisen finden Sie unter http://www.biba.uni-bremen.de/presse/pressemitteilungen/2026


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus-Dieter Thoben
    Telefon: +49 421 218-50 005
    E-Mail: tho@biba.uni-bremen.de

    Stefan Wiesner
    Telefon: +49 421 218-50 169
    E-Mail: wie@biba.uni-bremen.de


    More information:

    https://www.biba.uni-bremen.de
    https://www.offis.de
    https://www.hs-rm.de/wiesbaden-business-school


    Images

    Das WeR³t-Netze-Projektkonsortium untersucht – bezogen auf Regionen – die Potenziale von KMU auf dem Feld der Kreislaufwirtschaft. Ziel ist die Schonung von Ressourcen sowie die Stärkung der Unternehmen und der Regionen.
    Das WeR³t-Netze-Projektkonsortium untersucht – bezogen auf Regionen – die Potenziale von KMU auf dem ...

    Copyright: Symbolbild: Deemerwha studio/stock.adobe.com

    Beim Auftakttreffen zum Projekt WeR³t-Netze im BIBA (v. l.): Prof. Dr. Matthias Kalverkamp (Wiesbaden Business School/Hochschule RheinMain), Jonas Kallisch und Tobias Hoiten (OFFIS/Uni Oldenburg) sowie Stefan Wiesner (BIBA an der Uni Bremen).
    Beim Auftakttreffen zum Projekt WeR³t-Netze im BIBA (v. l.): Prof. Dr. Matthias Kalverkamp (Wiesbade ...

    Copyright: Foto: Aleksandra Himstedt/BIBA


    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Students, Teachers and pupils, all interested persons
    Economics / business administration, Environment / ecology, Information technology, Oceanology / climate, Traffic / transport
    transregional, national
    Cooperation agreements, Research projects
    German


     

    Das WeR³t-Netze-Projektkonsortium untersucht – bezogen auf Regionen – die Potenziale von KMU auf dem Feld der Kreislaufwirtschaft. Ziel ist die Schonung von Ressourcen sowie die Stärkung der Unternehmen und der Regionen.


    For download

    x

    Beim Auftakttreffen zum Projekt WeR³t-Netze im BIBA (v. l.): Prof. Dr. Matthias Kalverkamp (Wiesbaden Business School/Hochschule RheinMain), Jonas Kallisch und Tobias Hoiten (OFFIS/Uni Oldenburg) sowie Stefan Wiesner (BIBA an der Uni Bremen).


    For download

    x

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).