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01/14/2026 13:57

Brücke in den deutschen Pflegeberuf

Friederike Mannig Kommunikation
Frankfurt University of Applied Sciences

    Frankfurt UAS startet Projekt zur Entwicklung eines Anpassungslehrgangs für internationale Pflegefachkräfte mit akademischem Abschluss

    Internationale Pflegefachkräfte, im internationalen Diskurs als CALD-Nurses[1] bezeichnet, bringen häufig eine akademische Ausbildung und wertvolle berufliche Erfahrung mit. Dennoch werden ihre Abschlüsse in Deutschland häufig nicht direkt anerkannt. Für die berufliche Zulassung ist, je nach Feststellungsbescheid des Hessischen Landesamtes für Pflege und Gesundheit, ein Anpassungslehrgang erforderlich. Bislang und entgegen der Bildungsbiografie der internationalen Pflegekräfte im Anerkennungsverfahren erfolgt dies ausschließlich an Pflegefachschulen. Die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) schließt diese Lücke: Ab April 2026 startet ein hochschulischer Anpassungslehrgang, der an den Bildungs- und Qualifikationsweg der Teilnehmenden anknüpft. Sie erwerben nicht nur die berufliche Anerkennung, sondern auch ein Hochschulzertifikat, das den Zugang zu weiteren akademischen Qualifizierungen eröffnet. Entwickelt wird das Angebot an der Hochschule von Projektmitarbeiter*innen der Frankfurter Akademie für Weiterbildung und Personalentwicklung (WAkE) in Kooperation mit dem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit im Projekt „Innovative Pflegequalifizierung: Anpassungsweiterbildung mit Hochschulzertifikat an der Frankfurt UAS“. Dieses Projekt wird von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen gefördert.

    Pilotphase und Infotermine
    Der kostenfreie Pilotdurchlauf beginnt im April 2026. Am 28. Januar findet der nächste Online-Infotermin statt. Weitere Informationen unter: https://www.kompetenzcampus.de/pflege-anerkennung.

    Gesellschaftliche Relevanz
    Mit dem Projekt begegnet die Frankfurt UAS dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, mobilisiert vorhandene internationale Kompetenzen und stärkt die Qualität der pflegerischen Versorgung. CALD-Nurses sind dabei zentrale Brückenbauer*innen: Durch ihre kulturelle und sprachliche Vielfalt tragen sie wesentlich zu einer patient*innenzentrierten, interkulturell kompetenten Pflege bei. Zugleich sind sie Erfahrungsträger*innen für die akademische Pflegeprofession: In vielen Herkunftsländern ist die Pflege bereits stärker akademisiert und evidenzbasiert verankert. Durch ihre Erfahrung aus akademischen Pflegekontexten bringen CALD-Nurses Impulse für Professionalisierung, Qualitätsentwicklung und die Verbreitung evidenzbasierter Pflegepraxis in Deutschland ein – wo sich die Akademisierung historisch langsamer entwickelt hat. Damit leisten sie einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Pflege als Profession, zur Integration und Teilhabe sowie zur nachhaltigen Stabilisierung des Gesundheitssystems.

    Das Projekt adressiert gleichzeitig die Herausforderungen, denen CALD-Nurses im Integrationsprozess begegnen. In enger Zusammenarbeit mit Arbeitgebenden und Multiplikator*innen im Anerkennungsverfahren erhalten die Teilnehmenden der innovativen Pflegequalifizierung nicht nur fachliche Vorbereitung, sondern auch hochintegrierte Sprachförderung und Unterstützung beim Einstieg in den deutschen Alltag. So wird die berufliche und soziale Integration gestärkt und der Weg in eine erfolgreiche Pflegekarriere und zur gesellschaftlichen Teilhabe in Deutschland geebnet.

    Ein Modell für die Zukunft
    Das Projekt versteht sich auch als Blaupause für weitere Anpassungsqualifizierungen in reglementierten Berufen. Nach Projektende soll die Maßnahme AZAV-zertifiziert und durch die Bundesagentur für Arbeit förderfähig sein. Mit der geplanten Zertifizierung nach AZAV macht die Frankfurt UAS als eine der ersten Hochschulen ihre Weiterbildungsangebote einer noch größeren Gruppe an Menschen zugänglich.

    WAkE – Frankfurter Akademie für Weiterbildung und Personalentwicklung:
    Die Frankfurt University of Applied Sciences positioniert sich als zentrale Anlaufstelle für lebensbegleitendes Lernen. Um dieser Rolle noch stärker gerecht zu werden, wurde 2017 der „KompetenzCampus – Weiterbildung und Lebenslanges Lernen“ gegründet, der 2025 in die Frankfurter Akademie für Weiterbildung und Personalentwicklung (WAkE) überführt wurde. WAkE bietet ein breites Spektrum wissenschaftlich fundierter und praxisnaher Weiterbildungsangebote: von kompakten Seminaren über zertifizierte Programme mit ECTS-Punkten bis hin zu berufsbegleitenden Masterstudiengängen. Auch individuelle Inhouse-Schulungen für Unternehmen gehören zum Portfolio. Die Akademie begleitet Menschen auf ihrem persönlichen Bildungsweg – von der ersten Beratung über Zertifikatsvergabe bis hin zum Masterabschluss.
    Mehr Informationen unter: https://frankfurt-wake.de

    Kontakt:
    Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit, Prof. Dr. Klaus Müller, fachliche Projektleitung, E-Mail: klaus.mueller@fra-uas.de;
    WAkE – Frankfurter Akademie für Weiterbildung und Personalentwicklung, Oda Vogel, E-Mail: oda.vogel@fra-uas.de, und Jule Roßmeißl, E-Mail: jule.rossmeissl@fra-uas.de


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr. Klaus Müller, fachliche Projektleitung, E-Mail: klaus.mueller@fra-uas.de


    More information:

    https://www.kompetenzcampus.de/pflege-anerkennung


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    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    Nutrition / healthcare / nursing, Social studies
    transregional, national
    Advanced scientific education
    German


     

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