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01/26/2026 12:16

Quantentechnologien: Karlsruhe bundesweit führend

Christian Könemann Stab und Strategie - Gesamtkommunikation
Karlsruher Institut für Technologie

    Ob enorme Rechenleistung, ultrapräzise Sensoren oder hochmoderne Verschlüsselung: Quantentechnologien versprechen bahnbrechende Anwendungen. Ein internationales Ranking der Denkfabrik European Centre for International Political Economy (ECIPE) setzt Karlsruhe mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als zentralen Akteur bundesweit an die Spitze. Weltweit erreicht die Stadt den siebten und innerhalb der EU den zweiten Platz.

    „Die Einstufung als wichtigstes Quantencluster Deutschlands und zweitstärkstes der Europäischen Union unterstreicht die nationale und internationale Strahlkraft unseres Standorts“, sagt Professor Oliver Kraft, Vizepräsident Forschung, Lehre und Akademische Angelegenheiten des KIT. „Sie bestätigt unseren langfristig angelegten Ansatz, Grundlagenforschung, anwendungsnahe Entwicklung und industrielle Umsetzung eng miteinander zu verzahnen.“

    „Dass Karlsruhe sowohl bundesweit führend ist als auch europaweit zur Spitze der Quantencluster zählt, ist ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts“, erklärt Frank Mentrup, Oberbürgermeister von Karlsruhe. „Der Erfolg beruht auf einer über Jahre gewachsenen, engen Zusammenarbeit von exzellenter Wissenschaft, innovativen Unternehmen und einer verlässlichen öffentlichen Hand. Das KIT ist dabei ein zentrales Aushängeschild für Karlsruhe – und ein Beweis dafür, wie wirkungsvoll die Verzahnung von Forschung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft gelingen kann.“

    Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe: „Die aktuelle ECIPE-Studie bestätigt eindrucksvoll, dass Karlsruhe als Technologieregion die idealen Rahmenbedingungen bietet, um Netzwerke zu knüpfen, Innovationen voranzutreiben und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen. Dies passiert rund um die herausragende wissenschaftliche Arbeit, die am KIT geleistet wird.“

    Langjährige Verzahnung von Forschung und Praxis zahlt sich aus

    Laut des ECIPE-Rankings zeichnet sich der Quantenstandort Karlsruhe insbesondere durch seine hohe Vermittlungskraft aus. Es hebt dabei das KIT als „Top Research Collaborator“ hervor. In der Subkategorie „externe Kollaborationen“ belegt die Stadt weltweit den ersten Platz, in der Gesamtbetrachtung aller Kooperationen Rang drei. Darüber hinaus bescheinigt die Studie dem Quantencluster in Karlsruhe mit Platz zwei die Fähigkeit, Brücken zwischen ansonsten getrennten wissenschaftlichen und technologischen Gemeinschaften zu schlagen („bridging power“). Nach Angaben der Autorinnen und Autoren handelt es sich um das erste internationale Ranking, das Quantenstandorte nach Marktfokus, Kooperation und Reifegrad vergleicht. Analysiert wurden rund 130 Standorte weltweit.

    Quantenforschung am KIT

    Die Quantentechnologie-Forschung am KIT deckt ein breites Spektrum ab – von der Grundlagenforschung an Quantenmaterialien bis hin zur Entwicklung und Realisierung anwendungsorientierter Systeme für Zukunftstechnologien. Zu den zentralen Themen gehören Quantenmaterialien und deren Integration in funktionale Bauelemente, darunter Quanten-Spintronik und molekulare Quanten-Spin-Systeme, supraleitende Quantenschaltkreise sowie hybride Quantenarchitekturen, die Spins, Photonen und supraleitende Schaltungen koppeln, und mit der die Forschenden Quantenschlüssel übertragen, testen und weiterentwickeln.

    Quantenverbindung zwischen den KIT-Standorten

    Zu den bedeutendsten Durchbrüchen der letzten Jahre zählt die Entdeckung einer neuen Klasse optisch adressierbarer molekularer Spins mit außergewöhnlicher optischer Kohärenz. Um das Potenzial dieser Systeme für die Quantenkommunikation zu demonstrieren, haben die Forschenden des KIT eine 20 Kilometer lange Glasfaserverbindung zwischen dem Campus Nord und dem Campus Süd des KIT eingerichtet, mit der die Forschenden Schlüssel übertragen, testen und weiterentwickeln. Darüber hinaus wollen sie ein Quantennetzwerk aufbauen, das unter anderem die Verknüpfung von Quantencomputern ermöglicht. Parallel forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der optischen Auslesung von Quantensystemen und der Kopplung molekularer Nanostrukturen mit Photonen – entscheidende Schritte auf dem Weg zu skalierbaren Quantenarchitekturen. (iha)

    Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.


    Contact for scientific information:

    Isabelle Hartmann, Pressereferentin, Tel.: +49 721 608-41175, E-Mail: i.hartmann@kit.edu


    Original publication:

    Originalpublikation:

    Fredrik Erixon, Andrea Dugo, Dyuti Pandya and Elena Sisto: Quantum Clusters: Ranking the World’s Deep-Tech Epicentres. ECIPE, 2025.

    https://ecipe.org/wp-content/uploads/2025/12/ECI_OccasionalPaper_15-2025_Quantum...


    More information:

    https://www.kit.edu/themen/materialien.php Weitere Informationen zur Quantenforschung am KIT
    https://www.phi.kit.edu/quantenfaser.php Weitere Informationen zur Quantenteststrecke


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    Diese optische Schnittstelle für einen Quantenspeicher wird ein essenzieller Bestandteil von künftigen Quantennetzwerken sein. Der erste Teil eines solchen Netzwerks wurde Anfang 2025 am KIT gebaut. (Foto: Markus Breig, KIT)
    Diese optische Schnittstelle für einen Quantenspeicher wird ein essenzieller Bestandteil von künftig ...
    Source: Markus Breig, KIT
    Copyright: Markus Breig, KIT


    Criteria of this press release:
    Scientists and scholars
    Information technology, Physics / astronomy
    transregional, national
    Contests / awards
    German


     

    Diese optische Schnittstelle für einen Quantenspeicher wird ein essenzieller Bestandteil von künftigen Quantennetzwerken sein. Der erste Teil eines solchen Netzwerks wurde Anfang 2025 am KIT gebaut. (Foto: Markus Breig, KIT)


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