Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Nordrhein-Westfalen erwarten vom angekündigten Transferbooster das Schließen der strukturellen Lücken im Transfer der Forschung in die Anwendung. Hierfür braucht es konkrete Förderprogramme und entsprechende Ressourcen.
Transfer gewinnt – Stimmung sinkt. So kurz und treffend fasst der Stifterverband in seinem LinkedIn-Post Mitte Dezember 2025 die Ergebnisse des aktuellen Hochschul-Barometers 2025 zusammen. Jährlich analysiert das Hochschul-Barometer, herausgegeben vom Stifterverband und der Heinz Nixdorf Stiftung, die aktuelle Lage und Entwicklung der Hochschulen aus Sicht der Hochschulleitungen.
„Die Ergebnisse spiegeln auch die Stimmung unter den Hochschulleitungen für Angewandte Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen wider. Wir werden nicht müde, bessere Rahmenbedingungen für Transfer einzufordern. Die Hindernisse sind hinlänglich bekannt. Nun geht es um Lösungen und das schnellstmögliche Umsetzen. Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften stehen bereit für den angekündigten Transferbooster in Deutschland“, erklärt Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Vorsitzender der Hochschulen NRW – Landesrektor_innenkonferenz der HAW in Nordrhein-Westfalen, zu Beginn des neuen Jahres.
Transfer ist nichts, was man dem Zufall überlassen kann und einfach stattfindet, sondern bedeutet echte Arbeit mit beteiligten Unternehmen und sonstigen Institutionen. Laut Hochschul-Barometer 2025 fehlt es neun von zehn Hochschulen an Zeit und an finanziellen Mitteln. Förderprogramme enden oft, bevor die Forschungsergebnisse in die Praxis transferiert werden können. Fehlende Anschlussfinanzierungen stoppen zu oft wertvolle Transferprojekte.
Kriegesmann: „Das Potenzial von HAWs wird bei weitem nicht ausgeschöpft. Aus diesem Grund fordern wir eine Verstetigung von effizienten Strukturen der Förderung von Forschung und Transfer an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie eine Erhöhung der Fördermittel für HAW. Wir brauchen eine einfache und transparente Struktur bei der Antragstellung und Bewilligung von Projekten sowie eine belastbare Verlässlichkeit.“
Dass sich die Stimmungswerte bei den Hochschulleitungen weiter verschlechtern, sei angesichts der Rahmenbedingungen nicht verwunderlich, so Kriegesmann. Langwierige Spardebatten, eine unzureichende Finanzierung und Infrastruktur für Transfer, weiter zunehmende Bürokratisierung sowie fehlende Anreize für Forschende seien keine Basis für gute Laune und „helfen nicht, unsere Transferbemühungen erfolgreich voranzutreiben. Über 89 Prozent der Hochschulleitungen schätzten nach Angaben des Hochschul-Barometers die Aufgabe des Transfers als besonders wichtig ein. Von unseren 20 Mitgliedshochschulen fällt mir keine Hochschulleitung ein, die den Transfer nicht als besonders wichtige Aufgabe ansehen würde. Wir werden uns auch im neuen Jahr weiter in den politischen Prozess einbringen, damit die Rahmenbedingungen für angewandte Forschung, Technologietransfer sowie Start-ups und regionale Innovationsnetzwerke schnellstmöglich verbessert werden“, so Kriegesmann.
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists
interdisciplinary
regional
Science policy, Transfer of Science or Research
German

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