Die Klaus Tschira Stiftung startet eine neue Förderlinie in der Wissenschaftskommunikation
Heidelberg, 14. Januar 2026. Die Klaus Tschira Stiftung startet eine neue Förderlinie in der Wissenschaftskommunikation mit dem Titel „Komm MINT aufs Land! – Museumspartnerschaften“. Die Programm-Managerin Wissenschaftskommunikation, Dr. Verena Viarisio, erklärt, worum es geht.
Warum braucht es diese Förderlinie?
Museen genießen in Deutschland über alle Milieus, Alters- und Bildungsgruppen hinweg ein ungewöhnlich breites Vertrauen, selbst bei Menschen, die sie selten besuchen. Doch MINT-Museen und Ausstellungshäuser stehen meist in Ballungsräumen. Auf dem Land hingegen gibt es viele kleine Kultureinrichtungen, meist mit lokalem Fokus – aber kaum solche, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik vermitteln.
Worum geht es?
„Wir wollen dieses Vertrauen der Bevölkerung in Museen nutzen“, sagt Verena Viarisio. „Große Häuser sollen mit kleinen ländlichen Einrichtungen gemeinsame Sache machen – ungleiche Partner, aber mit großer Chance.“ Die Idee: MINT-Themen dorthin bringen, wo sie bislang fehlen, und zugleich voneinander lernen. Wie arbeiten Ehrenamtliche auf dem Land? Wie funktionieren professionelle Teams im Science Center?
Was macht die Klaus Tschira Stiftung?
Die Stiftung fördert die entstehenden Netzwerke, richtet eine Koordinationsstelle ein und öffnet ihr Studio in der Villa Bosch für Kick-off, Halbzeit-Treffen und Abschluss. Ziel ist es, Gelingensbedingungen zu testen, zu benennen und zu veröffentlichen.
Wie läuft das praktisch?
Die großen Museen suchen sich ihre ländlichen Partner selbst – möglichst im selben Bundesland oder zumindest in erreichbarer Nähe. Bewerben können sich die großen Häuser, „weil dort realistischerweise die Kapazitäten für einen Antrag liegen“, so Viarisio. Die Ausschreibung ist bewusst über mehrere Monate offengehalten, damit Partnerschaften in Ruhe wachsen können – auch mit mehreren kleinen Partnern.
Die Eckpunkte:
• Ausschreibungsstart: Ende 2025
• Laufzeit der Ausschreibung: vier Monate
• Einreichung: 1. März bis 13. April 2026
• Begutachtung: etwa sechs Monate, eventuell mit Distributed Peer Review
• Bewilligungen: etwa September
• Projektstart: November
• Gesamtlaufzeit der Förderlinie: drei Jahre
Und wenn es gelingt?
Dann soll ein funktionierendes Modell entstanden sein: erprobt, dokumentiert, nachahmbar. Zudem erfährt die Community eine Professionalisierung und neue Netzwerke verbinden Stadt und Land.
Was bedeutet die Förderlinie Verena Viarisio persönlich?
Viarisio hat selbst in den Naturwissenschaften geforscht, journalistisch gearbeitet und eine große MINT-Ausstellung konzipiert und geleitet. „Ich kenne den Enthusiasmus von Ausstellungsschaffenden und deren Freude am Ausprobieren und freue mich sehr, das mit dieser Förderlinie zu ermöglichen.“ Und: Es geht darum, allen Menschen Zugänge zu MINT-Themen anzubieten und Vertrauen in Wissenschaft zu fördern– „ein Thema, das mir persönlich sehr wichtig ist“.
Zur Förderlinie: https://klaus-tschira-stiftung.de/foerderungen/museumspartnerschaften/
Das Gespräch führte Kirsten Baumbusch (kirsten.baumbusch@klaus-tschira-stiftung.de)
Klaus Tschira Stiftung
Dr. Verena Viarisio, Programm-Managerin Wissenschaftskommunikation
Tel.: 06221-533 111
E-Mail: verena.viarisio@klaus-tschira-stiftung.de
Anja Heinzelmann (Leitung Kommunikation)
Tel.: 06221-533 118
E-Mail: anja.heinzelmann@klaus-tschira.stiftung.de
Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter: www.klaus-tschira-stiftung.de
Criteria of this press release:
Journalists, all interested persons
interdisciplinary
transregional, national
Cooperation agreements, Miscellaneous scientific news/publications
German

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