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01/20/2026 13:50

Erinnern heißt verstehen

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    TU Berlin startet neue Strauss-Lecture am Holocaust Gedenktag / Vortrag „How Jewish Was the Holocaust?“ von Professor Mark Roseman am 27. Januar 2026

    Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der Technischen Universität Berlin lädt am 27. Januar 2026 erstmals zur Herbert A. und Lotte Strauss-Lecture ein. Die neue jährliche Vorlesung findet bewusst am Holocaust-Gedenktag statt. Sie erinnert an die im Holocaust ermordeten Juden Europas und setzt ein Zeichen gegen das Vergessen. Der renommierte Historiker Mark Roseman, Professor für Geschichte und Inhaber des Pat-M.-Glazer-Lehrstuhls für Jüdische Studien an der Indiana University in Bloomington (USA) macht mit seinem Vortrag „How Jewish Was the Holocaust?“ den Auftakt.

    Namensgeber der neuen Vorlesungsreihe sind Herbert A. Strauss (1918–2005) und Lotte Strauss (1913–2020). Herbert A. Strauss war von 1982 bis 1990 Gründungsdirektor des ZfA und ist Ehrenmitglied der TU Berlin. Gemeinsam prägte das Ehepaar Strauss die internationale Antisemitismus- und Holocaustforschung über Jahrzehnte hinweg. Ihre Arbeiten verbanden historische Analyse mit politischer Verantwortung. Als Direktor des ZfA setzte sich Herbert A. Strauss konsequent für den Austausch zwischen deutschen und internationalen Forschenden ein – ein Anspruch, den die neue Veranstaltung fortführt.
    Mit der Herbert A. und Lotte Strauss-Lecture öffnet das ZfA die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Holocaust bewusst für ein breites Publikum. Die Reihe verbindet Erinnerung, Forschung und Gegenwartsbezug.

    Wie jüdisch war der Holocaust?

    Die erste Strauss-Lecture hält am 27. Januar 2026 der international renommierte Historiker Mark Roseman, Professor für Geschichte und Inhaber des Pat-M.-Glazer-Lehrstuhls für Jüdische Studien an der Indiana University in Bloomington. Unter dem Titel „How Jewish Was the Holocaust?“ geht Roseman einer zentralen und bis heute kontrovers behandelten Frage der Holocaustforschung nach: War der Holocaust ein einzigartiges, spezifisch jüdisches Ereignis oder lässt er sich in größere Zusammenhänge der Gewaltgeschichte in der Moderne einordnen? Der Vortrag beleuchtet den Zusammenhang zwischen der behaupteten Einzigartigkeit des Holocaust und seinem „Jüdischsein“ und fragt nach den Konsequenzen dieser Debatte für unsere Gegenwart.

    Mark Roseman zählt zu den profiliertesten Holocaustforschern weltweit. Er ist Autor zahlreicher viel beachteter Bücher, darunter „ÜberLeben im Dritten Reich. Handlungsräume und Perspektiven von Juden und ihren Helfern“ und „Du bist nicht ganz verlassen: Eine Geschichte von Rettung und Widerstand im Nationalsozialismus.“ Zuletzt gab er die vierbändige „Cambridge History of the Holocaust“ heraus. Für sein Buch „In einem unbewachten Augenblick“ erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis.

    Erste Herbert A. und Lotte Strauss-Lecture
    Wann: 27. Januar 2026, 18 Uhr
    Wo: Raum H 3005, Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
    Vortragender: Prof. Dr. Mark Roseman (Indiana University, Bloomington); einleitende Worte zu Herbert A. und Lotte Strauss spricht Christhard Hoffmann (vormals ZfA)
    Titel: How Jewish Was the Holocaust?

    Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
    Dr. Stefanie Fischer
    Zentrum für Antisemitismusforschung
    Fakultät I – Geistes- und Bildungswissenschaften
    TU Berlin
    E-Mail: s.fischer@tu-berlin.de


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    Criteria of this press release:
    Journalists
    History / archaeology
    transregional, national
    Scientific conferences
    German


     

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